Herforder SV

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Herforder SV
Logo
Voller Name Herforder Sportverein
Borussia Friedenstal
Gegründet 1953
Vereinsfarben rot-schwarz
Stadion Ludwig-Jahn-Stadion
Plätze 18.400
Präsident Birgit Schmidt
Trainer Jürgen Prüfer
Homepage www.herfordersv.de
Liga Bundesliga
2013/14 2. Platz (2. Bundesliga Nord)
Heim
Auswärts

Der Herforder SV, auch Herforder SV Borussia Friedenstal[1] (vollständiger Name: Herforder Sportverein Borussia Friedenstal e.V.) ist ein Fußballverein aus dem Herforder Stadtbereich Friedenstal. Gegründet wurde der Verein im Jahre 1953. Die erste Frauenmannschaft spielt nach dem Aufstieg 2014 in der Bundesliga. Die Vereinsfarben sind schwarz-rot.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1953 wurde in der Gaststätte Böke der HSV Borussia Friedenstal gegründet. Nach einem Gaudispiel entstand im Jahre 1969 unter der Leitung von Fritz Böke und Doris Henschel eine Frauenfußballmannschaft. Erster Trainer wurde Horst Hebrock. Vier Jahre später wurde der offizielle Spielbetrieb aufgenommen. Durch eine Niederlage im letzten Spiel gegen Löhne wurde der Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Rolf Gießelmann übernahm die Mannschaft. Gleichzeitig wurde eine Mädchenmannschaft gegründet.

1975 schaffte man den Aufstieg in die Bezirksliga. Schon drei Jahre später konnte wieder gejubelt werden. Als Vizemeister wurde der Sprung in die Landesliga, damals die höchste Spielklasse, geschafft. 1980 erreichte man das Finale im Westfalenpokal. Gegen den TSV Siegen unterlag man im Elfmeterschießen. Ein Jahr später qualifizierte man sich für die neu gegründete Verbandsliga Westfalen. Auch für die 1985 aus der Taufe gehobene Regionalliga West qualifizierte man sich. Nachdem es bisher nur bergauf gegangen war, gab es nun einen Rückschlag: Aus vereinsinternen Gründen zog man die Mannschaft zurück und machte einen Neuanfang in der Verbandsliga.

Der direkte Wiederaufstieg wurde verpasst. 1989 wurde Birgit Schmidt Spielertrainerin. 1993 konnte endlich der Wiederaufstieg in die Regionalliga unter Dach und Fach gebracht werden. Doch nur zwei Jahre später musste man wieder absteigen. Die folgende Verbandsligasaison wurde ungeschlagen als Meister beendet. Unter der neuen Trainerin Elke Jackisch wurde im Jahre 2000 erstmals der Westfalenpokal gewonnen. Im DFB-Pokal folgte im Achtelfinale das Aus gegen den WSV Wolfsburg. 2001 wurde wieder der Westfalenpokal gewonnen. Wieder war im DFB-Pokal im Achtelfinale Endstation. Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann mit 10:0.

Als 2004 die 2. Frauenfußball-Bundesliga gegründet wurde, war der HSV nicht dabei. Zwei Jahre später wurde man Meister der Regionalliga West und schaffte erstmals den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der ersten Saison belegte die Mannschaft den achten Platz. Höhepunkt war der 1:0-Sieg über den FC Gütersloh 2000. In der darauf folgenden Saison 2007/08 gelang dem Verein dann der Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga der Frauen und damit der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach einem Jahr stieg der Herforder SV jedoch als Vorletzter wieder ab.

In der Saison 2009/10 gewann die Herforder Mannschaft alle elf Spiele der Hinrunde in der 2. Bundesliga Nord und stellte damit einen Rekord im deutschen Bundesliga-Frauenfußball auf.[2] Bereits nach 17 von 22 Spielen sicherte sich der HSV ohne Niederlage den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga[3] und nach 20 Spielen die Meisterschaft.[4] Die Herforderinnen blieben über die gesamte Saison unbesiegt und stellten damit einen weiteren Rekord auf.[5] Nach dem Aufstieg gewannen sie jedoch die gesamte Hinrunde über kein Spiel und holten nur einen Punkt.

Erfolge[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
27 Friederike Abt DeutschlandDeutschland
12 Laura Giuliani ItalienItalien
0? Jennifer Martens DeutschlandDeutschland
22 Florentine Rudloff DeutschlandDeutschland
03 Christina Drewitz DeutschlandDeutschland
0? Kea Eckermann DeutschlandDeutschland
11 Lena Göllner DeutschlandDeutschland
18 Lena Hackmann DeutschlandDeutschland
04 Friederike Schaaf DeutschlandDeutschland
0? Alexa St. Martin Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
08 Anja Barwinsky DeutschlandDeutschland
20 Deniz Harbert DeutschlandDeutschland
10 Merza Julević DeutschlandDeutschlandMontenegroMontenegro
07 Isabelle Knipp DeutschlandDeutschland
09 Lisa Lösch DeutschlandDeutschland
24 Lena Schulte DeutschlandDeutschland
19 Jil Urbas DeutschlandDeutschland
29 Lena Wermelt DeutschlandDeutschland
02 Joana Beckers DeutschlandDeutschland
031 Romina Burgheim DeutschlandDeutschland
0? Mélissa Busque KanadaKanada
06 Kirsten Nesse DeutschlandDeutschland
13 Giustina Ronzetti DeutschlandDeutschland

Zu- und Abgänge zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Mélissa Busque (Seattle Sounders)
Kea Eckermann (BV Cloppenburg)
Merza Julević (vereinslos)
Jennifer Martens (Werder Bremen)
Alexa St. Martin (Georgetown Hoyas)
Laureen Brilka (UALR Trojans)
Orsolya Dencz (Blau-Weiß Hohen Neuendorf)
Desirée Lenz (Karriereende)
Kylla Sjöman (unbekannt)
Sonja Speckmann (unbekannt)

Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Sportliche Heimat ist das Ludwig-Jahn-Stadion in Herford. Das Stadion wurde 1955 gebaut und bietet 18.400 Zuschauern Platz, bei Bundesligaspielen ist das Fassungsvermögen durch Sicherheitsauflagen des DFB auf 5.000 Zuschauer begrenzt.[6] Auf der Haupttribüne gibt es 1.400 überdachte Sitzplätze. Die bisher höchste Zuschauerzahl erreichte der Verein am 17. September 2008, als 2.748 Zuschauer das Bundesligaspiel gegen den 1. FFC Frankfurt sahen.[7]

Weitere Mannschaften[Bearbeiten]

Die zweite Frauenmannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2009 in der Westfalenliga, der vierthöchsten Spielklasse. Die dritte Mannschaft ist 2011 in die Bezirksliga aufgestiegen. Im Nachwuchsbereich hat der Verein vier Mädchenmannschaften. Die B-Juniorinnen, die älteste Jugendmannschaft, wurden 2010 Vizemeister der Regionalliga West sowie Gruppenzweiter in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft[8] und gewannen den Westfalenpokal.[9]

Statistik[Bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal Zuschauerschnitt
1985/86 Regionalliga West 9. 3 7 12 17:47 13:31 nicht qualifiziert
1986/87 Regionalliga West Rückzug vor Saisonbeginn nicht qualifiziert
1993/94 Regionalliga West 8. 8 3 11 34:38 19:25 nicht qualifiziert
1994/95 Regionalliga West 10. 7 6 9 27:41 20:24 nicht qualifiziert
1995/96 Verbandsliga Westfalen 1. nicht bekannt nicht qualifiziert
1996/97 Regionalliga West 4. 12 3 9 39:28 39 nicht qualifiziert
1997/98 Regionalliga West 3. 13 5 4 42:20 44 nicht qualifiziert
1998/99 Regionalliga West 5. 9 2 11 38:44 29 nicht qualifiziert
1999/00 Regionalliga West 5. 11 1 10 37:39 34 nicht qualifiziert
2000/01 Regionalliga West 7. 6 4 10 33:63 22 Achtelfinale
2001/02 Regionalliga West 4. 14 4 6 66:43 46 Achtelfinale
2002/03 Regionalliga West 6. 11 3 10 56:44 36 nicht qualifiziert
2003/04 Regionalliga West 9. 8 3 13 41:48 27 nicht qualifiziert
2004/05 Regionalliga West 4. 12 4 6 64:38 40 nicht qualifiziert
2005/06 Regionalliga West 1. 16 3 3 80:32 51 nicht qualifiziert
2006/07 2. Bundesliga Nord 8. 8 6 8 42:42 30 2. Runde
2007/08 2. Bundesliga Nord 1. 13 5 4 53:33 44 Achtelfinale 374
2008/09 Bundesliga 11. 4 2 16 23:79 14 2. Runde 1.119
2009/10 2. Bundesliga Nord 1. 18 4 0 69:21 58 2. Runde 551
2010/11 Bundesliga 12. 1 2 19 25:80 5 2. Runde 682
2011/12 2. Bundesliga Nord 4. 13 4 5 62:27 43 Achtelfinale
2012/13 2. Bundesliga Nord 2. 15 2 5 62:26 47 Viertelfinale
2013/14 2. Bundesliga Nord 2. 14 5 3 54:18 47 2. Runde
Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hinweise für Medienvertreter
  2. Neue Westfälische, 8. Dezember 2009
  3. womensoccer.de, 14. April 2010
  4. Neue Westfälische, 14. April 2010
  5. Neue Westfälische, 9. Mai 2010
  6. herfordersv.de: Die Vereins-Chronik des Frauenfussballs
  7. dfb.de: Aufbruchstimmung in Herford
  8. Endrunde 2010 auf dfb.de
  9. Herforder SV, 13. Juni 2010

Weblinks[Bearbeiten]

52.1088888888898.6886111111111Koordinaten: 52° 6′ 32″ N, 8° 41′ 19″ O