Herrschaft Winneburg und Beilstein

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Wappen 1,4: Winneburg; 2,3: Braunshorn-Beilstein

Die Herrschaft Winneburg seit 1362 Winneburg-Beilstein war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelpunkt der Herrschaft war die zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtete Winneburg. Sie liegt bei Cochem an der Mosel. Die Inhaber der Herrschaft war zunächst die Adelsfamilie von Winneburg. Diese erbte 1362 in Nachfolge derer von Braunshorn auch die Herrschaft Beilstein mit der Burg Beilstein. Der Besitz war zeitweise an die Kurpfalz und an Kurtrier verpfändet und mussten als Lehen empfangen werden. Über den Besitz der Herrschaft kam es 1488 zum Beilsteinerkrieg. Cuno III. von Winneburg-Beilstein und Kurfürst Philipp von der Pfalz kämpften gegen Kurtrier. Das Bistum setzte sich durch. Johann II. von Baden entzog 1488 Cuno III. von Winneburg-Beilstein das Lehen. Erst 1503 wurde es erneut an Cuno vergeben. Nach dem Aussterben der Familie von Winneburg zog Kurtrier 1637 die Herrschaften Winneburg und Beilstein ein. Im Jahr 1652 wurde sie als Lehen an die Familie der Freiherren von Metternich vergeben. Damals betrug die Herrschaft 17 Dörfer. Im Jahr 1679 wurden die Winneburg-Beilsteiner Linie der Metternichs in den Reichsgrafenstand erhoben. Sie nannten sich seither Metternich-Winneburg und Beilstein. Der größte Teil der Herrschaft – das Dreiherrische im Hunsrück – besaßen sie bis 1780 als Kondominium mit Kurtrier und den Grafen von Sponheim.

Die Herrschaft Winneburg-Beilstein gehörte dem Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis und ihre Inhaber dem Niederrheinisch-Westfälischen Reichsgrafenkollegium an. Zusammen umfassten die Herrschaften Winneburg-Beilstein drei Quadratmeilen und hatte etwa 6500 Einwohner.

Im Verlauf der französischen Revolution wurde die Herrschaft im Zuge der Koalitionskriege von Frankreich besetzt und nach dem Frieden von Luneville 1801 Frankreich eingegliedert. Im Jahr 1815 fiel das Gebiet an Preußen. Letzter Herr der mediatisierten Herrschaft war Fürst Klemens Wenzel Lothar von Metternich.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]