Hermann Amandus Schwarz
Hermann Amandus Schwarz (* 25. Januar 1843 in Hermsdorf, Schlesien; † 30. November 1921 in Berlin) war ein deutscher Mathematiker. Mit seiner Ehefrau Marie, geb. Kummer (1842-1921), einer Tochter des Mathematikers Ernst Eduard Kummer und der Ottilie, geb. Mendelssohn (Tochter Nathan Mendelssohns und Enkelin Moses Mendelssohns), hatte er sechs Kinder.
Schwarz studierte in Berlin zunächst Chemie, dann durch Einwirken von Kummer und Weierstraß Mathematik. Zwischen 1867 und 1869 war er Professor in Halle, dann an der ETH Zürich. Seit 1875 arbeitete er an der Universität Göttingen und schließlich 1892 an der Berliner Akademie der Wissenschaften.
Schwarz beschäftigte sich insbesondere mit der Funktionentheorie und der Theorie der Minimalflächen. Besonders zu erwähnen sind seine Arbeiten zum riemannschen Abbildungssatz (Schwarz-Christoffel-Transformation), zur Lösung der ersten Randwerteaufgabe für den Kreis und seine Arbeiten über die hypergeometrische Differentialgleichung. Nach ihm benannt sind die Cauchy-Schwarz-Ungleichung, das Schwarzsche Lemma, das Lemma von Schwarz-Pick, das Schwarzsche Spiegelungsprinzip und der Satz von Schwarz.
[Bearbeiten] Schriften
- Gesammelte mathematische Abhandlungen. 2 Bde. Berlin (1890)
- Formeln und Lehrsätze zum Gebrauche der elliptischen Funktionen, nach Vorlesungen und Aufzeichnungen des Herrn K. Weierstraß. Berlin (1893)
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Hermann Amandus Schwarz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiographie an der Universität Göttingen
- Hermann Amandus Schwarz. In: MacTutor History of Mathematics archive (englisch)
- G. Hamel Zum Gedächtnis an Hermann Amandus Schwarz, Jahresbericht DMV 1923
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schwarz, Hermann Amandus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Januar 1843 |
| GEBURTSORT | Hermsdorf, Schlesien |
| STERBEDATUM | 30. November 1921 |
| STERBEORT | Berlin |