Here Come the Warm Jets

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Here Come the Warm Jets
Studioalbum von Brian Eno
Veröffentlichung 1974
Label Island Records
Format CD, LP
Genre Rock
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 42 min 01 s

Besetzung

Produktion Brian Eno
Studio Majestic Studios, London
Chronologie
Here Come the Warm Jets Taking Tiger Mountain (By Strategy)
(1974)

Here Come the Warm Jets („Hier kommen die warmen Strahlen“) ist das Debütalbum von Brian Eno, das 1974 von Island Records veröffentlicht wurde. Der musikalische Stil von Here Come the Warm Jets ist ein Hybrid zwischen Glam Rock und Artrock, ähnlich zu Enos vorherigem Album mit Roxy Music, aber die Stücke sind sonderbarer und experimenteller.

Auf dem Album treten verschiedene Gastmusiker auf, wie Robert Fripp von King Crimson und Mitglieder von Roxy Music, Hawkwind, Matching Mole und Pink Fairies. Bei der Entwicklung der Musik und der Texte des Albums nutzte Eno ungewöhnliche Methoden. Er tanzte zum Beispiel vor den Bandmitgliedern und forderte sie auf, dazu Musik zu machen, wobei er Unsinnswörter vor sich her sprach, aus denen er später die Texte entwickelte. Here Come the Warm Jets erreichte Platz 26 auf den United Kingdom Charts und Platz 151 auf den US Billboard Charts. Die Kritiker bewerteten das Album überwiegend positiv.[1]

Produktion[Bearbeiten]

Here Come the Warm Jets wurde an zwölf Tagen im September 1973 in den Majestic Studios in London aufgenommen. Der Aufnahmeleiter war Derek Chandler. Das Album wurde in den Air und Majestic Studios von Brian Eno und Chris Thomas abgemischt. Der Titel des Albums wurde ursprünglich von Eno als ein Slangausdruck für das Urinieren beschrieben; gegenüber dem Mojo Magazin erklärte er allerdings, dass der Name von der Gitarre käme, die auf dem Titeltrack verwendet wurde und die er „warm jet guitar“ nannte, weil sie wie ein abgestimmter Jet geklungen habe.[2][3]

Eno lud 16 Gastmusiker für die Aufnahme des Albums ein, darunter John Wetton und Robert Fripp, Simon King von Hawkwind, Bill MacCormick von Matching Mole, Paul Rudolph von den Pink Fairies, Chris Spedding und alle Mitglieder von Roxy Music außer deren Sänger Bryan Ferry. Ein Auswahlkriterium für die Musiker war musikalische Inkompatibilität. Er sagte, dass er sie

“(I)... got them together merely because I wanted to see what happens when you combine different identities like that and allow them to compete....(The situation) is organized with the knowledge that there might be accidents, accidents which will be more interesting than what I had intended.”

„(Ich)...brachte sie zusammen, nur um zu sehen, was passiert, wenn man verschiedene Charaktere kombiniert und ihnen erlaubt, zu konkurrieren ... (Die Situation) ist mit dem Wissen organisiert, dass es vielleicht Unfälle gibt, aber Unfälle sind vielleicht interessanter als das, was ich beabsichtigt hatte.“

Eno lenkte die Musiker durch Körpersprache, Tanz und verbale Suggestion, um ihr Spiel und den Sound zu beeinflussen. Er hielt es für eine gute Methode, mit den Musikern zu kommunizieren. Auf dem Album wird angegeben, dass Eno Instrumente wie snake guitar (Schlangengitarre), simple Piano (einfaches Piano) und electric larynx (elektrischer Kehlkopf) spielte. Diese Begriffe wurden verwendet, um die Soundcharakteristik der Instrumente zu beschreiben. Nach der Aufnahme mischte Eno die einzelnen Spuren teilweise neu, so dass einige der Tracks wenig Ähnlichkeit mit dem hatten, was die Musiker während der Sitzung aufgenommen hatten. [4]

Stil[Bearbeiten]

Die Songs auf Here Come the Warm Jets nehmen Bezug auf verschiedene musikalische Stile. Der gesamte Stil des Albums wurde als "glammed-up Art-Pop" bezeichnet, mit Anleihen an Glamrock und Artrock sowie Avantgarde-Einflüssen. Auf einigen Tracks ahmt Eno den Gesang von Bryan Ferry nach.[4] Der Gesang auf anderen Liedern wie "Baby’s on Fire" wurde als "nasaler und leicht rotziger Gesang" beschrieben.[4] Auch Anleihen an die Musik der 1950er Jahre wurden gemacht.

Trackliste[Bearbeiten]

  • Alle Stücke wurden von Brian Eno geschrieben, soweit nicht anders vermerkt.

Seite Eins

  1. Needles in the Camel's Eye (Eno, Phil Manzanera) - 3:11
  2. The Paw Paw Negro Blowtorch - 3:04
  3. Baby's on Fire - 5:19
  4. Cindy Tells Me (Eno, Manzanera) - 3:25
  5. Driving Me Backwards - 5:12

Seite Zwei

  1. On Some Faraway Beach - 4:36
  2. Blank Frank (Eno, Robert Fripp) - 3:37
  3. Dead Finks Don't Talk (arr. Paul Thompson, Busta Jones, Nick Judd, Eno) - 4:19
  4. Some of Them Are Old - 5:11
  5. Here Come the Warm Jets - 4:04

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Review des Albums bei allmusic.com. Abgerufen am 19. Januar 2013.
  2. Eno, Brian: Brian Eno, interviewed by Andy Gill in Mojo. Mojo. Abgerufen am 22. Mai 2008.
  3. Maginnis, Tom: [Here Come the Warm Jets bei Allmusic (englisch)Vorlage:Allmusic/Wartung/Pflichtparameter ID fehlt Here Come the Warm Jets song review]. Allmusic. Abgerufen am 10. Mai 2008.
  4. a b c Eric Tamm: Brian Eno: His Music and the Vertical Color of Sound. Da Capo Press. 1995. ISBN 0-306-80649-5.