Herisau

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Herisau
Wappen von Herisau
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Appenzell Ausserrhoden
Bezirk: Hinterlandw
Gemeindenummer: 3001i1f3f4
Postleitzahl: 9100
UN/LOCODE: CH HSA
Koordinaten: 738029 / 24966347.3833299.266671745Koordinaten: 47° 23′ 0″ N, 9° 16′ 0″ O; CH1903: 738029 / 249663
Höhe: 745 m ü. M.
Fläche: 25.17 km²
Einwohner: i15'236 (31. Dezember 2010)[1]
Website: www.herisau.ch
Blick auf Herisau

Blick auf Herisau

Karte
Kanton Appenzell Innerrhoden Kanton Appenzell Innerrhoden Kanton St. Gallen Kanton St. Gallen Bezirk Mittelland Bezirk Vorderland Herisau Hundwil Schönengrund Schwellbrunn Stein AR Urnäsch WaldstattKarte von Herisau
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Herisau ist eine politische Gemeinde im Hinterland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Sie ist ausserdem Sitz des Kantonsparlaments und der Kantonsregierung von Appenzell Ausserrhoden und somit Hauptort des Kantons.

Herisau wurde zur Alpenstadt des Jahres 2003 gekürt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Hinterländer Gemeinde Herisau liegt etwas südlich von St. Gallen an der Glatt, am Jakobsweg von Rorschach nach Einsiedeln.

Nachbargemeinden von Herisau sind St. Gallen, Stein, Hundwil, Waldstatt, Schwellbrunn, Degersheim, Flawil und Gossau.

[Bearbeiten] Geschichte

Herisau wurde 837 erstmals erwähnt. Die Gegend gehörte zum Kloster Sankt Gallen. Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert wurden auf dem Gebiet um Herisau drei Burgen (Urstein, Rosenberg und Rosenburg) durch die Herren von Rorschach (Rosenberg) errichtet.[2] Von diesen drei Festungsanlagen existieren heute nur noch Ruinen. Die ehemalige Rosenburg oberhalb vom Ortsteil Ramsen wird heute Ruine Ramsenburg genannt, ihre Überreste wurden 1937 restauriert.

In den Appenzellerkriegen löste sich der Ort 1433 von Sankt Gallen. Während der Reformation wurde Herisau reformiert und deshalb im Rahmen der Landteilung Teil von Appenzell Ausserrhoden. Hauptort war zunächst Trogen. Herisau erhielt Teile dieser Funktion erst 1877.

1648 trennte sich Schwellbrunn und 1719 auch Waldstatt von Herisau.

[Bearbeiten] Kantonsverwaltung

Der Regierungsrat und der Kantonsrat haben ihren Sitz in Herisau. Obwohl der Kanton Appenzell Ausserrhoden laut Kantonsverfassung keinen Kantonshauptort kennt, teilen sich diesen Status de facto Trogen (Sitz der Judikative und des Polizeiwesens) und Herisau (Sitz der Legislative und der Exekutive).

Herisau um 1900

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkern. Da Herisau ein Marktflecken war, erinnert dieser Ortsteil an eine Altstadt.
  • Reformierte Pfarrkirche St. Laurentius (erbaut 1516–1520, spätgotisch, barocke Glocke aus dem ehemaligen Kloster Salem)
  • Das aus einer alten Mühle hervorgegangene und 1778 zur Textildruckerei erweiterte Schwarze Haus ist ein frühes Industriedenkmal. Heute dient es als Wohnhaus.
  • Der Weiler Schwänberg gilt als die älteste Siedlung des Appenzellerlandes. Sehenswert ist beispielsweise das so genannte alte Rathaus - das Wohnhaus eines Söldnerhauptmanns aus dem Dreissigjährigen Krieg.

Einige Gebäude im Ortskern und auf dem übrigen Gemeindegebiet von Herisau (vergl. Weiler Schwänberg) sind auf der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Herisau, historisches Zentrum (2011)

[Bearbeiten] Wirtschaft

Wegen der ausreichend vorhandenen Wasserkraft wurde das Appenzellerland schon früh industrialisiert und einige bedeutende Firmen (u. a. die Huber+Suhner AG oder die Metrohm AG) haben ihren Sitz in Herisau.

Eisenbahnbrücke der Südostbahn

[Bearbeiten] Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1980 14'160
2000 15'882
2010 15'236

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Peter Witschi: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 668: Das Schwarze Haus am Glattbach, ein Herisauer Industriedenkmal, Bern 1999, ISBN 3-85782-668-1

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Herisau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
  2. Herisau; 1 Bis zu den Appenzellerkriegen. HLS, abgerufen am 10. Oktober 2011.
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