Hermann von Schulze-Gävernitz

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Hermann von Schulze-Gävernitz
Beilage zum Darmstädter Tagblatt, Nr. 18/1888

Hermann Johann Friedrich von Schulze-Gävernitz (Geburtsname: Hermann Johann Friedrich Schulze; * 24. September 1824 in Jena; † 27. Oktober 1888 in Heidelberg) war ein deutscher Staatsrechtslehrer.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Grabmal von Hermann und Louise von Schulze-Gävernitz

Nach dem Schulbesuch studierte der Sohn des Nationalökonomen und Landwirts Friedrich Gottlob Schulze Rechtswissenschaften und nahm nach erfolgter Promotion und Habilitation im Jahre 1853 mit einer Habilitationsschrift zum Thema Nationalöconomische Bilder aus Englands Volksleben : Mit besonderer Berücksichtigung der landwirtschaftlichen und industriellen Verhältnisse zunächst den Ruf auf eine Professur für Allgemeine Staatslehre an der Universität Jena, ehe er Professor an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität wurde.

1842 wurde er während seines Studiums Mitglied der Jenaischen Burgkeller-Burschenschaft.[1]

1863 heiratete er Louise Milde, die Tochter des preußischen Politikers und Industriellen Karl August Milde. Aus dieser Ehe ging der 1864 geborene Nationalökonom und Politiker Gerhard von Schulze-Gävernitz hervor.

1869 wurde er nicht nur Preußischer Kronsyndikus, sondern zugleich auch aufgrund der Verfassung Preußens lebenslanges Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Darüber hinaus war zwischen 1873 und 1874 Rektor der Universität Breslau.

Zuletzt wirkte er bis zu seinem Tode als Professor für Staatsrechtslehre an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und verfasste auch ein zweibändiges Lehrbuch des deutschen Staatsrechts (1886). Kurz vor seinem Tode wurde er 1888 in den Adelsstand erhoben und führte unter Hinzufügung des Namens des väterlichen Gutshofes den Namen „von Schulze-Gävernitz“.

[Bearbeiten] Literatur

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 365–367.
  • Sina Ott: Der Heidelberger Staatsrechtslehrer und preußische Kronsyndikus Hermann von Schulze-Gaevernitz (1824–1888) : Leben und Werk, Dissertation Universität Heidelberg, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3994-5
  • Ernst LandsbergSchulze-Gaevernitz, Hermann von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 33, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 1–3.

[Bearbeiten] Weblinks und Quellen

 Wikisource: Hermann von Schulze-Gävernitz – Quellen und Volltexte

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 294.
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