Herunterfahren

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Mit Herunterfahren (engl. shutdown) wird die Prozedur zur Vorbereitung auf das Abschalten eines Computers bezeichnet. Der Begriff wurde ursprünglich bereits für den Abschaltevorgang von Industriemaschinen verwendet.

Menüauswahl beim Herunterfahren auf einem Linux-System mit KDE

Vorgang[Bearbeiten]

Der Vorgang des Herunterfahrens arbeitet folgende Schritte ab:

  1. Prüfen, welche Anwendungsprogramme laufen, und laufende Programme beenden. Die laufenden Programme werden benachrichtigt und führen ihrerseits den Befehl Beenden aus.
  2. Individuelle Einstellungen des Shutdown-Prozesses überprüfen.
  3. Alle noch aktiven Prozesse und Protokolle auf die Festplatte speichern, Gerätetreiber entfernen und die grafische Oberfläche beenden.
  4. Benutzereinstellungen speichern
  5. Dateisystem entfernen

Die meisten aktuellen Systeme schalten den Computer nach erfolgreichem Herunterfahren von alleine ab, sofern das von der Hardware unterstützt wird, das kann aber oft deaktiviert werden.

Methoden zum Ausschalten[Bearbeiten]

Am Häufigsten wird das Herunterfahren über die Grafische Benutzeroberfläche veranlasst. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, mittels eines Systembefehls von der Kommandozeile aus das Herunterfahren zu initiieren, sofern das aktuelle Benutzerkonto die dazu nötigen Zugriffsrechte besitzt:

  • Windows: shutdown /s /t 0
  • Linux: shutdown -h <Zeitangabe>
  • Mac OS X: sudo shutdown -h now (sudo wird benötigt, da normalen Benutzerkonten die nötigen Zugriffsrechte stets fehlen)
  • Solaris: shutdown -y -g0 -i0
  • HP-UX: shutdown -h -y 0
  • AIX: shutdown -h now
  • MorphOS: shutdown

Ein einfaches Drücken des Einschalters – sofern es sich nicht um einen Netzschalter handelt – leitet bei korrekter Konfiguration des Betriebssystems ebenfalls den Vorgang des Herunterfahrens ein.

Probleme[Bearbeiten]

Hin und wieder kann es passieren, dass sich das System nicht abschalten lässt. Der Grund dafür ist meist ein noch aktiver Prozess, der sich nicht beenden lässt. Das kann ein Programm sein, das nur noch Daten speichert, das fehlerhaft ist und nicht mehr reagiert, oder auch ein Virus.

Unter Windows kann man über Strg+Alt+Entf (Klammergriff) den Taskmanager aufrufen, um die Prozesse zu beenden. Neuere Betriebssysteme, z. B. Windows 7, bieten wiederum beim Herunterfahren zwei Optionen an, falls noch Programme laufen: Einerseits das Herunterfahren, ganz gleich ob Programme noch laufen oder nicht, und andererseits das Beenden des Herunterfahrprozesses.

Bei unixoiden Betriebssystemen (Linux u. ä.) bietet sich ebenfalls die Möglichkeit, in der Konsole mittels kill -9 ProzessID oder in einem Taskmanager den Prozess abzubrechen. Im Falle von Problemen sollte man zumindest versuchen, mittels "Klammergriff" die Schritte, die ein Herunterfahren abarbeitet, manuell auszuführen (siehe Magische S-Abf-Taste) anstatt den Computer einfach von der Stromversorgung zu trennen und einen Datenverlust zu riskieren.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Benutzerabmeldung (Logout), Abmeldung von der eigenen Benutzeroberfläche (Desktop)
  • Hochfahren (Booten) (eines Rechners)