Hermann Hauser (Gitarrenbauer)

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Hermann Hauser I (* 1882; † 1952) war ein süddeutscher Gitarrenbauer.

Er arbeitete in München und später im niederbayerischen Reisbach, wo sein Sohn (Hermann Hauser II) und sein Enkel (Hermann Hauser III) seine Nachfolge antraten. Zu seinem eigenen Stil fand Hermann Hauser I, indem er sich an den Konstruktionen und der Bautechnik von Antonio de Torres orientierte und diese um seine Erkenntnisse weiterentwickelte. Hermann Hauser I entwickelte zwischen 1920 und 1930 patentierte Neuerungen im Bereich der Deckenkonstruktionen sowie Neuerungen im Bereich der Hals-Korpusverbindungen.

Karl Huber schrieb: ...Schließlich und hauptsächlich aber ist es dem Zusammentreffen der spanischen Virtuosen Llobet und Segovia mit dem Münchener Gitarrenbauer Hermann Hauser (I) zu verdanken, dass die Torres-Gitarre zum Prototyp der heutigen Bauweise der Konzertgitarre werden konnte. (Karl Huber, Die Wiederbelebung des künstlerischen Gitarrenspiels um 1900, Lisardo Verlag, 1995)

Ab 1937 wechselte der spanische Gitarrist Andrés Segovia von einer Ramírez- zu einer Hauser-Gitarre. Die Hermann-Hauser I-Gitarre, die Andres Segovia von 1937 bis 1970 spielte, ist heute im Metropolitan Museum of Art in New York City zu sehen[1]. Der britische Gitarrist und Lautenspieler Julian Bream spielte Hermann Hauser I- Gitarren von 1936 und 1947, sowie um 1960 eine Hauser-Gitarre von Herrmann Hauser II.

Hermann Hauser III, (* 1958), lebt und arbeitet heute im niederbayerischen Ort Reisbach. 2005 gründete Hermann Hauser III zusammen mit dem Münchner Unternehmer, Produzenten und Gitarristen Klaus Wolfgang Wildner die gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts Hermann Hauser Guitar Foundation; der Namen dieser international tätigen Kulturstiftung geht zurück auf Hermann Hauser I [2].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Metropolitan Museum of Art | Hermann Hauser I Gitarre von 1937 [1]
  2. Süddeutsche Zeitung | Hermann Hauser Guitarfoundation [2]