Heringsdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Heringsdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heringsdorf
Heringsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heringsdorf hervorgehoben
53.95055555555614.1686111111117Koordinaten: 53° 57′ N, 14° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 37,45 km²
Einwohner: 8968 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 239 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 17419 (Seebad Ahlbeck),
17424 (Ostseebad Heringsdorf),
17429 (Seebad Bansin)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 038378
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 049
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kurparkstraße 4
17419 Seebad Ahlbeck
Webpräsenz: www.gemeinde-ostseebad-heringsdorf.de
Bürgermeister: Lars Petersen
Lage der Gemeinde Heringsdorf im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild

Das Ostseebad Heringsdorf ist eine amtsfreie Gemeinde und ein Seebad auf der Insel Usedom, im Landkreis Vorpommern-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern).

Sie ist hervorgegangen aus der Fusion der direkt aneinander angrenzenden Gemeinden Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zur Gemeinde Dreikaiserbäder - und trägt seit 2006 den Namen Ostseebad Heringsdorf. Seit den 1990er Jahren bezeichnen sich die drei Gemeinden als Kaiserbäder.[2]

Mit diesen benachbarten, zusammengewachsenen Badeorten, die sich deshalb im 20. Jahrhundert „Die drei Schwestern“ nannten,[2] und mit dem heute polnischen Seebad Swinemünde ist Heringsdorf über eine Strandpromenade verbunden, welche auf einer Länge von zwölf Kilometern den Strand der vier Seebäder begleitet.[3]

Der feine Sandstrand von Swinemünde über Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zieht sich insgesamt 42 km, durchschnittlich 40 m breit, im weiteren Verlauf bis nach Peenemünde.[4]

Heute ist der Ort geprägt durch sehenswerte Ensembles der Bäderarchitektur, die oftmals Hotels und Ferienwohnungen beherbergen.

Geographie[Bearbeiten]

Karte von Heringsdorf mit den Ortsteilen Ahlbeck und Bansin und dem benachbarten Swinemünde/Świnoujście in Polen.

Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf liegt im Osten der Insel Usedom an der Grenze zum polnischen Inselteil, zwischen der Ostsee im Nordosten, dem Schmollensee und Gothensee im Südwesten und dem Wolgastsee im Süden. Die Geografie der drei Orte wird von ihrer Lage zwischen der Ostsee und den Seen bestimmt. Die bebauten Ortsteile liegen auf einer Höhe von etwa m ü. NN.

Nördlich von Bansin erstreckt sich ein 600 Hektar großes Mischwaldgebiet mit den drei Erhebungen Langer Berg und Platter Berg mit jeweils 54 m ü. NN und dem Schäferberg mit 41 m ü. NN. Südwestlich von Heringsdorf erhebt sich der Präsidentenberg 45 m ü. NN in einem etwa 225 Hektar großen Mischwald. Zwischen der südlichen Gemeindegrenze am Wolgastsee, der Staatsgrenze zu Polen und der Ostsee befindet sich ein weiteres Misch- und Nadelwaldgebiet von 550 Hektar mit der höchsten Erhebung der Gemeinde, dem Zirowberg mit 60 m ü. NN. Direkt südlich des Ortes Ahlbeck erstreckt sich ein 110 Hektar großes Feuchtwiesengebiet mit einer Höhe von 0,1 m ü. NN, das von der Beek in den Gothensee entwässert wird.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:[5]

  • Bansin Dorf
  • Neu Sallenthin
  • Alt Sallenthin
  • Sellin
Blick von der Ahlbecker Seebrücke über den Strand Richtung Heringsdorf und Bansin mit den Seebrücken

Geschichte[Bearbeiten]

Heringsdorf[Bearbeiten]

Gründungsphase

Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 geriet Vorpommern und somit auch die Gemeindegegend unter schwedische Herrschaft, nachdem sie vorher zum Herzogtum Pommern gehörte. Nach dem Frieden von Stockholm vom 1. Februar 1720 wurde die Insel Usedom preußischer Besitz. Nach der Verwaltungsreform 1818 kam die Umgebung zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin.

Georg Bernhard von Bülow (1768–1854) hatte 1817 zusammen mit seinem Bruder das Rittergut Gothen, dessen Ländereien sich bis an die Ostsee erstreckten, aus der Konkursmasse des Mellenthiner Gutes erworben. 1818 ließ er zwischen Ahlbeck und Bansin eine kleine Fischersiedlung mit einer Heringspackerei anlegen. 1820 besuchte König Friedrich Wilhelm III. Swinemünde und wurde auf diese Fischeransiedlung hingewiesen. Darauf besichtigte er den Ort mit seinen Söhnen. Der nicht mehr exakt nachweisbaren Legende nach soll von Bülow den König um einen Namen für die Ansiedlung gebeten haben. Der Kronprinz und spätere König Friedrich Wilhelm IV. schlug den Namen „Heringsdorf“ vor.[6][7]

