Herkulesturm

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Der Herkulesturm

Der Herkulesturm (span. und gal. Torre de Hércules) ist ein römischer Leuchtturm aus dem 2. Jahrhundert in A Coruña, Galicien (Nordwestspanien), und ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Stadtwappen von A Coruña (lat. Brigantium) zeigt sieben Muschelschalen – als Hinweis auf den heiligen Jakobus – und einen Turm, den Leuchtturm der Stadt in alter Ansicht.

Wappen von A Coruña

Der Herkulesturm weist Seeleuten seit der Zeit Kaiser Traianus im frühen 2. Jahrhundert (um 110) ihren Weg. Der Basiseckstein weist die Weiheinschrift MARTI AUG. SACR C. SEVIVS LUPUS ARCHTECTUS AEMINIENSIS LVSITANVS.EX.VO an den Gott Mars auf, was den Originalturm dem Architekten Gaius Sevius Lupus aus Aeminia (antike Römerstadt, heute Coimbra, Portugal) zuordnen lässt. Älteste überlieferte Erwähnung des Leuchtturms stammt von Paulus Orosius in Historiae adversum Paganos (Geschichten gegen die Heiden), ca. 415–417:

“Secundus angulus circium intendit, ubi Brigantia Gallaeciae civitas sita altissimum farum et inter pauca memorandi operis ad speculam Britanniae erigit”
(„Der zweite Winkel der Umsegelung [Spaniens] zeigt an, wo die galicische Stadt Brigantium liegt und einen sehr hohen Leuchtturm unter den wenigen erwähnenswerten Bauwerken errichtet hat, zur Betrachtung Britanniens.“)

Unter dem spanischen König Karl IV. wurde der Turm 1788–1791 von Eustaquio Giannini (1750–1814) restauriert. Dabei erhielt der Turm eine klassizistische Umhüllung. Er ist der weltweit älteste noch in Betrieb stehende Leuchtturm, ist 68 m hoch und steht auf einer Höhe von 112 Metern über dem Meeresspiegel. Für Ausblicke auf den Atlantik muss man 242 Stufen hinaufsteigen.

Etwa zwei Kilometer südlich befindet sich der Hafen A Coruña. Seit Ende Juni 2009 ist der Herkulesturm UNESCO-Welterbe[1].

Legende[Bearbeiten]

Der Herkulesturm mit einer Statue des galicischen Königs Breogán im Vordergrund

Der Legende nach soll er aus einem Felsen entstanden sein, auf dem Herkules mit dem Riesen Geryon drei Tage und drei Nächte gekämpft hat. Herkules gewann den Kampf und aus Dankbarkeit wurde dann aus dem Felsen der Leuchtturm gebaut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herkulesturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der UNESCO, (in engl. Sprache), 27. Juni 2009

43.385833333333-8.4066666666667112Koordinaten: 43° 23′ 9″ N, 8° 24′ 24″ W