Hermann von Salza und Lichtenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hermann Freiherr von Salza und Lichtenau (* 22. Oktober 1829 in Dresden; † 14. April 1915 ebenda) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Rittergutsbesitzer im Königreich Sachsen. Er saß im Reichstag (Norddeutscher Bund).

Leben[Bearbeiten]

Salza studierte Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig. 1850 wurde er Mitglied des Corps Misnia Leipzig.[1] Seit 1854 arbeitete er im sächsischen Staatsdienst. 1860 wurde er Regierungsrat bei der Kreisdirektion Dresden und 1862 Amtshauptmann der Amtshauptmannschaft Bautzen.

1861 war Salza Mitglied der Lausitzer Ständeversammlung und gehörte von 1866 bis 1868 als Vertreter der Rittergutsbesitzer der Oberlausitz Abgeordneter der II. Kammer des Sächsischen Landtags an. Von Februar 1867 bis zur Reichstagswahl 1871 war er Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes und des Zollparlaments für den Wahlkreis Sachsen 3 (Bautzen, Kamenz, Bischofswerda) und die Freikonservative Vereinigung.[2]

Von 1883 bis 1895 war Salza Kreishauptmann in Bautzen. 1895 wurde er als Nachfolger von Bernhard von Schönberg zum Präsidenten der Oberrechnungskammer ernannt.[3] Ferner war er Wirkl. Geh. Rat und Rittergutsbesitzer auf Jeßnitz, später auf Wuischke.

1895 wurde er zum Ehrenbürger der Städte Bautzen, Kamenz, Löbau, Neusalza und Zittau ernannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1960, 90, 102
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten, 2. Aufl.. Berlin 1904, S. 219
  3. Rolf Jehke (territorial.de)

Weblinks[Bearbeiten]