Herekino

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Herekino
Herekino (Neuseeland)
Herekino
Koordinaten 35° 16′ S, 173° 13′ O-35.264722222222173.21055555556Koordinaten: 35° 16′ S, 173° 13′ O
Einwohner 1.950 (2006)
Region Northland
Distrikt Far North Distrikt
Herekino Harbour

Herekino ist ein Ort in der Region Northland auf der Nordinsel Neuseelands.

Herekino liegt 26 km südwestlich von Kaitaia. Der Naturhafen von Herekino, auch Herekino River genannt, ist ein versunkenes Stromtal, in das ein Fluss mündet, und erstreckt sich als Meeresarm der westlich gelegenen Tasmansee ins Landesinnere. Der Herekino Forest, der einen größeren Bestand an Kauribäumen besitzt, liegt im Norden des Ortes, die Tauroa Peninsula liegt im Nordwesten.[1]

Die Bevölkerung betrug beim Zensus 2006 1.950 Einwohner, was gegenüber der letzten Zählung 2001 einen Rückgang um 105 Einwohner bedeutet.[2]

Der Hafen fällt bis auf einen schmalen Kanal bei Ebbe größtenteils trocken. Im oberen Teil des Kanals befindet sich ein Mangrovenwald.[3] Die Ortschaft Herekino befindet sich am landeinwärts gelegenen Nordostende des Hafens. Die kleine Siedlung Owhata liegt an der felsigen Südküste der Hafenzufahrt. Owhata ist ein flaches, grasbewachsenes Gebiet mit einer ziemlich flachen, aus Schlamm und Sand bestehenden Küste. Es gibt nur wenig Schutz vor der Witterung, und im Sommer herrscht Wasserknappheit.[4]

Etymologie[Bearbeiten]

Herekino wurde vom Māori-Häuptling Tohe benannt, der es auf dem Weg zu einem Besuch bei dem in Owhata lebenden Häuptling Taunaha passierte. Er fand eine falsch gebundene Vogelschlinge, die dem Opfer unnötiges Leiden verursacht hätte. Er benannte das Gebiet Herekino-a-Taunaha (der falsche Knoten von Taunaha).[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Iwi Ngāti Ruānui (heute Te Aupōuri) beherrschte die Häfen Herekino und Whangape. Mehrere Schlachten wurden gegen andere Iwi gekämpft, bevor das Gebiet von den Europäern besiedelt wurde.[5]

Im Jahre 1846 verwechselte die Brigg H.M.S. Osprey bei Nebel die Herekino Heads mit der ähnlichen Einfahrt zum Hokianga, die etwa 30 km südlich liegt. Beide haben eine durch Sanddünen gebildete nördliche Begrenzung der Einfahrt. Die Osprey lief auf der flachen Sandbank nördlich der Landzunge auf und sank. Es gab keine Opfer. Herekino wurde auf manchen Seekarten wegen der Ähnlichkeiten der Zufahrt als "False Hokianga" ("falsches Hokianga") eingetragen.[4]

Dalmatische Immigranten bauten in den späten 1890er Jahren Wein an, und 1906 gab es bereits 14 Weingüter.[6]

In der Mitte der 1960er Jahre war Herekino eine Kleinstadt mit Läden, einem Metzger, einer Tankstelle und Anderem. Nachdem die Straße nach Kaitaia befestigt wurde, mussten diese jedoch bald schließen.

Die Schule von Herekino ist eine koedukative Grundschule mit etwa 60 Schülern.[7]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Kaitāia and district - Te Ara Encyclopedia of New Zealand
  2. Final counts – census night and census usually resident populations, and occupied dwellings - Far North District
  3. Beschreibung der Hokianga, Whangape und Herekino Harbours
  4. a b c W. F. Parkes: The Visitors' Guide to the Far North, Mangonui County 3. Ausg. 1965 S. 14
  5. Te Aupōuri and Te Rarawa - Te Ara Encyclopedia of New Zealand
  6. Fishing, winemaking - Te Ara Encyclopedia of New Zealand
  7. Te Kete Ipurangi, Neuseeländisches Erziehungsministerium