Georg Bernhard von Bülow ließ als erstes Gästequartier das Weiße Schloss auf dem Kulm bauen

Durch Ausholzung des küstennahen Waldbestandes hatte sich ein reizvoller Blick auf die Ostsee eröffnet. Bülow hatte ab 1818 etwa 50 Morgen seiner Ländereien parzellieren lassen. Außer für die Fischerkolonie wurden Grundstücke für den Bau von repräsentativen Villen verkauft, vornehmlich an Adlige und wohlhabende Berliner, unter denen sich viele jüdische Familien befanden. Georg Bernhard von Bülow selbst ließ drei Logierhäuser, ein Gesellschaftshaus und ein Warmbad errichten. 1825 begann der Badebetrieb mit der Eröffnung des heute Weißes Schloss genannten Logierhauses als erstem Gästequartier auf dem Kulm, einer sandigen Erhebung oberhalb der Küste. Bülow ließ auch die Seebadeanstalt anlegen.[6]

Blüte als Seebad

Zu den prominenten Hausbesitzern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörten der Schriftsteller Willibald Alexis, der Schauspieler Eduard Devrient und der Rechtshistoriker Clemens Klenze.[8] Heinrich Laube schrieb 1837 in seinen Neuen Reisenovellen: „Diese kleine Seebadetablissement nimmt die Ruhesuchenden freundlich auf, hier stört kein Gesellschaftshaus, keine eigentliche Saison, das Meer ist im Gegensatz zu Swinemünde dicht dabei, Poeten, die keine bewegte Welt brauchen, die eine halbe Einsamkeit suchen, ... resigniert habende Mädchen, ... Professoren-Frauen mit vieler Familie, die einer Seewäsche bedarf, Diätiker mit starken Grundsätzen und andre ehrlich Leute, alle die mit einem Worte, welche nicht in Swinemünde oder sonst wo baden wollen, wohnen in Häringsdorf.“[9]

1848 erhielt der Ort eine eigene Kirche. 1851 verkaufte Georg Bernhard von Bülow seinen insgesamt 800 Hektar umfassenden Besitz an Louis von Treskow (1799–1865). Nachdem dieser in die Infrastruktur und Vergrößerung der Badeanstalt investiert hatte, verkaufte er bereits 1856 an Hermann Weichbrodt,[10] von dem 1859 der Reichsgraf von Stolberg-Wernigerode aus dem Haus Peterswaldau[11] Gothen mit Heringsdorf erwarb. Einen Höhepunkt des Fremdenverkehrs war 1866 der Aufenthalt der preußischen Kronprinzessin Victoria mit dreien ihrer Kinder im Weißen Schloss, dem sich ihr Gatte, der Kronprinz Friedrich anschloss. Da im folgenden Jahr die verwitwete Gräfin Stolberg-Wernigerode ihr Haus selber nutzen wollte, wandte sich die königliche Familie für fast drei Jahrzehnte von Heringsdorf ab.[12]

1868 erhielt die Heringsdorfer Badedirektion die Erlaubnis zur Erhebung einer Kurtaxe.[13] 1871 erwarben die Brüder Hugo und Adelbert Delbrück knapp 800 Morgen Wald und Dünengelände am Strand sowie mehrere Häuser aus dem Stolbergschen Erbe. 1872 gründeten sie die Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf, die in den folgenden Jahren für die Wandlung und den Aufschwung Heringsdorfs zum exklusiven Badeort sorgte. Kamen die Badegäste bis dahin vor allem aus der bürgerlichen Mittelschicht, entwickelte sich der Ort jetzt zu einem Anziehungspunkt der politischen und gesellschaftlichen Spitzen. Neben zahlreichen Pensionen und Hotels wurden je eine Damen-, Herren- und Familienbadeanstalt gebaut. Es entstanden unter anderem ein Kurhaus und ein Spielcasino, aber auch kommunale Bauten, wie die Wasserversorgung des gesamten Ortes und später ein eigenes Elektrizitätswerk.[14][15][16]

Bis zur Einführung der „Kreisordnung für die sechs östlichen preußischen Provinzen“ übte der jeweilige Gutsherr von Gothen die Polizeigewalt über Heringsdorf aus.[6] Bei der bis 1874 erfolgten Neueinteilung des Landkreises Usedom-Wollin wurde der Amtsbezirk Heringsdorf gebildet.[17]

Die Seebad Heringsdorf AG ließ von 1891 bis 1893 die Kaiser-Wilhelm-Brücke mit zunächst 400 m langem Seesteg bauen, der 1903 auf fast 500 m verlängert wurde.[18] 1894 wurde die Bahnstrecke Ducherow–Swinemünde bis nach Heringsdorf verlängert. Werner Delbrück, der 1899 für seinen Vater Hugo in den Vorstand der Heringsdorf AG einzog, begründete das Erscheinungsbild des Seebades als Treffpunkt der „Haute-Volée“ und als nobles Szenebad. So wurden 15 Tennisplätze gebaut, auf den internationale Turniere stattfanden. Ab 1906 wurden Pferderennen auf einer eigenen Rennbahn durchgeführt. Mit dem 41 m hohen Bismarckturm auf dem Präsidentenberg erhielt der Ort 1905 ein weiteres Wahrzeichen. Mit Delbrücks Tod 1910 und durch den Ersten Weltkrieg ging die erfolgreiche Zeit der Heringsdorf AG ihrem Ende entgegen. 1921 wurden die Immobilien der AG an die Gemeinde Heringsdorf verkauft.[19]

Zwischenkriegszeit (1918–1939)

Heringsdorf blieb auch nach dem Ende von Erstem Weltkrieg und Kaiserreich ein Seebad der Oberschicht, wenn auch die Besucherzahlen zunächst zurückgingen. Die Gäste kamen nun vor allem aus Kreisen der Hochfinanz, besonders der jüdischen. 1927 wurde mit einer 400 m tiefen Bohrung eine Solequelle erschlossen. Für 1927 wurde Heringsdorf als das deutsche Ostseebad mit den meisten ausländischen Gästen eingeschätzt.[20]

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde 1933 der sozialdemokratische Bürgermeister Walter Haefke abgesetzt. In der Nähe der Rennbahn wurde eine Thingstätte eingerichtet.[20] Während in den 1920er Jahren in den benachbarten Seebädern Ahlbeck und Bansin der Bäder-Antisemitismus immer mehr zunahm, galt Heringsdorf noch bis in die 1930er Jahre als „judenfreundlich“. Nachdem der Landrat Helmut Flörke (NSDAP) vorgeschlagen hatte, Heringsdorf zum „Judenbad“ zu erklären, beschloss die Gemeindevertretung am 21. Juni 1935, „daß Juden im Seebad Heringsdorf unerwünscht sind“. In der Kurordnung wurde ihnen das Baden inner- und außerhalb der Badeanstalten verboten. Schließlich beschlossen die Gemeindevertreter am 16. September 1935, jüdische Hotels und Pensionen weder im Bäderprospekt noch im Wohnungsverzeichnis auszuweisen.[21]

1945–1990

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Insel Usedom am 4. Mai 1945 von der Roten Armee besetzt.[22] Der sowjetische Ortskommandant Nasarow ließ den gesamten Innen- und Promenadenbereich Heringsdorfs absperren und 41 Häuser requirieren, um hier auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) ein Sanatorium für sowjetische Armeeoffiziere einzurichten. 1946 brannte das Strandcasino ab. An dessen Stelle wurde bis 1948 das Kulturhaus mit 700 Plätzen im Theatersaal gebaut. 1950 wurde das Sanatorium aufgelöst und der DDR übergeben, die Heringsdorf zum „Bad der Werktätigen“ bestimmte. Die übergebenen Hotels und Pensionen wurden als Ferienheime vom FDGB oder von Volkseigenen Betrieben übernommen.[23][24]

Von 1945 bis 1952 bildete der nach dem bei Deutschland verbliebene Teil vom Landkreis Usedom-Wollin den Landkreis Usedom, welcher 1952 im Kreis Wolgast im Bezirk Rostock aufging. Im Rahmen der „Aktion Rose“ wurden 1953 weitere Hotel- und Pensionsbesitzer enteignet. Im Kreis Wolgast wurde die Aktion vom Erholungsheim der Volkspolizei in Heringsdorf aus geleitet, wo 80 Polizisten zusammengezogen wurden.[25]

Seit der Wende 1990

Die Gemeinde gehört seit dem Jahr 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1991 wurde der Ortskern mit Hilfe der Städtebauförderung umfassend saniert.

Am 1. Januar 2005 schlossen sich die drei Ostseebadeorte Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zur Gemeinde Dreikaiserbäder zusammen.[26] Am 1. Januar 2006 wurde die Gemeinde in Ostseebad Heringsdorf umbenannt.[27]

Von 1994 bis 2011 gehörte die Gemeinde Heringsdorf zum Landkreis Ostvorpommern, der am 4. September 2011 im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufging.

Strand, Düne und Promenade in Ahlbeck - markanter Ortsteil von Heringsdorf

Ahlbeck[Bearbeiten]

→ Siehe Hauptartikel: Ahlbeck (Heringsdorf)

Ahlbeck leitet seinen Namen von der Aal-Beeke (Aalbach, heute Beek) ab, die den Gothensee und das Thurbruch durch den später verlandeten Parchensee mit der Ostsee verband. Nahe der Mündung befand sich eine Aalkiste, die mit dem Bach in der Lubinschen Karte von 1612 enthalten ist. Die Ahlbecker Seebrücke ist der älteste historische Pier der Ostsee und ein Wahrzeichen der Insel Usedom.

Bansin[Bearbeiten]

→ Siehe Hauptartikel: Bansin

Die älteste bekannte Nennung des früheren Dorfes Bansin stammt aus dem Jahr 1256. Der damalige Name Banzino ist wendischen Ursprungs. Als Seebad wurde es 1897 eigens zu Zwecken des Badebetriebes gegründet. Zu dieser Zeit konnte man bereits von den Vorläufern Swinemünde, Heringsdorf und Ahlbeck lernen und plante von Beginn an den Ort sehr urlauberfreundlich, z.B. durch versetzt angeordnete Villen, die bis in die dritte Reihe Seeblick bieten. Der Ort wuchs schnell und etablierte sich vor allem bei Berliner Gästen als Urlaubsziel erster Wahl.

Heute weist das Seebad ein geschlossenes und aufwändig saniertes Ortsbild in prächtiger Bäderarchitektur auf, das mit Heringsdorf weitgehend verwachsen ist.

Gothen[Bearbeiten]

→ Siehe Hauptartikel: Gothen

Gothen war seit dem 13. Jahrhundert neben Mellenthin ein Hauptgut der auf der Insel Usedom ansässigen adligen Familie von Neuenkirchen. Der Ort Gothen wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.

Neuhof[Bearbeiten]

Neuhof wurde am 1. Januar 1956 nach Heringsdorf eingemeindet.[28]

Historische Ansichten[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Der Gemeindevertretung der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf hat 21 Mitglieder. Die Kommunalwahl vom Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis:[29]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU - 5
InKA (Initiative Kaiserbäder) - 3
BI - 3
HGV - 3
Die Linke - 2
NPD - 2
SPD - 1
AfD - 1
UWG der Kaiserbäder - 1

Bürgermeister[Bearbeiten]

Als Bürgermeister wurde am 25. März 2012 Lars Petersen (parteilos) gewählt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Es bestehen Partnerschaften mit den Städten und Gemeinden Beckum in Nordrhein-Westfalen, Folgaria in Italien, Grodków und Tolkmicko in Polen und La Celle-Saint-Cloud in Frankreich. Gute Kontakte unterhält die Gemeinde Heringsdorf weiterhin zur Insel Djerba in Tunesien und zur Botschaft Marokkos und zur Stadt Swinemünde; ein entsprechender Partnerschaftsvertrag wurde im Fischereimuseum (ehemaliges Rathaus) in Swinemünde unterzeichnet.

Wappen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Heringsdorf verfügt seit dem 19. Mai 2008 über ein eigenes Wappen. Es ist in der Wappenrolle des Landes unter der Nummer 318 registriert.

Blasonierung: „in Blau über drei erniedrigten silbernen Wellenleisten eine goldene Krone.“[5]

Drei silberne Wellenleisten in der unteren Hälfte des blauen Wappenschildes sollen auf die vormaligen Ostseebäder Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf, aber auch auf die Lage der Gemeinde an der Ostsee hinweisen. Im oberen Teil des Wappenschildes soll eine goldene Krone die Schönheit und Eleganz der Ostseebäder sowie ihre herausragende Entwicklung während der Kaiserzeit symbolisieren.

Das von 1905 bis 2004 verwendete Wappen zeigte auf blauem Grund drei silberne Heringe.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge des Ostseebades Heringsdorf ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs Blau - Weiß - Blau gestreift. Die äußeren blauen Streifen nehmen jeweils ein Viertel, der weiße Mittelstreifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnehmend, das Wappen der Gemeinde. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.

Kultur[Bearbeiten]

Kunst und Theater[Bearbeiten]

Seit 1970 wird für Kunstausstellungen, Konzerte und Lesungen der Kunstpavillon Heringsdorf an der Strandpromenade, genutzt. Der von Ulrich Müther entworfene und gebaute Rundbau ist heute ein Ausstellungsort mit einem Programm aus Konzerten, Lesungen oder der alljährlichen Kunstauktion.

Das Theaterzelt Chapeau Rouge der Vorpommerschen Landesbühne Anklam zeigt alljährlich im Sommerhalbjahr seit 1991 klassische und zeitgenössische Stücke.[30]

Museen[Bearbeiten]

Villa Irmgard in Heringsdorf mit Maxim-Gorki-Museum

Im Bahnhof Heringsdorf befindet sich ein Eisenbahnmuseum und in den Bahnhöfen Ahlbeck und Heringsdorf historische Eisenbahnfahrzeuge. In Heringsdorf befinden sich das private Muschelmuseum sowie die Villa Irmgard. Sie ist ein ehemaliges Gästehaus, in dem neben anderen prominenten Gästen 1922 Maxim Gorki den Sommer verbrachte. Die Villa wurde als Heimatmuseum und Gedenkstätte für Gorki eingerichtet. Sie dient auch für Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen.

