Heringen (Werra)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Hersfeld-Rotenburg | |
| Höhe: | 221 m ü. NN | |
| Fläche: | 61,18 km² | |
| Einwohner: |
7.470 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 122 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 36266 | |
| Vorwahlen: | 06624, 06674, 06678 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HEF | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 32 009 | |
| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Obere Goethestraße 17 36266 Heringen (Werra) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Ries (WGH) | |
| Lage von Heringen (Werra) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | ||
Heringen (Werra) ist eine Kleinstadt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen, Deutschland, direkt an der Landesgrenze zu Thüringen gelegen. Die nächstgrößeren Städte sind im Westen Bad Hersfeld (28 km), im Nordosten Eisenach (30 km) und im Norden Kassel (80 km).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Stadt liegt an dem Fluss Werra, umgeben von den Ausläufern des Thüringer Waldes, des Seulingswaldes und der Vorderrhön.
Der tiefste Punkt liegt mit 210 m ü. NN in der Werraaue. Der höchste Punkt in der Stadtgemarkung ist der 471 m ü. NN Lehnberg.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn beginnend im Norden sind das die Gemeinden Wildeck, Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra, Philippsthal (Werra) und Friedewald (Hessen).
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadtteile sind neben dem Kernort Heringen die Orte Bengendorf, Herfa, Kleinensee, Leimbach, Lengers, Widdershausen und Wölfershausen
[Bearbeiten] Geschichte
Das erste Mal wird der Ort Heringen im Jahre 1153 erwähnt. Das Kloster Fulda belehnte um das Jahr 1170 den adligen Heinrich von Heringen mit dem Ort. Das Gericht Heringen umfasste im frühen 15. Jahrhundert das heutige Stadtgebiet und die heute thüringischen Orte Vitzeroda, Gasteroda und Abteroda. Diese drei Orte gehören heute zur Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra. Im Jahre 1432 verkaufte Margarethe von Heringen das Gericht an die Landgrafen von Hessen. Damit gehörte Heringen zur Landgrafschaft Hessen. Das Marktrecht wurde dem Ort 1526 verliehen.
Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807-1813) war Heringen Hauptort des Kantons Heringen und Sitz des Friedensgerichts.
Mit dem Bau des Kaliwerks Wintershall (heute K+S AG), das mit der Förderung im Jahre 1903 begann, bekam der Ort die ersten industriellen Arbeitsplätze. Später wurden noch die Kalibergwerke Neu-Heringen und Herfa-Neurode gebaut. Während der letzten Kriegsjahre des Zweiten Weltkriegs wurden in den Stollen des Heringer Bergwerkes die Bibliothek des Reichspatentamts und der Wehrgeologenstellen versteckt. Die letztgenannte Bibliothek ist heute Teil der „US Geological Survey Library“ und ist dort als „Heringen Collection“ gekennzeichnet. In Herfa-Neurode wurde 1972 die erste und größte untertägige Sondermülldeponie der Welt eingerichtet; sie wird bis heute von K+S betrieben.
Das Bergwerk ist heute das größte Kaliabbaugebiet der Welt und hat etwa die Abbaufläche des Großraumes Münchens.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Zwischen 1968 und 1972 wurden oben genannte Orte mit Heringen zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen. Sie bekam 1977 von der Hessischen Landesregierung die Stadtrechte verliehen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Stadtteile | Einwohnerzahl | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | |
| Heringen | 3.402 | 3.558 | 3.637 | 3.631 | 3.603 | 3.623 | 3.594 | 3.604 | 3.607 | 3.525 | 3.516 | 3.501 |
| Bengendorf | 69 | 68 | 68 | 68 | 70 | 72 | 72 | 72 | 73 | 56 | 52 | 51 |
| Herfa | 836 | 880 | 869 | 867 | 853 | 838 | 814 | 798 | 802 | 802 | 779 | 769 |
| Leimbach | 471 | 488 | 511 | 512 | 522 | 504 | 503 | 503 | 501 | 514 | 508 | 494 |
| Lengers | 1.019 | 1.092 | 1.072 | 1.072 | 1.071 | 1.061 | 1.024 | 1.003 | 1.012 | 990 | 970 | 957 |
| Kleinensee | 655 | 726 | 722 | 722 | 726 | 724 | 729 | 721 | 720 | 704 | 710 | 701 |
| Widdershausen | 1.140 | 1.204 | 1.190 | 1.190 | 1.203 | 1.193 | 1.166 | 1.181 | 1.182 | 1.127 | 1.111 | 1.101 |
| Wölfershausen | 1.091 | 1.150 | 1.139 | 1.137 | 1.117 | 1.101 | 1.117 | 1.093 | 1.088 | 1.098 | 1.087 | 1.086 |
| Gesamt | 8.683 | 9.166 | 9.208 | 9.199 | 9.165 | 9.116 | 9.019 | 8.975 | 8.985 | 8.816 | 8.733 | 8.660 |
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| WGH | Wählergruppe Gemeinschaftsliste Heringen | 46,1 | 14 | 35,2 | 11 | 22,3 | 7 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 36,0 | 11 | 40,0 | 12 | 50,1 | 16 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 17,9 | 6 | 24,8 | 8 | 26,5 | 8 |
| gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 51,7 | 59,3 | 64,5 | ||||
[Bearbeiten] Bürgermeister
Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse[2]:
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[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Das Wappen zeigt in blau eine silberne Schräglinkswellenlinie. Vorne silberne gekreuzte Schlägel und Eisen, hinten drei silberne Fische.
