Hertha

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Dieser Artikel behandelt den weiblichen Vornamen; für weitere Bedeutungen siehe Hertha (Begriffsklärung).

Hertha (auch Herta) ist ein (meist deutscher) weiblicher Vorname.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Herkunft und Bedeutung des Namens

Möglicherweise beruht der Name Hertha auf einem Abschreibfehler (N zu H).[1] Er ginge dann zurück auf den Namen der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus, von der schon Tacitus in seiner Germania berichtet.[2] Das A am Ende kam möglicherweise in den Namen, weil man -us für eine männliche Endung hielt. Die Deutung von Nerthus ist umstritten: Ein keltisches Wort nerthos ‚Kraft‘ wird ebenso vorgeschlagen wie griechisch nerthe ‚unten‘.[3] Möglicherweise geht jedoch schon Nerthus auf einen Hörfehler zurück und hinter dem Namen steht das Wort *ertho ‚Erde‘. Wo sich der See befindet, den Tacitus erwähnt, darüber wurde viel spekuliert. Manche wollten ihn auf der Insel Rügen lokalisieren (Herthasee), doch schon Jacob Grimm wies dies zurück.[4]

[Bearbeiten] Bekannte Namensträgerinnen

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Hertha – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Rosa und Volker Kohlheim: Das große Vornamenlexikon, Duden-Verlag, Mannheim 2003
  2. Tacitus, Germania Kap 40: „... dass sie (verschiedene germanische Stämme) die Nerthus, d.i. die Mutter Erde, verehren und glauben, sie nehme am Leben der Menschen teil und komme zu den Stämmen gefahren. Auf einer Insel im Ozean steht ein heiliger Hain, und in ihm befindet sich, mit einem Tuche zugedeckt, ein geweihter Wagen; nur der Priester darf ihn berühren. Er merkt es, wenn sich die Göttin in dem Heiligtum eingefunden hat, und geleitet sie unter vielen Ehrenbezeugungen, wenn sie – von Kühen gezogen – (durch das Land fährt). Dann gibt es Freudentage, und festlich geschmückt sind alle Stätten, die die Göttin ihres Besuches und ihres Aufenthaltes würdigt. Man zieht dann nicht in den Krieg, ergreift die Waffen nicht, sicher verwahrt liegt alles Eisen. Frieden und Ruhe kennt und liebt man freilich nur dann und nur so lange, bis derselbe Priester die Göttin, die des Umgangs mit den Sterblichen müde geworden ist, ihrem heiligen Bezirk wieder zurückgibt. Dann werden Wagen und Decke und, wenn man dem Glauben schenken will, die Gottheit selbst in einem versteckt gelegenen See abgewaschen. Hilfsdienste leisten dabei Sklaven, die alsbald derselbe See verschlingt. Ein geheimer Schauder umgibt daher den Brauch und eine heilige Scheu, zu erkunden, was das wohl sein mag, was nur Todgeweihte zu Gesicht bekommen ...“ (Reclam Universal-Bibliothek, Übersetzung von Curt Woyte, Leipzig 1982)
  3. Weitere Deutungsvorschläge unter http://www.asentr.eu/g_nert.htm
  4. Deutsche Mythologie, 4. Aufl. Berlin 1875-78 S. 212
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