In Bansin wurde das frühere Feuerwehrgebäude zum Hans-Werner-Richter-Haus umgestaltet. Darin befindet sich die Ausstattung von Richters früherem Arbeitszimmer. Auch an Carola Stern wird in diesem Gebäude mit ihrem Arbeitsraum erinnert. Ein Veranstaltungsraum im Obergeschoss wird wegen seiner Ausstattung mit grafischen Arbeiten des Literatur-Nobelpreisträgers, Schriftstellers, Malers und Bildhauers Günter Grass aus dem Besitz Richters als Günter-Grass-Raum bezeichnet.

Volkssternwarte[Bearbeiten]

Sternwarte »Manfred von Ardenne«

Im Jahre 1960 initiierte der Physiker sowie Rundfunk- und Fernsehpionier Manfred von Ardenne den Bau einer Volkssternwarte auf der Düne östlich der Seebrücke in Heringsdorf und machte der Gemeinde hierfür ein 25-cm-Spiegelteleskop zum Geschenk. Die Sternwarte trägt seither als Volkssternwarte „Manfred von Ardenne“ seinen Namen. Das Gebäude der Sternwarte weist ein zweiteiliges Satteldach auf, dessen beide Hälften bei Bedarf nach außen verschoben werden können, wodurch dann der Nachthimmel über dem Teleskop freigegeben wird. In den Monaten Juni bis August werden hier Führungen mit Himmelsbeobachtung und Vorträge angeboten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Heringsdorf

Bekannt wurden die Ortsteile von Heringsdorf insbesondere durch ihre Seebrücken, die aufwändig gestalteten Hotel- und Villenbauten in Bäderarchitektur und den durchgehenden Sandstrand.

Seebrücken[Bearbeiten]

Zwischen den Seebrücken auf Usedom verkehren die Adler-Schiffe regelmäßig und transportieren Fahrgäste von Seebad zu Seebad.

Ahlbeck

Die Seebrücke Ahlbeck wurde 1899 mit einem 280 m ins Meer reichenden Seesteg in gründerzeitlicher Architektur errichtet und 1993 erneuert, wobei historische Bausubstanz wiederhergestellt wurde. Auf dem Platz vor der Seebrücke steht eine Jugendstiluhr von 1911 mit Girlanden-Ornamentik. Die Seebrücke diente in Loriots Film Pappa ante portas als Kulisse.

Heringsdorf

Die Seebrücke Heringsdorf ist mit 508 Metern die längste Seebrücke Deutschlands. Der Bau wurde am 23. März 1994 begonnen, die Eröffnung fand vom 3. bis 5. Juni 1995 statt. Die ursprüngliche Kaiser-Wilhelm-Brücke wurde 1953 und 1958 durch Brandstiftung vernichtet. Ihr „Landgebäude“ beherbergt eine Reihe von Geschäften, eine Pizzeria und im Obergeschoss mehrere Appartements. Über einen durch eine Glaswand vor Regen und Sturm geschützten Steg gelangt der Besucher zum pyramidenförmigen, nachts illuminierten „Brückengebäude“, in dem zwei Restaurants Platz gefunden haben.

Bansin

Die Seebrücke von Bansin ist ein Seesteg ohne Land- und Brückengebäude, mit einer Länge von 285 m, der über den ca. 50 m breiten Sandstrand ins Meer führt.

Bäderarchitektur[Bearbeiten]

Ahlbeck

Ahlbeck besitzt sowohl an der Promenade als auch entlang der parallel zur Strandpromenade verlaufenden Dünenstraße gut erhaltene repräsentative Bauten im Stil der Bäderarchitektur. Seit 1991 wurde der Ortskern mit seinen zahllosen Bädervillen mit Hilfe der Städtebauförderung umfassend saniert.

In der Bansiner Bergstraße gibt es viele prächtige Bädervillen (Villa Sommerfreude, Nummer 21). Durch die erhöhte Lage und die versetzte Bauweise genießen auch die Häuser in der zweiten und dritten Reihe Ostseeblick.
Bansin

Die nach der Wende 1990 restaurierten – zumeist weißen – Villen aus dem 19. Jahrhundert entlang der Strandpromenade (Bergstraße) mit ihren typischen architektonischen Komponenten sind durchweg wieder Hotels oder Ferienwohnungen.

Heringsdorf
Villa Oechsler in Heringsdorf, früher Haus Berthold, von 1883 (mit Mosaik von Antonio Salviati)

Das älteste erhaltene Heringsdorfer Gebäude ist das 1825 als Bülowsches Logierhaus nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtete Weiße Schloss. Die Bebauung Heringsdorfs mit Villen und Nutzbauten konzentrierte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts um den bewaldeten sandigen Hügel des Kulm sowie um den Bereich des Ortes Neukrug.[31] Georg Bernhard von Bülow ließ am Kulm weitere Gästehäuser, wie das heute Villa Achterkerke genannte, sowie ein Gesellschaftshaus errichten.

