Herrstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Herrstein
Herrstein
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Herrstein hervorgehoben
49.7794444444447.3386111111111320Koordinaten: 49° 47′ N, 7° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Herrstein
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 4,79 km²
Einwohner: 856 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55756
Vorwahl: 06785
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 039
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 16
55756 Herrstein
Webpräsenz: www.herrstein.de
Ortsbürgermeister: Eberhard Weber
Lage der Ortsgemeinde Herrstein im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild
Ortsansicht von Herrstein

Herrstein an der Deutschen Edelsteinstraße im Naheland ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Herrstein ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Herrstein liegt im Hunsrück südlich des Idarwalds, der Fischbach fließt durch den Ort.

Zu Herrstein gehören auch die Wohnplätze Lindenhof, Steinäckerhof und Walkmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Burg Herrstein (Herestyn) wurde im Jahr 1279 erstmals urkundlich erwähnt. Burg und Ort gehörten zur Grafschaft Sponheim. Der Ort wurde damals von dem benachbarten Niederwörresbach aus verwaltet. Mit einer Verlagerung der Schwerpunkte wuchs die Bedeutung Herrsteins, das Sitz eines sponheimischen Oberamtmanns wurde. Im Jahr 1428 bekam der Ort dann die Stadt- und Marktrechte zuerkannt, doch blieben einzelne Frondienste und die Verpflichtung der Bürger zur Unterhaltung der Stadtmauer erhalten. Die Stadtrechte gingen 1792 nach der Besetzung durch napoleonische Truppen verloren, doch blieb die Funktion als Verwaltungssitz weiterhin bis heute bestehen. Die Stadtmauer wurde zum größten Teil niedergerissen und der Ort konnte sich um seinen Kern herum entwickeln.

Mit einer großen Restaurierungskampagne in den 1970er Jahren wurden die zugeputzten oder mit Schiefer (z. T. mit Asbestplatten) verkleideten Fachwerkhäuser des historischen Ortskerns freigelegt. Es entstand so ein beachtenswertes Ensemble eines mittelalterlich wirkenden Marktfleckens.

Die Bewohner Herrsteins tragen den Spottnamen Hankel.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Herrstein, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 462
1835 549
1871 629
1905 508
1939 635
1950 711
Jahr Einwohner
1961 771
1970 790
1987 770
1997 939
2005 865
2013 856


Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Herrstein besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Bauwerke[Bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Herrstein

Tourismus[Bearbeiten]

Im Herrsteiner Schinderhannesturm war 1798 eine Nacht lang Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, Deutschlands berühmtester Räuber, eingesperrt. Neben der Schlosskirche und dem Uhrturm laden auch die schmalen Gässchen mit den zahlreichen Fachwerkhäusern zu einem Bummel ein. Dieses Ambiente ist auch die passende Kulisse für den überregional bekannten Schinderhannes-Räubermarkt am 2. Septemberwochenende und den Martinimarkt am 1. Novemberwochenende.

Personen[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Thon, Stefan Ulrich, Achim Wendt: „… wo trotzig noch ein mächtiger Thurm herabschaut“ - Burgen im Hunsrück und an der Nahe. 1. Auflage. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2493-0, S. 82-85 (zu Burg Herrstein).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herrstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 20 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen