Herrenknecht
| Herrenknecht | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1977 |
| Sitz | Schwanau |
|
|
| Mitarbeiter | 5119 (2011)[3] |
| Umsatz | 1017 Mio. EUR (2011)[3] |
| Branche | Maschinenbau |
| Produkte | Baumaschinen (Tunnelvortriebsmaschinen), Service |
| Website | www.herrenknecht.de |
Die Herrenknecht AG ist der weltweit führende Hersteller von Tunnelvortriebsmaschinen. Firmensitz ist Schwanau-Allmannsweier in Baden-Württemberg. Gut zwei Drittel der 3165 Mitarbeiter (2009) sind am Stammsitz in Allmannsweier beschäftigt, wo die Montage der Hydraulik- und Elektronikkomponenten sowie die Endabnahme der Tunnelvortriebsmaschinen durchgeführt werden. Etwa 300 Mitarbeiter sind an drei Standorten in der Volksrepublik China beschäftigt. Neben der Montage der Maschinen für den asiatischen Markt werden dort auch ihre Stahlbauten gefertigt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Das Unternehmen wurde 1977 von Martin Herrenknecht als Herrenknecht GmbH gegründet. 1992 wurde die erste Tochtergesellschaft in den USA gegründet. Im Jahr 1998 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Auf den geplanten Börsengang verzichtete die Eignerfamilie wegen der Börsenbaisse im Jahr 2000.[4] Als neues Geschäftsfeld wurde die oberflächennahe Geothermie entwickelt.
Produkte [Bearbeiten]
Das Unternehmen stellt Tunnelvortriebsmaschinen her. Beispielsweise produziert Herrenknecht für Großprojekte wie den Gotthard-Basistunnel oder die Vortriebsmaschine TRUDE, die die Erweiterung des Elbtunnels gebohrt hat. Andere Produkte sind Mikromaschinen für den Ausbau der Kanalisation. Das Produktionsprogramm deckt Querschnitte von 10 cm bis 19 Meter ab.[5]
Zusätzlich bietet Herrenknecht Service das Projektmanagement von Tunnelprojekten und einen Mietpark für Tunnelbohrmaschinen sowie Gebrauchtmaschinen an.[6][7]
Am 26. März 2008 wurde in Moskau zwischen Herrenknecht und dem Unternehmen Infrastruktura des russischen Milliardärs Roman Arkadjewitsch Abramowitsch der Vertrag für den Bau einer Tunnelvortriebsmaschine von rund 20 Metern Durchmesser unterzeichnet. Die Maschine soll rund 100 Mio. Euro kosten und in 2 Jahren ausgeliefert werden; sie wäre derzeit die größte ihrer Art.[8]
Abgerundet wird das Produktportfolio von Herrenknecht durch die Herstellung von Tiefbohranlagen (erdnah und Geothermie).[9]
Kennzahlen [Bearbeiten]
Das Unternehmen hat gemessen am Umsatz einen Exportanteil von 90 % (2006). Herrenknecht exportiert seine Produkte in die ganze Welt.[10]
Weblinks [Bearbeiten]
- Website des Unternehmens
- Erläuterungen zur TBM am Beispiel City-Tunnel Leipzig
- Jens Meyer-Odewald: Mit Heidi, Sissi und Gabi durch dick und dünn – Der Aufstieg der Herrenknecht AG zum Weltmarktführer. In Hamburger Abendblatt vom 9. April 2008 (nur noch begrenzt kostenfrei zugänglich)
- Meinungsstreit: Herrenknecht unterliegt Stocker. In: Badische Zeitung vom 30. November 2010
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Herrenknecht - Aufsichtsrat
- ↑ Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz der Herrenknecht AG, Mitteilung vom 27. September 2012
- ↑ a b Herrenknecht in Zahlen auf www.herrenknecht.com, abgerufen am 19. April 2013
- ↑ Chronik der Herrenknecht AG
- ↑ Produkte der Herrenknecht AG
- ↑ Website, Bereich Services, der Herrenknecht AG
- ↑ Website, Bereich Services, der Herrenknecht AG
- ↑ Quelle
- ↑ Website, Bereich Produkte, der Herrenknecht AG
- ↑ Neue Zürcher Zeitung: Der Bezwinger des Gotthards. Herrenknecht baut die größten Tunnelbohrmaschinen der Welt, 23. April 2007, S. 9