Hermann Fischer (Germanist)
Hermann von Fischer (* 12. Oktober 1851 in Stuttgart; † 30. Oktober 1920 in Tübingen) war ein deutscher Germanist und Dialektforscher. Als Nachfolger Adelbert von Kellers auf dem Tübinger Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur übernahm Fischer von Keller das Vorhaben der Sammlung des schwäbischen Sprachschatzes.
Für Fischer wurde dessen Herausgabe in Form eines Schwäbischen Wörterbuchs zum Lebenswerk, dem er sich von 1883 bis zu seinem Tod im Jahr 1920 widmete, allerdings ohne es selbst vollenden zu können. Erst 1936 wurde das Werk von Wilhelm Pfleiderer, einem Mitarbeiter Fischers, mit Herausgabe des siebten und letzten Bandes abgeschlossen.
Eine neuere, einbändige Bearbeitung des Schwäbischen Wörterbuchs liegt seit 1999 unter dem Titel Schwäbisches Handwörterbuch vor.
1902 wurde Hermann von Fischer mit dem Ehrenkreuz des Ordens der württembergischen Krone ausgezeichnet[1], welches mit dem persönlichen Adelstitel verbunden war.
[Bearbeiten] Literatur
- Hugo Moser: Fischer, Hermann. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, S. 176.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg. 1907, S. 37
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Hermann Fischer (Germanist) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiographie Fischers von Gerd Brinkhus
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fischer, Hermann |
| ALTERNATIVNAMEN | Fischer, Hermann von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Germanist |
| GEBURTSDATUM | 12. Oktober 1851 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |
| STERBEDATUM | 30. Oktober 1920 |
| STERBEORT | Tübingen |