Bedeutung: Die Wellenlinie steht für die Werra, die drei Fische entstammen aus dem Wappen der Herren von Heringen. Schlägel und Eisen ist das traditionelle Bergmannssymbol. Es wurde im Jahre 2003 in das Wappen aufgenommen[3], da seit über einhundert Jahren Kalisalze abgebaut werden.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Im Jahr 2007 wurden die Partnerschaftsurkunden mit folgenden Städten unterzeichnet.
- Heringen/Helme in Thüringen
- Odolanów im Powiat Ostrowski (Polen)
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Werra-Kalibergbaumuseum
[Bearbeiten] Bauwerke
- Steinsalz-Abraumhalde „Monte Kali“ (Heringer „Wahrzeichen“)
- Kirchenruine Walterskirche (des vermutlich im 15. Jahrhundert verlassenen Dorfes Waldradeberg)
- Mahnmal Bodesruh (ursprünglich als Mahnmal zur deutschen Teilung errichtete Turmanlage)
- Nachfolgebauten des Ritterguts der Vultejus
- Burg Hornsberg - stauferzeitliche Burganlage auf der Landesgrenze zu Thüringen, nur geringe Reste erhalten
[Bearbeiten] Parks
- Rohrlache und Säulingssee (Feuchtbiotope in der Werraaue)
- Forstbotanischer Garten Herfa
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Wochenmarkt (jeden Donnerstag, vormittags)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Heringen ist an das überregionale Verkehrsnetz über verschiedene Landstraßen angeschlossen. Sie stellen vor allem die Verbindung an die Bundesstraße 62, die südwestlich an der Gemeinde vorbei führt,und die Bundesautobahn 4 her.
Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt durch die ÜWAG Bus GmbH mit der Linie 330 und 331.
Der Personenverkehr der Bahnstrecke Gerstungen–Vacha ist 1981 eingestellt worden. Lediglich der Güterverkehr zwischen Gerstungen und dem Kaliwerk Wintershall und dem Kaliwerk Hattorf in Philippsthal besteht noch.
[Bearbeiten] Forschung/Entwicklung
In Heringen wurde die Erfindung der elektrostatischen Salz-Trennungsanlage (ESTA) erstmals verwirklicht und weiterentwickelt. Im deutschen Kalibergbau konnte nach Untersuchungen und Erfindungen des früheren Bergwerksdirektors Arno Singewald eine völlig neuartige, umweltschonende Aufbereitung der geförderten Salze eingeführt werden: Die Trennung der verschiedenen Salzbestandteile im geförderten Rohsalz erfolgt nicht mehr durch das Ausnutzen unterschiedlicher spezifischer Schwere in einer Flüssigkeit (Flotation), sondern durch Aufspaltung und Sortierung im elektrischen Feld aufgrund unterschiedlicher elektrostatischer Eigenschaften der verschiedenen Salzfraktionen. Durch die ESTA werden salzbelastete Abwässer vermieden. Diese Anlagen, die in den Kaliwerken an der Werra errichtet wurden, sorgten auch dafür, dass in den ehemals (durch DDR-Kaliwerke) völlig versalzenen Fluss wieder Leben einzog.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- K+S Kali GmbH - Kalibergbau (größter Arbeitgeber im Landkreis)
- Schwabenhaus GmbH + Co. KG - Fertighauswerk
- Messer Industriemontagen & Apparatebau GmbH - Rohrleitungs- und Sonderstahlbau
- E.ON Energy from Waste (Müllverbrennungsanlage)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Uwe Bein (* 26. September 1960 in Heringen), Profifußballspieler und Weltmeister von 1990
- Jürgen Gehb (* 9. August 1952 in Heringen), von 1998 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2005 bis 2009 rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Seit 2010 ist er Sprecher des Vorstandes und damit Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
- Michael Roth (* 24. August 1970 in Heringen) ist ein deutscher Politiker der SPD und Mitglied des Deutschen Bundestages.
- Fabian Bäcker (* 28. Mai 1990 in Rotenburg a.d. Fulda) ist ein deutscher Profifußballer und spielt derzeit bei Borussia Mönchengladbach.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Bürgermeisterwahlen in Heringen. Eingesehen am 9 März 2010
- ↑ altes Wappen von Heringen altes Wappen der Stadt, vor 2003
[Bearbeiten] Weblinks
Alheim | Bad Hersfeld | Bebra | Breitenbach a. Herzberg | Cornberg | Friedewald | Hauneck | Haunetal | Heringen (Werra) | Hohenroda | Kirchheim | Ludwigsau | Nentershausen | Neuenstein | Niederaula | Philippsthal (Werra) | Ronshausen | Rotenburg a. d. Fulda | Schenklengsfeld | Wildeck
Bengendorf | Herfa | Heringen | Kleinensee | Leimbach | Lengers | Widdershausen | Wölfershausen
