Herdla

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Herdla
Gewässer Europäisches Nordmeer
Geographische Lage 60° 34′ 0″ N, 4° 57′ 0″ O60.5666666666674.9546Koordinaten: 60° 34′ 0″ N, 4° 57′ 0″ O
Lage von Herdla
Fläche 1,6 km²
Höchste Erhebung Herdlaåsen
46 m

Herdla ist eine 1,6 km² große Insel an der nördlichen Küste der Inselkommune Askøy bei Bergen, Norwegen.

Das Touristenziel Herdla ist ein artenreiches Vogelgebiet mit etwa 220 registrierten Vogelarten. Angelmöglichkeit besteht vom Ufer oder mit dem Boot. Teile von Herdla sind Naturschutzgebiet.

Flughafen und Festung[Bearbeiten]

Angriff britischer Jagdbomber auf Herdla am 27. Dezember 1941

Während des Zweiten Weltkrieges war Herdla ein Stützpunkt der deutschen Luftwaffe. Das flache Gebiet „Herdlevalen“ bot sich als Platz für einen Flugplatz an, und Herdla wurde zum wichtigsten deutschen Fliegerhorst zwischen Stavanger-Sola und Trondheim-Værnes ausgebaut. Der Stützpunkt diente zum Schutz der Stadt Bergen, des dortigen Hafens und der westnorwegischen Küste. Herdla wurde zur „Festung Herdla“ erklärt und mit Versorgungs- und Verteidigungseinrichtungen jeglicher Art ausgestattet, einschließlich Küstenbatterien und (1944) einer Torpedobatterie. Alle zivilen Einwohner, damals insgesamt 115, mussten die Insel verlassen. Meist waren etwa 3.000 deutsche Soldaten auf Herdla stationiert. Dazu kamen mehrere tausend sowjetische Kriegsgefangene, die am Bau des Flugplatzes mitarbeiteten. Am 27. Dezember 1941 wurde der Flugplatz im Zuge der sogenannten „Operation Archery“. auch als „Måløy Raid“ bekannt geworden, von britischen Jagdbombern angegriffen.

Die Einwohner kehrten erst 1945 nach dem Ende der deutschen Besatzung auf die Insel zurück. Teile der Befestigungsanlagen wurden danach von den norwegischen Streitkräften genutzt und modernisiert, und die Luftraumkontrolle der Region Bergen wurde auf dem ehemaligen Fliegerhorst eingerichtet, der auch Bergen als Flugplatz diente, bis 1955 der neue Flughafen Bergen in Betrieb genommen wurde. Die Küstenartilleriestellungen und Torpedobatterien der norwegischen Streitkräfte wurden im Jahre 2000 geschlossen und sind heute teilweise der Öffentlichkeit museal zugänglich.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]