Herrlisheim

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Herrlisheim im Unterelsass. Zur gleichnamigen Gemeinde bei Colmar, siehe Herrlisheim-près-Colmar.
Herrlisheim
Herrlisheim (Frankreich)
Herrlisheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau
Kanton Bischwiller
Koordinaten 48° 44′ N, 7° 54′ O48.7302777777787.9075126Koordinaten: 48° 44′ N, 7° 54′ O
Höhe 120–131 m
Fläche 14,38 km²
Einwohner 4.827 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 336 Einw./km²
Postleitzahl 67850
INSEE-Code
Website http://www.herrlisheim.fr

Turm der Kirche St. Arbogast

Herrlisheim (dt. Herlisheim) ist eine Gemeinde mit 4827 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Kanton Bischwiller im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich. Der Ort ist ein Mitglied der Communauté de communes de l'Espace Rhénan.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt in der Oberrheinischen Tiefebene.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Ortes findet sich in einer Schenkungsurkunde von 743 zu Gunsten des Klosters Weißenburg. Das Dorf ist zu diesem Zeitpunkt unter dem Namen Hariolfesvilla (Hariolds Bauernhof) bekannt. Die Landgrafen von Unterelsass, die Grafen zu Ötingen, verwalten die Stadt im Jahre 1251. 1332 wird die Stadt an Lichtenberg übergeben. Anschließende Herren: Zweibrücken in 1480 und ab 1570 wurde das Dorf in der Grafschaft Hanau-Lichtenberg eingegliedert. Bis zur französischen Revolution gehört die Stadt der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, wo es dem Bezirk Offendorf angehört.

Die jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in Herrlisheim eine jüdische Gemeinde. Um 1780 lebten dort fünfzehn jüdische Familien. Die erste örtliche Synagoge wird um das Jahr 1805 vermutet. 1850 wurde sie neu erbaut. 1936 zählte die jüdische Gemeinde rund 80 Personen. Im Jahr 1940 wurden die noch verbliebenen Juden nach Südfrankreich deportiert und mindestens elf davon ermordet. Im selben Jahr wurde die Synagoge und einige Nebengebäude durch ein Bombardement zerstört, in den Fünfzigerjahren aber wiederaufgebaut. Allerdings lebten nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch wenige Juden in Herrlisheim und so wurde die Synagoge 1969 geschlossen; sie ist aber als historisches Gebäude erhalten geblieben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005
2.461 3.108 3.780 3.941 3.877 4.198 4.438

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herrlisheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien