Hereford-Rind

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Ein Hereford-Stier
Ein genetisch hornloser (polled) Hereford Bulle

Das Hereford-Rind stammt aus Herefordshire in England, Großbritannien, wo es bereits im 17. Jahrhundert gezüchtet wurde. Vom ursprünglichen Arbeitsrind wurde das Hereford zum Fleischrind weil die Haltung anspruchslos, anpassungsfähig und klimatolerant ist. Es ist die am stärksten verbreitete Fleischrinderrasse der Welt: Nord- und Südamerika (Argentinien, Brasilien, Uruguay), Australien, Neuseeland, Südafrika.

Sie sind in den gemäßigteren Breiten Australiens die häufigste Fleischrinderrasse. Auch bei den Rinderzüchtern im wüstenhaften Südwesten der USA und in Mittel- und Ost-Argentinien erfreuen sie sich großer Beliebtheit. In Neuseeland werden mehr Hereford-Rinder gehalten als jede andere Rasse. Sie stammt aus dem kühlen, feuchten Britannien und kann auch in viel härteren Klimaten erfolgreich gehalten werden. Die Rasse ist an eine große klimatische Bandbreite auf nahezu jedem Kontinent angepasst.

Als Alternative zum Enthornen wurden die genetisch hornlosen Hereford-Rinder geschaffen.

Nah verwandt mit dem Miniatur-Hereford-Rind ist die Rasse für ihr Qualitätsfleisch und ihre hervorragenden Muttereigenschaften bekannt. Herefords sind sehr gutmütig, was den Umgang mit ihnen im Vergleich zu anderen Rassen ungemein erleichtert. Die Fleischqualität ist sehr gut und konkurriert mit der der aggressiveren Aberdeen Angus, einer anderen britischen Rasse, deren Fleisch für seine Marmorierung bekannt ist.

Ab den 1930er Jahren wurden unter anderem Herford-Rinder bei der Zucht des Kasachischen Weißkopfrindes verwendet.

Der Welt-Hereford-Rat hat seine Grundlage in Großbritannien, die Generalsekretärin Frau Jan Wills stammt aus Neuseeland.

Die Kreuzung von Hereford-Rindern mit Brahman (Zebu)-Rindern wird Braford genannt.

Weidende Hereford-Rinder

"Einerlei, ob in heißen oder kalten Klimaten, bei feuchtem oder trockenem Wetter, auf fetten oder mageren Weiden, sie tun stets ihr Bestes, nämlich Gras in Fleisch verwandeln. Hin und wieder bereiten ihnen bei sehr starkem Sonnenschein die unpigmentierten Augenlider Probleme. Da sie nicht wie Heino eine Sonnenbrille tragen können, leiden sie unter rosa Augen, der 'pink eye disease'." [1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Brackmann: Das andere Kuhbuch. Vierzig Rasseporträts und mehr ... 5. Auflage. Landbuch-Verlag, Hannover 2002, ISBN 3-7842-0575-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hereford cattle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Brackmann: Das andere Kuhbuch. Vierzig Rasseporträts und mehr ... 2. Auflage. Landbuch-Verlag, Hannover 1999, ISBN 3-7842-0575-5, S. 109.