Renommierte Architekten wie Hermann von der Hude und Julius Hennicke ergänzten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die bisher nur auf Sommeraufenthalte ausgelegte Bäderarchitektur um repräsentative historistische Bauten, ähnlich den Berliner Villenvororten.[32]

An der Strandpromenade befinden sich zahlreiche Bädervillen, die oftmals eine wechselvolle Geschichte hinter sich haben. In der Villa Oppenheim beispielsweise residierte Lyonel Feininger 1909 bis 1912. Direkt daneben stand bis 1994 die Villa Delbrück, die sich Geheimrat Hugo Delbrück, der Gründer der „Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf“ (1872) bauen ließ. Der nächste Bau, die Villa Diana, hat so unterschiedliche Gäste wie Hans von Bleichröder, Hermann Göring sowie zu DDR-Zeiten den FDGB-Vorstand Harry Tisch erlebt. Nur wenige Schritte entfernt findet sich die Villa Augusta - hier verbrachte der Maler Bernard Schultze die Sommer seiner Kindheit. Im Garten der Villa Staudt befindet sich eine bei Howaldt in Braunschweig gefertigte Büste Kaiser Wilhelms I. Sein Enkel, Kaiser Wilhelm II., wurde im Haus der Konsulwitwe Elisabeth Staudt mehrmals zum Tee empfangen. Die Villa Oechsler, die der Berliner Kommerzienrat Hermann Berthold 1883 in der heutigen Delbrückstraße 5 bauen ließ, ist wegen ihres Glasmosaiks von Antonio Salviati von kunsthistorischer Bedeutung. In der Villa hatte nach 1945 die sowjetische Besatzungsmacht ihre Kommandantur; in der DDR-Zeit diente sie als Gemeindebibliothek.

Vergleichbar sehenswert sind auch die Villen abseits der Strandpromenade. In der Villa Irmgard außerhalb des Zentrums versuchte Maxim Gorki 1922 seine Lungentuberkulose zu kurieren.


Kirchen[Bearbeiten]

In den Ostseebädern wurden die Kirchen eher etwas abseits des Zentrums in Waldstücken errichtet. Die Badegäste sollten möglichst wenig vorfinden, was sie an den Alltag in ihren Heimatorten erinnerte. Die Kirchen von Heringsdorf und Ahlbeck wurden im 19. Jahrhundert gebaut, als der Tourismus in den Orten zunahm.

In Heringsdorf wurde die evangelische Kirche im Walde von dem Schinkel-Schüler Ludwig Persius entworfen und als Saalkirche im Stil der Neogotik 1848 fertiggestellt. Die Ahlbecker Kirche, ebenfalls eine historistische Saalkirche, wurde auf Betreiben des Lehrers und Kantors Johann Koch gebaut und 1895 fertiggestellt. Die Bansiner Waldkirche wurde 1939 vollendet.

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Als Naturdenkmale sind die in Norddeutschland seltenen Douglasien, die an der Promenade Heringsdorf als exotische Bäume gepflanzt wurden, registriert. Auch der Findling in Richtung Gothen gehört zu den geschützten Geothopen.

Vom Sieben-Seen-Berg in Neu-Sallenthin bietet sich der Rundblick über die Gewässer (Ostsee, Gothensee, Kachliner See, Großer Krebssee, Kleiner Krebssee, Schmollensee, Achterwasser und Schloonsee). Über Sallenthin und Sellin gelangt man auf den Wanderweg um den Schmollensee, der durch bewaldete Höhen und Niederungen führt.

Grenze an der Strandpromenade zwischen Ahlbeck und Swinemünde

Grenze zu Polen[Bearbeiten]

Zwei Kilometer östlich von Ahlbeck verläuft seit 1945 die Grenze zu Polen. Vor 1990 war die Grenze noch mit einem dreifachen Zaun und Wachturm versehen. Nach der Wende führte bis Anfang 2007 ein nur für Fußgänger, Radfahrer und Reisebusse vorbehaltener Grenzübergang nach Swinemünde. Seit Dezember 2007 ist nun auch dieser Grenzübergang für jeglichen Verkehr (außer LKWs) geöffnet. 2011 wurde mit Fertigstellung der Promenade von Bansin bis Swinemünde an der ehemaligen Grenzstelle ein Denkmal mit Nebeneinrichtungen eröffnet.

Baudenkmale[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Heringsdorf

Wirtschaft[Bearbeiten]

Von überragender Bedeutung ist der Fremdenverkehr. Auf dem Gebiet der Gemeinde Heringsdorf befindet sich eine große Anzahl von Beherbergungs- und gastronomischen Betrieben sowie Rehabilitationseinrichtungen. In den im Jahr 2008 statistisch erfassten 187 Beherbergungsbetrieben von Heringsdorf übernachteten in 13.734 Betten 441.192 Gäste.[33]

Die Ostseetherme in Ahlbeck mit dem Aussichtsturm ist ein wichtiger Bestandteil der ganzjährigen Nutzung der Erholungsorte der Umgebung.

In Heringsdorf befindet sich der Sitz der Usedomer Bäderbahn. Des Weiteren ist in Heringsdorf die älteste Strandkorbfabrik Deutschlands ansässig.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Heringsdorf, 1894/1911 erbaut
Eisenbahn

Die Gemeinde besitzt in Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck insgesamt sechs Bahnhöfe und Haltepunkte der UBB (Usedomer Bäderbahn), unter anderem den Bahnhof Heringsdorf, den als Kopfbahnhof konzipierten größten Bahnhof der Insel, und den neben dem Grenzübergang zu Polen gelegenen ehemaligen Streckenendpunkt Ahlbeck Grenze. Das Bahnnetz wurde seit dem 21. September 2008 um eine Endhaltestelle am Zentrum von Swinemünde erweitert.

Busverkehr

Den öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße betreibt im deutschen Teil die OstseeBus GmbH. Die Gemeinde Heringsdorf ist durch Linienbusse mit der Stadt Usedom im Hinterland der Insel und der Stadt Anklam verbunden. Über zwei Grenzübergänge bei Ahlbeck und Garz bestehen Verbindungen ins polnische Swinemünde.

Straße

Durch das Gemeindegebiet führt die Landesstraße 266, die bis zur Änderung des Verlaufs Teilstück der Bundesstraße 111 war. Sie verbindet das zwei Kilometer entfernte polnische Swinemünde mit den deutschen Seebädern. Es gibt viele Radwege in der Umgebung, unter anderem auch die mit dem Rad befahrbare 12 Kilometer lange Promenade durch die vier Ostseebäder.

Flugverkehr
Anflug auf den Flughafen Heringsdorf

Etwa 15 Kilometer entfernt bei Garz im Usedomer Hinterland befindet sich der Flughafen Heringsdorf, der auch für Flugzeuge des Typs Airbus A320 erreichbar ist.

Zum Flugangebot zählen innerdeutsche Linienflüge, Charterflüge zu ausländischen Zielen für Urlauber und Geschäftsreisende sowie Rundflüge in der Region. Ab Mai 2014 werden u.a. Flüge von und nach Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Dortmund, Köln/Bonn, München, Warschau, Wien, Zürich und Bern angeboten.

Schifffahrt

Von den Seebrücken Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck aus fahren Seebäderschiffe bis nach Swinemünde und Misdroy in Polen. Die Fahrten werden durch die Adler-Schiffe durchgeführt.

Sportvereine[Bearbeiten]

  • Heringsdorfer Sportverein Blau-Weiß 90
  • HSV Insel Usedom: Handballverein (ehemals HSV Blau-Weiß Insel Usedom)
  • Radsportverein Seebad Ahlbeck
  • Schützenverein Neppermin Am Achterwasser
  • Sportgemeinschaft Medizin Bansin
  • Sportverein (SV) Eintracht Ahlbeck 48: Fußball, Volleyball, Kegeln, Damengymnastik
  • Tennis-Club „Blau-Weiß“ Seebad Ahlbeck
  • Roll- & Eissportverein Insel Usedom e. V. (Schamasen)
  • Schützengilde von 1860 e. V. Sallenthin

FC Insel Usedom Fußballverein

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Ahlbeck
Heringsdorf
Neu Sallenthin

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 31. Juli 2010 wurde ICE-Triebfahrzeug 5505 auf den Namen der Gemeinde getauft. Seither trägt er das Gemeindewappen sowie den Schriftzug Ostseebad Heringsdorf. Die Taufzeremonie fand im Heringsdorfer Bahnhof statt. Der Zug verkehrt zwischen Berlin, Hamburg und Kopenhagen/Aarhus sowie innerhalb Dänemarks zwischen Nyköbing und Kopenhagen. Auf der Insel Usedom bestehen keine ICE-Linien.[34]

Zur Fußball-Europameisterschaft 2012 hatte das ZDF in Heringsdorf die "EM-Zentrale".

