Hermann Hosaeus

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Hermann Hosaeus: Der Schlaf, 1907 (Teil eines zerstörten Grabdenkmals) (Friedhof Schöneberg I)
Denkmal für die Gefallenen des Kösener Senioren-Convents-Verbandes (KSCV) in Bad Kösen, 1926

Hermann Kurt Hosaeus manchmal auch Kurt Hermann Hosaeus, (* 6. Mai 1875 in Eisenach; † 26. April 1958 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Hermann Hosaeus besuchte 1891/92 die Königl. Sächsische Kunstgewerbeschule in Dresden und 1892–94 die Kunstgewerbe-Schule in Nürnberg mit dem Schwerpunkt Kleinplastik. Von 1894−96 studierte er an der Münchner Akademie unter Wilhelm von Rümann und wechselte 1896 an die Berliner Akademie, wo er sich unter Ernst Herter, Gerhard Janensch und Peter Breuer weiterbildete. 1898−1900 wurde er schließlich Meisterschüler von Reinhold Begas.

Auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1899 stellte er erstmals einige Werke der Öffentlichkeit vor und konnte sein erstes Stück verkaufen: Die Kleinplastik Reiter zu Pferde (auch Nach dem Kampf) wurde durch die Nationalgalerie Berlin zum Preis von 1.200 Mark angekauft. Hosaeus spezialisierte sich sowohl auf Denkmäler, insbesondere Kriegerdenkmäler, wurde aber auch als Gestalter von zahlreichen Medaillen zu einem vielbeschäftigten Künstler. 1918 wurde er Dozent, von 1933 bis 1945 ordentlicher Professor an der Fakultät für Bauwesen (Abteilung Architektur) an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, der heutigen TU Berlin. In der Zeit des Nationalsozialismus war Hosaeus Mitglied der NSDAP.[1]

Nachlass[Bearbeiten]

Hermann Hosaeus war Mitglied der Berliner Akademie der Künste, seinen Nachlass betreut das Universitätsarchiv der TU Berlin[2]. Ein Werkverzeichnis oder eine Biographie sind bisher noch nicht erschienen. Hermann Hosaeus ist der Vater der Malerin, Graphikerin und Keramikerin Lizzie Hosaeus (1910–1998 in Berlin).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Vasco-da-Gama-Denkmal an der Kornhausbrücke Hamburg
Mozart-Denkmal, 1907, auf der Bürgerwiese in Dresden (Anmut, Heiterkeit, Ernst)
Schifferbrunnen (1914), Berlin-Hansaviertel
Grab von Hermann Hosaeus auf dem Neuen Friedhof in Eisenach.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hermann Hosaeus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 268.
  2. Universitätsarchiv der TU Berlin: Flyer mit Chronik und Selbstdarstellung (PDF; 1,2 MB), 2012
  3. Regina Scheer: Der Umgang mit den Denkmälern. Eine Recherche in Brandenburg (pdf; 1,6 MB); S. 16, abgerufen am 27. März 2012
  4. Goldenes Stettin auf einer Touristen-Website
  5. DenkFried – Eine Seite zum Andenken und Gedenken an die Kriegstoten zweier Weltkriege, abgerufen am 27. März 2012
  6. Regina Scheer: Der Umgang mit den Denkmälern. Eine Recherche in Brandenburg (pdf; 1,6 MB); S. 22, abgerufen am 27. März 2012