Hershey Company

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The Hershey Company
The Hershey Company Logo.jpeg
Rechtsform US-amerikanische Aktiengesellschaft
ISIN US4278661081
Gründung 1894
Sitz Hershey, Pennsylvania
Leitung David J. West (CEO)
Mitarbeiter 14.400 (2008)
Umsatz 5,1328 Mrd. USD (2008)
Branche Süßwarenindustrie
Produkte SüßwarenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website hersheys.com

The Hershey Company (bis April 2005 Hershey Foods Corporation, umgangssprachlich Hershey’s) ist einer der weltgrößten Schokoladenhersteller.

Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P 500 gelistet, ISIN US4278661081. Der Firmensitz ist in Hershey, Pennsylvania. Die Firma wurde durch Milton S. Hershey 1894 unter dem Namen Hershey Chocolate Company gegründet, die damals eine Tochtergesellschaft seiner Lancaster Caramel Company bildete. Die Süßwaren der Firma werden weltweit vermarktet. Unter anderem stellt Hershey mit dem Reese's Peanut Butter Cup eine der meistverkauften Süßigkeiten der USA her und ist der Produzent von Hershey’s Tropical Bar, der Bestandteil von Feld- und Notrationen der US-Streitkräfte ist.

Hershey’s ist einer der ältesten Schokoladenhersteller der USA und verfügt damit über eine gewisse Vormachtstellung. Die Firma besitzt heute viele andere Süßwarenmarken und ist ferner mit der Hershey Entertainment and Resorts Company, die Hersheypark (ein Freizeitpark zum Thema Schokolade) betreibt, sowie mit der Hershey Bears Eishockeymannschaft, dem HersheyPark Stadion und dem Giant Center verflochten.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Ein weit verbreitetes Produkt, Hershey’s Syrup, war bereits Bestandteil der US-Hilfe in der Nachkriegszeit

Nach einer Lehre bei einem Konditor 1876 gründete Milton Snavely Hershey ein Süßwarengeschäft in Philadelphia, das sechs Jahre später Konkurs anmelden musste. Nach einem erfolglosen Versuch, Süßwaren in New York herzustellen, kehrte Hershey nach Pennsylvania zurück, wo er die Lancaster Caramel Company gründete, deren Verwendung von frischer Milch in Karamellen sich als erfolgreich erwies. 1900 verkaufte Hershey seine Karamellfirma für eine Million US-Dollar (etwa 18 Millionen Euro, wenn man die heutige Kaufkraft berücksichtigt) und fing an, sich der Herstellung von Schokolade zu widmen.

Die meisten Schokoladenprodukte von Hershey’s werden nicht mit traditionellen europäischen Rezepten hergestellt, sondern mit weniger Kakao und mehr Zucker. Obwohl sie in ihrem Heimatmarkt sehr beliebt sind, erreichen sie nicht die gleiche Beliebtheit, die Schokolade in Europa oder anderen Ländern mit einer stärkeren Schokoladentradition hat. Aus diesem Grund ist der Marktanteil von Hershey’s in diesen Ländern deutlich niedriger als in ihrem Heimatmarkt.

Kritik[Bearbeiten]

Die Schokoladenindustrie, darunter auch die Hershey Company[1], unterzeichnete im September 2001 das sogenannte Harkin-Engel-Protokoll. Dieses Protokoll beinhaltet Maßnahmen, die bis 2005 zur Beendigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit bzw. -sklaverei in der Kakaoindustrie führen sollten.[2] Eine Reportage der ARD kam 2010 zu dem Schluss, dass große Firmen wie Mars Inc., aber auch Kraft Foods oder Nestlé nach wie vor Kindersklaverei „zumindest dulden.“[3] Eine Evaluation der Tulane-Universität stellte 2011 fest, dass von den sechs im Harkin-Engel-Protokoll genannten Maßnahmen keine einzige vollständig umgesetzt wurde.[4]

Arbeitsbedingungen[Bearbeiten]

Im August 2011 geriet die Firma in die Kritik, als eine Gruppe von 400 Studenten, die als Aushilfskräfte bei Hershey's tätig waren, gegen die Arbeitsbedingungen in der Produktion öffentlich protestierten und bekundeten, sie seien wie Sklavenarbeiter behandelt worden.

Boykottaufruf[Bearbeiten]

Einen Aufruf zum Boykott sämtlicher Hershey Produkte startete 2011/2012 die AIDS Healthcare Foundation mit dem Vorwurf der Diskriminierung eines an HIV erkrankten 13 Jahre alten Jungen, der von einem Hershey-finanzierten Internat wegen „Bedrohung der Gesundheit & Sicherheit von „Anderen“ (“Direct Threat to the Health & Safety of Others”)“ verwiesen wurde.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hershey Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Schmutzige Schokolade. Reportage/Dokumentation von Miki Mistrati im Auftrag des NDR, 43:23 Minuten, deutsche Erstausstrahlung am 6. Oktober 2010 in Das Erste, abrufbar unter http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8577084, Stelle: 5:25
  2. http://www.cocoainitiative.org/en/reports/harkin-engel-protocol
  3. Schmutzige Schokolade. Reportage/Dokumentation von Miki Mistrati im Auftrag des NDR, 43:23 Minuten, deutsche Erstausstrahlung am 6. Oktober 2010 in Das Erste, abrufbar unter http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8577084, Stelle: 40:02-41:30
  4. http://www.cocoainitiative.org/images/stories/pdf/Documents_and_Reports/Tulane/Tulane_-_2011_-_Final_Report.pdf
  5. http://www.endhivstigma.org/