Herrera-Stil

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El Escorial – Südseite

Herrera-Stil (spanisch: Estilo Herreriano, Herrerianismo oder auch Desornamentado-Stil genannt) ist die Bezeichnung für einen spanischen Architekturstil der Spätrenaissance in der Zeit der Gegenreformation (ca. 1560–1620). Benannt ist er nach dem Baumeister Juan de Herrera, der zwischen 1567 und 1586 die Bauarbeiten an der äußerst strengen – von Philipp II. mitkonzipierten – Schloss- und Klosteranlage des Escorial leitete.

Charakteristika[Bearbeiten]

Der Herrerianismo ist ein strenger und ornamentloser Stil, bei dem der Baukörper sowie die Außen- und Innenwände weitgehend frei sind von kurviliearen Linienführungen; auch auf horizontale Gesimse, vertikale Wandauflagen wie Lisenen und Pilaster oder die Hervorhebung einzelner Bauteile durch Mittel- oder Eckrisalite wird weitgehend verzichtet. Selbst Fenster und Türen sind oft nicht oder nur äußerst zurückhaltend gerahmt – sie wirken wie in die Wand eingeschnitten. Diese extreme Stilauffassung ist jedoch nur an wenigen Bauten strikt eingehalten worden (z. B. Escorial, Palacio Ducal de Lerma); andernorts erscheinen durchaus einzelne Gliederungselemente, doch insgesamt bleibt der Stil – in deutlichem Gegensatz zum vorhergehenden, teilweise sogar gleichzeitigen plateresken Stil (plateresco) – weitestgehend ornament- und schmucklos. Architekten bzw. Architekturhistoriker sprechen auch von einem „reinen Stil“.

Wichtigste Architekten[Bearbeiten]

Vorläufer
Hauptvertreter
Nachfolger

Bauten[Bearbeiten]

Vorläufer des Herrera-Stils
Herrera-Stil
Nachfolger

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herrera-Stil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien