Herders Conversations-Lexikon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Werbung von 1906 für die 3. Auflage von acht Bänden (mit Wandregal in Eiche oder Nussbaum). Dieser Zettel wurde damals jeweils anderen Büchern des Verlages beigefügt.

Herders Conversations-Lexikon (kurz: Herders Lexikon) ist eine ab 1854 von den beiden Söhnen Raphael und Benjamin des Verlagsgründers Bartholomä Herder (1774–1839) herausgegebene Enzyklopädie.

Es handelt sich dabei – neben dem Brockhaus, Meyers Konversationslexikon und Pierers Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit – um das vierte bedeutende Konversationslexikon des 19. Jahrhunderts. Herders Conversations-Lexikon erschien zwischen 1854 und 1857 in Freiburg im Breisgau im Verlag Herder mit einem Umfang von fünf Bänden. Herders Lexikon entstand aus der politisch-katholischen Bewegung des Ultramontanismus.

Der Herder Verlag in Freiburg (Breisgau) veröffentlichte zwischen 1825 und 1827 unter dem Titel Systematische Bilder-Galerie zur Allgemeinen deutschen Real-Encyclopädie den ersten Bildergänzungsband zu einem Konversationslexikon; er enthält rund 4.000 Abbildungen. Das Brockhaus’ Conversations-Lexikon wurde im Vergleich dazu relativ spät ab der 13. Auflage (1882–1887), also rund 60 Jahre später, erstmals durch Bildtafeln sowie ab der 14. Auflage (1892–1897) auch im Text bebildert.

Die 2. Auflage von Herders Conversations-Lexikon in vier Bänden wurde 1875 bis 1879 herausgegeben. Und die acht Bände umfassende, völlig neu bearbeitete 3. Auflage erschien in den Jahren 1902 bis 1907.

Das Herders Conversations-Lexikon fand seine Fortführung im Konversationslexikon Der Große Herder, das bis in die späten 1960er Jahre erschienen ist.

Siehe auch: Geschichte und Entwicklung der Enzyklopädie

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]