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heringsdorf (Usedom) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Bernd Wurlitzer: Mecklenburg-Vorpommern. Von der Ostseeküste mit ihren Hansestädten und den Inseln Rügen und Usedom bis zur Seenplatte. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 1996 (8. Auflage 2011), ISBN 978-3-7701-3849-4, S. 305.
  3. Usedoms Europapromenade: Insel eröffnet grenzüberschreitende, klimaneutrale längste Strandpromenade Europas
  4. usedom.de
  5. a b Hauptsatzung der Gemeinde Heringsdorf
  6. a b c Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil II, Band 1, Anklam 1865, S. 473 (Online)
  7. Dirk Schleinert: Die Geschichte der Insel Usedom. Hinstorff Verlag, Rostock 2005, ISBN 3-356-01081-6, S. 130.
  8. Wilhelm Ferdinand Gadebusch: Chronik der Insel Usedom. W. Dietze, Anklam 1863, S. 211 (Google Books).
  9. Heinrich Laube: Neue Reisenovellen. Bd. 1, Heinrich Hoff, Mannheim 1837, S. 78–79 (Google Books).
  10. Gothen, Heringsdorf, Ahlbeck (1851–1856). Familienverband der Familie v. Treskow, abgerufen am 5. Januar 2014.
  11. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. 2. Teil, Bd. 1, Dietze, Anklam 1865, S. 475 (Google Books).
  12. Eckhard Oberdörfer: Vorpommern-Greifswald. Ein Reise- und Lesebuch. Edition Temmen, Bremen 2013, ISBN 978-3-8378-3002-6, S. 208.
  13. Albert Weiß: Die Ostsee-Badeorte des Regierungsbezirks Stettin. Mitzlaff, Rudolstadt 1881, S. 70f.
  14. Gunther Heinickel: Berlin am Meer. Der historische Ostseetourismus zwischen Berlin und Usedom. In: Michael Hascher: Unterwegs und mobil. Verkehrswelten im Museum. Campus, Frankfurt/Main 2005, ISBN 3-593-37251-7, S. 180.
  15. Eckhard Oberdörfer: Vorpommern-Greifswald. Ein Reise- und Lesebuch. Edition Temmen, Bremen 2013, ISBN 978-3-8378-3002-6, S. 205.
  16. Fritz Spalink: Heringsdorfer Geschichten. Geschichten und Geschichte rund um das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Werner Molik (Hrsg), Heringsdorf 2011, S. 36 (Digitalisat, PDF).
  17. Robert Burkhardt: Chronik der Insel Usedom. 3. Abschnitt: Seit der Reformation. Fritzsche, Stettin 1912, S. 208.
  18. Fritz Spalink: Heringsdorfer Geschichten. Geschichten und Geschichte rund um das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Werner Molik (Hrsg), Heringsdorf 2011, S. 41–46 (Digitalisat, PDF).
  19. Fritz Spalink: Heringsdorfer Geschichten. Geschichten und Geschichte rund um das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Werner Molik (Hrsg), Heringsdorf 2011, S. 50–51 (Digitalisat, PDF).
  20. a b Eckhard Oberdörfer: Vorpommern-Greifswald. Ein Reise- und Lesebuch. Edition Temmen, Bremen 2013, ISBN 978-3-8378-3002-6, S. 206.
  21. Wolfgang Wilhelmus: Geschichte der Juden in Pommern. Ingo Koch Verlag, 2004, ISBN 3-937179-41-0, S. 171–173.
  22. Dirk Schleinert: Die Geschichte der Insel Usedom. Hinstorff Verlag, Rostock 2005, ISBN 3-356-01081-6, S. 147.
  23. Fritz Spalink: Heringsdorfer Geschichten. Geschichten und Geschichte rund um das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Werner Molik (Hrsg), Heringsdorf 2011, S. 69–74 (Digitalisat, PDF).
  24. Eckhard Oberdörfer: Vorpommern-Greifswald. Ein Reise- und Lesebuch. Edition Temmen, Bremen 2013, ISBN 978-3-8378-3002-6, S. 207–209.
  25. Dirk Schleinert: Die Geschichte der Insel Usedom. Hinstorff Verlag, Rostock 2005, ISBN 3-356-01081-6, S. 165.
  26. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2005
  27. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2006
  28.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  29. Gemeindevertreter im Ostseebad Heringsdorf
  30. http://www.chapeau-rouge.de/index.php?id=3420, abgerufen am 25. Mai 2012.
  31. Fritz Spalink: Heringsdorfer Geschichten. Geschichten und Geschichte rund um das Seebad Heringsdorf auf der Insel Usedom. Werner Molik (Hrsg), Heringsdorf 2011, S. 22 (Digitalisat, PDF).
  32. Gunther Heinickel: Berlin am Meer. Der historische Ostseetourismus zwischen Berlin und Usedom. In: Michael Hascher: Unterwegs und mobil. Verkehrswelten im Museum. Campus, Frankfurt/Main 2005, ISBN 3-593-37251-7, S. 180.
  33. Datenbank SIS des Statistischen Amtes von MV
  34. ICE-Zugtaufe am 31. Juli 2010 im Ostseebad Heringsdorf