Herma Clement

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Emmy Sonnemann, Elsa Wagner und Herma Clement in einer Szene aus „Prinz von Preussen“ von Hans Schwarz im Staatl. Schauspielhaus, Regie Lothar Müthel (1935)

Herma Clement (* 28. Januar 1898; † 6. November 1973 in Berlin[1]) war eine deutsche Film- und Bühnen-Schauspielerin und Schauspiellehrerin.

Leben[Bearbeiten]

Der ehemalige Intendant des Weimarer Nationaltheaters, Franz Ulbrich, brachte Herma Clement zusammen mit Emmy Sonnemann (der späteren Frau von Hermann Göring) bei seinem im Jahr der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 erfolgten Wechsel ans Berliner Staatstheater mit. Ihr Mann Karl Haubenreißer (1903–1945), ebenfalls ein Schauspieler und meist eingesetzt als „jugendlicher Held“, wurde noch 1933 anstelle des geschassten Hans Otto als Obmann der nun zur „Fachschaft“ gleichgeschalteten Ortsgruppe der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA) eingesetzt. In der Zeit des Nationalsozialismus war Clement an der (privatrechtlich organisierten) Staatlichen Schauspielschule in Berlin (der Vorläuferin der heutigen Hochschule für Schauspielkunst) Sprecherzieherin für die Schüler von Gustaf Gründgens.[2] Herma Clement war eng befreundet mit Emmy Sonnemann, beide spielten auch mehrfach zusammen in denselben Filmen.

Nach Kriegsende bis (mindestens) in die 1950er Jahre gab Herma Clement privaten Schauspielunterricht.

Schauspielerin[Bearbeiten]

Bühnenrollen (Auswahl)[Bearbeiten]

Filmrollen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1920: Der Shawl der Kaiserin Katharina II (Regie: Karl Halden): Nebenrolle
  • 1931/1932: Goethe lebt...! (Regie: Eberhard Frowein): Nebenrolle (in diesem Film spielte auch Emmy Sonnemann mit)
  • 1933: Wilhelm Tell. Das Freiheitsdrama eines Volkes (Regie: Heinz Paul): Armgard (Näheres zu dieser Frauenrolle im Artikel über Schillers Wilhelm Tell; im selben Film spielte Emmy Sonnemann die Rolle der Hedwig Tell)

Schauspielschule[Bearbeiten]

Bekannte Schüler (Auswahl)[Bearbeiten]

Horst Bollmann, Renate Danz, Gardy Granass, Brigitte Grothum, Jennifer Minetti, Witta Pohl (1955), Thomas Stroux, Suzanne Thommen, Giselle Vesco, Bernhard Wicki (Clement denunzierte Bernhard Wicki bei ihrer Freundin Emmy Göring, was zu Wickis Verhaftung durch die SS und seiner zeitweiligen Internierung in einem Konzentrationslager führte), Jürgen Wölffer, …

Literatur[Bearbeiten]

  • Besuch bei der Schauspielschule Herma Clement. In: Film Revue, 12. Jg., 1958, Nr. 25

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach Paul Stanley Ulrichs Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik (2 Bde., Berlin Verlag 1997), Bd. 1, S. 315.
  2. Peter Jammerthal: „Machtergreifungs-Theater“: Die Intendanz Ulbrich/Johst. In: ders.: Ein zuchtvolles Theater: Bühnenästhetik des „Dritten Reiches“. Das Berliner Staatstheater von der „Machtergreifung“ bis zur Ära Gründgens. Dissertation, FU Berlin, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, 2007, S. 32/33, als Online-Text hier abrufbar.
  3. http://ibsen.nb.no/index.gan?id=11124475&subid=0
  4. http://ibsen.nb.no/index.gan?id=86722&subid=0