Herrenhof
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Gotha | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Apfelstädtaue | |
| Höhe: | 363 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,4 km² | |
| Einwohner: |
777 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 177 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99887 | |
| Vorwahl: | 036253 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GTH | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 67 036 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Tambacher Str. 2 99887 Georgenthal |
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| Bürgermeister: | Axel Nagel (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Herrenhof im Landkreis Gotha | ||
Herrenhof ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Gotha. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Apfelstädtaue mit Sitz in Georgenthal.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Herrenhof ist eine Gemeinde mit einer Flächenausdehnung von ca. 440 ha. Der Ort hat ca. 850 Einwohner. Der Ort liegt am Nordhang des Thüringer Waldes an der Verbindungsstraße von Georgenthal nach Hohenkirchen. Im Südosten des Ortes liegt das Gewerbegebiet Ohrdruf-Hohenkirchen-Herrenhof.
Geschichte [Bearbeiten]
Herrenhof wurde erstmals urkundlich im Jahr 1126 genannt.[2]
Wirtschaft [Bearbeiten]
In Herrenhof ist Handwerk und Gewerbe angesiedelt, und die Zugehörigkeit zum gemeinsamen Gewerbegebiet Ohrdruf, Hohenkirchen und Herrenhof mit freien Kapazitäten lässt auf weitere Gewerbeansiedlungen hoffen.
Die Kirche [Bearbeiten]
Schon von 12. bis 17. Jahrhundert gab es in Herrenhof eine Kapelle. Erstmals erwähnt wurde sie 1143 in einer Urkunde des Klosters Reinhardsbrunn. Um die Gemarkung Herrenhof stritten sich damals die Klöster Reinhardsbrunn und Georgenthal. Der Streit endete 1186 zugunsten von Georgenthal. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die baufällig gewordene Kapelle durch einen Neubau von 1692 ersetzt. Vier Jahre später wurde die Kirche als Filial von Hohenkirchen eingeweiht. Der für Kirchgänger und Schulkinder aus dem Unterdorf (heutiger Bereich Georgenthaler Straße, Alte Straße, Schönauer Straße) beschwerliche Weg über (durch) die Apfelstädt unterhalb der Kirche wurde erst 1778 durch den Bau der befahrbaren Brücke erleichtert. Im Oberdorf von Herrenhof (Nauendorfer Straße) vernichtete ein Großfeuer in der Nacht vom 26. auf 27. Februar 1882 innerhalb kurzer Zeit fünf Wohnhäuser und neun Scheunen, auch die Vorgängerkapelle aus dem 17. Jahrhundert. Lediglich der massive Kirchturm, erst um 1839 nach einer testamentarischen 4000-Taler-Spende des Bürgers Johann Christian Beck fertiggestellt, entging der völligen Vernichtung. Der Neubau wurde auch aus Spendenmitteln wohlhabender Einwohner finanziert. Der Einwohner Johann Balthasar Cramer stiftete 1800 Mark für die Neuanschaffung einer Orgel, für den Fußboden, eine Glocke und einen Kronleuchter. Die Glocke überstand jedoch nicht den Zweiten Weltkrieg. In den 1970er Jahren offenbarten sich schwere Bauwerksschäden (Schwammbefall). 1975 wurde eine neue Orgel aus der Werkstatt von Rudolf Böhm aus Gotha eingebaut. Die Kirchgemeinde leistete 35.000 Arbeitsstunden, um ihr Gotteshaus zu sichern und in ein Gemeindezentrum umzubauen. Hierdurch bedingt, ist der Altarraum der Kirche im ersten Stockwerk, während im Erdgeschoss Gemeinderäume (Mehrzweckräume für Versammlungen, Jugendtreffs usw. sowie eine Küche) untergebracht sind. Sehenswert im Altarraum ist der vom Gräfenhainer Künstler Gert Weber geschaffene Wandschmuck, der den Fischzug des Petrus (Lk. 5,1 ff.) darstellt.[3] Mit den Gemeinden Hohenkirchen und Petriroda bildet Herrenhof ein gemeinsames Kirchspiel.
Partnerschaft [Bearbeiten]
Der Ort unterhält seit 1990 enge partnerschaftliche Beziehungen zu der Gemeinde Knüllwald in Hessen.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 120
- ↑ Ellrich/Heinke/Hoerenz: Zwischen Hörsel und Wilder Gera, Weimar 2005, ISBN 3-86160-167-2
Weblinks [Bearbeiten]
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