Herleshausen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Werra-Meißner-Kreis | |
| Höhe: | 363 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,52 km² | |
| Einwohner: |
2929 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 49 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 37293 | |
| Vorwahl: | 05654 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ESW | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 36 005 | |
| LOCODE: | DE HHA | |
| Gemeindegliederung: | 11 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstraße 15 37293 Herleshausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Burkhard Scheld (Parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Herleshausen im Werra-Meißner-Kreis | ||
Herleshausen ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Hessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Herleshausen liegt nördlich eines Abschnitts der Grenze zu Thüringen in dem waldreichen Gebiet zwischen Ringgau im Nordwesten und Thüringer Wald mit dem Naturpark Thüringer Wald im Südosten. Nach Süden wird das Gemeindegebiet durch den Flusslauf der Werra begrenzt.
Herleshausen grenzt an das Gebiet der kreisfreien thüringischen Stadt Eisenach, deren Kernstadt etwa 10 km ost-südöstlich liegt. Bis zur Kreisstadt Eschwege sind es in Richtung Nord-Nordwesten rund 22 km und bis nach Kassel (nächste Großstadt) nach Nordwesten zirka 60 km (Entfernungen jeweils Luftlinie).
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Herleshausen grenzt im Norden an die Gemeinden Ringgau (Werra-Meißner-Kreis) und Ifta (Wartburgkreis in Thüringen), im Osten an die Stadt Creuzburg und die Gemeinde Krauthausen (beide im Wartburgkreis), im Südosten an den Stadtteil Wartha-Göringen der Stadt Eisenach, im Süden an die Gemeinde Gerstungen (Wartburgkreis) sowie im Westen an die Stadt Sontra (Werra-Meißner-Kreis).
Gliederung [Bearbeiten]
Die Gemeinde besteht aus den elf Ortsteilen Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Frauenborn, Herleshausen, Holzhausen, Nesselröden, Markershausen, Unhausen, Willershausen und Wommen.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bei der Bürgermeisterwahl am 17. Juni 2012 wurde Burkhard Scheld (parteilos für die SPD) mit 54,3 % der Stimmen zum Nachfolger des langjährig amtierenden Bürgermeisters Helmut Schmidt (SPD) gewählt.[2]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 40,7 | 6 | 49,1 | 9 | 53,3 | 10 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 34,7 | 5 | 32,4 | 6 | 30,7 | 6 |
| WSRG | Wählergemeinschaft Südringgau | 24,6 | 4 | 18,5 | 4 | 16,0 | 3 |
| Gesamt | 100,0 | 15 | 100,0 | 19 | 100,0 | 19 | |
| Wahlbeteiligung in % | 60,0 | 65,0 | 66,9 | ||||
Interkommunale Zusammenarbeit [Bearbeiten]
Zusammen mit den Nachbargemeinden Sontra (Werra-Meißner-Kreis) und Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) wurde am 14. Oktober 2006 der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit gegründet. Hieraus entwickelt sich eine enge Kooperation dieser drei Gemeinden mit teilweise bereits übergeordneter Erledigung in Eigenverantwortung von gemeinsamen Aufgaben aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur (Bildung), Freizeitgestaltung (Tourismus) und Landwirtschaft.
Partnerschaften [Bearbeiten]
Herleshausen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur französischen Gemeinde Cléder in der Bretagne und zum unmittelbar angrenzenden thüringischen Ort Lauchröden, einem Ortsteil von Gerstungen.
Geschichte [Bearbeiten]
Herleshausen wurde im Jahre 1019 erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. In dieser Urkunde wurde der Ort dem Kloster Kaufungen übereignet, unter dessen Verwaltung das Dorf bis zur Säkularisation der hessischen Klöster im Jahre 1521 verblieb. Danach kam es an die Landgrafen von Hessen-Kassel, die es als Lehensgut an die Familien Reckeroth und Wersebe weiter gaben.
Rudolf von Reckeroth errichtete als erster Lehnsherr ein Schloss; ihm folgte die Familie von Wersebe. Ende des 17. Jahrhunderts übernahm Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal Schloss und Gut und erhielt beides später von seinem Bruder, Landgraf Carl, als Schenkung.
Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Herleshausen nach dem Zweiten Weltkrieg, als hier mit dem Grenzübergang Wartha/Herleshausen einer der wenigen mit Auto zu passierenden Grenzübergänge in die DDR eingerichtet wurde. Am 16. Januar 1956 traf im Bahnhof Herleshausen der letzte Eisenbahntransport mit 602 Spätheimkehrern aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft ein.
Am 1. Dezember 1970 erfolgte der freiwillige Zusammenschluss der elf Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Frauenborn, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen zur Großgemeinde Herleshausen mit damals 3696 Einwohnern.[4] 40 Jahre später ist die Einwohnerzahl auf weniger als 3.000 gesunken.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen zeigt im roten Schild eine silberne, zu beiden Seiten in spitzbedachten silbernen Rundtürmen endende Zinnenmauer mit goldenem geschlossenem Tor, die von einem Turm mit doppelter welscher Haube überragt wird (Burgkirche).
Die Zinnen symbolisieren die ehemalige Wehrmauer um den Herleshäuser Kirchhof, der überragt wird vom Chorturm der um 1300 ursprünglich erbauten Wehrkirche, der heutigen Pfarrkirche. Die Farben Rot und Weiß sind die hessischen Landesfarben. Genehmigt wurde das Wappen 1984 vom Hessischen Innenministerium.
Bauwerke [Bearbeiten]
Schloss Augustenau [Bearbeiten]
Nach der Einführung der Reformation und der Säkularisation der Klöster in Hessen gab Landgraf Philipp der Großmütige das Gut Herleshausen seinem Truppenführer Georg von Reckrodt zum Lehen, der sich dort im Jahr 1539 das Schloss „Steinstock“ baute. Nach Reckrodts Tod 1558 folgten ihm als Lehnsmannen die von Wersabe, welche die Anlage durch den Anbau von zwei Flügeln vergrößerten. Als die Wersabes 1678 im Mannesstamm ausstarben, fielen Schloss und Gut Herleshausen als erledigtes Lehen an Landgraf Karl von Hessen-Kassel zurück, der es seinem Bruder Philipp zunächst als Lehen und später zum Eigentum übertrug. Seitdem sind Schloss und Gut im Besitz der Familie Hessen-Philippsthal-Barchfeld. 1821 erhielt das Schloss den Namen „Augustenau“, nach der früh verstorbenen Gemahlin des Landgrafen Carl, Auguste von Hohenlohe-Ingelfingen.
Kriegsgräberstätte Herleshausen [Bearbeiten]
In der Herleshausener Kriegsgräberstätte liegen 1.593 meist sowjetische Kriegsgefangene begraben, die vor allem im ehemaligen Stalag IX B an der Straße nach Frauenborn verstarben. [5]
Verkehr [Bearbeiten]
Herleshausen besitzt einen Haltepunkt an der Thüringer Bahn zwischen Eisenach und Bebra. Dort wurden nach dem Besuch von Konrad Adenauer in Moskau am 16. Januar 1956 die letzten Kriegsgefangenen entlassen. 1962 bis 1991 wurde Herleshausen umfahren, um Gerstungen von der DDR aus ohne Grenzüberschreitung zu erreichen. Der nächstgelegene Anschluss an das Intercity- und ICE-Netz der Deutschen Bahn besteht am Bahnhof Eisenach.
Durch das Gemeindegebiet führt die A 4 mit den Anschlussstellen Herleshausen und Wommen (die nur in eine Richtung von und nach Osten befahren werden kann). Die Raststätte Herleshausen wurde 2005 im Zuge des 6-streifigen Ausbaus abgerissen. An ihrer Stelle wurde im Jahr 2010 der Parkplatz "Burgberg" errichtet. Bei Wommen soll zukünftig die A 44 von der BAB 4 abzweigen.
An der Autobahnanschlussstelle Wommen beginnt die Bundesstraße 400.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Wilhelm Busch (1892–1968), Politiker (NSDAP)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/wahlen/daten/direktwahlen/herleshausen/1848/index.html aufgerufen am 18. Juni 2012
- ↑ Wahlergebnisse auf hsl.de
- ↑ http://www.herleshausen.de, abgerufen am 20. Januar 2011
- ↑ Text der Gemeinde zum Lager (PDF; 2,9 MB)
Weblinks [Bearbeiten]
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