Herbsternte-Aufstand

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Der Herbsternte-Aufstand (chinesisch 秋收起义Pinyin Qiushou qiyi) bezeichnet eine Reihe bewaffneter Erhebungen des Chinesischen Bürgerkrieges, in Kleinstädten in der Umgebung Changshas, Provinz Hunan, die von Bauerntrupps unter der Führung Mao Zedongs und auf Weisung der Komintern, nach dem Bruch der ersten Einheitsfront zwischen Kuomintang (KMT) und KPCh, durchgeführt wurden. Maos Ziel war, nach der Niederschlagung der gewerkschaftlichen und kommunistischen Bewegung am 12. April 1927 in Shanghai durch die KMT, die Errichtung einer kommunistischen Regierung in Form eines chinesischen Sowjets, um von dort aus weitere Gebiete Chinas unter seine Kontrolle zu bringen. Die Errichtung eines Hunan-Sowjets konnte jedoch durch die Truppen der Nationalrevolutionären Armee verhindert werden.

Der gemeinsam mit den bewaffneten Bergarbeitern der Kohlegruben von Pingxiang (Jiangxi) durchgeführte Aufstand wurde – unter anderem mit Unterstützung des deutschen Militärberaters Max Bauer – von den Streitkräften der Kuomintang schnell niedergeschlagen. Mao zog sich mit einigen Überlebenden in das Jinggang-Gebirge zurück, wo er seine Truppen mit denen von Zhu De, Chen Yi und Zhou Enlai vereinigte, die sich nach dem Nanchang-Aufstand ebenfalls hierhin zurückgezogen hatten.

Der Aufstand war der erste bewaffnete Aufstand der Kommunisten und markierte einen bedeutenden Wandel in ihrer Strategie. Mao und der Gründer der Roten Armee Zhu De begannen ein auf die ländliche Bevölkerung gestützte Strategie zu entwickeln, die sich auf Guerilla-Taktiken konzentrierte und ebneten so den Weg für den Langen Marsch von 1934. Nach dem Herbsternte-Aufstand traten auch viele Bergarbeiter in die Rote Armee ein.

Gedenkstätte in Wenjiashi (Hunan)[Bearbeiten]

Die Stätte der Truppenvereinigung in Wenjiashi während des Herbsternte-Aufstandes (chinesisch 秋收起义文家市会师旧址Qiushou qiyi Wenjia shi huishi jiuzhi), ca. 50 Kilometer südöstlich von Liuyang, Hunan, steht seit 1961 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (1-14).

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