Hervé Regout

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Hervé Regout (* 4. November 1954 in Lüttich) ist ein ehemaliger belgischer Automobilrennfahrer.

Monopostosport[Bearbeiten]

Der Wallone Regout fuhr seine ersten internationalen Autorennen in der Britischen Formel-3-Meisterschaft Mitte der 1970er-Jahre. 1979 versuchte über ein Engagement in der Aurora-AFX-Formel-1-Serie in der Formel 1 Fuß zu fassen. Für RAM Racing bestritt er einige Saisonrennen auf einem Chevron B42 in dieser Meisterschaft; blieb dabei aber weitestgehend erfolglos. Bei der Rivet Supply Trophy im Mai 1979 in Thruxton schied er in der dritten Runde nach einem Motorschaden aus. Das Rennen in Zandvoort beendete er als 12. und damit außerhalb der Punkteränge. Es folgten weitere Ausfälle und schlechte Platzierungen.

1981 fuhr er für Bertram Schäfer noch ein Rennen in der Formel-2-Europameisterschaft, dann konzentrierte er sich ganz auf seine Karriere als Sportwagenrennfahrer.

Karriere im Sportwagensport[Bearbeiten]

Zum Unterschied zur Erfolglosigkeit bei Monopostorennen entwickelte sich seine Karriere im Sportwagensport erfolgreich. Seine ersten Sportwagenrennen bestritt er in den 1970er-Jahren bei nationalen Clubrennen in Belgien. 1979 ging er beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps an den Start und gab 1980 mit dem zehnten Gesamtrang sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Nach seinem Engagement bei Charles Pozzi unterschrieb er 1983 einen Vertrag bei Obermeier Racing und erzielte für die deutsche Rennmannschaft bis 1986 viele Ergebnisse unter den Top Ten in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. 1987 wechselte er zu Courage Compétition und erzielte mit dem dritten Gesamtrang 1987 sein bestes Ergebnis in Le Mans.

Professionell fuhr Regout bis 1998 Autorennen und zog sich dann vom Rennsport zurück. 2010 gab er bei zwei Rennen des Grand Prix Masters ein Comeback und fährt seit 2011 auf einem Porsche 962 historische Gruppe-C-Rennen.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1980 FrankreichFrankreich Charles Pozzi Racing Ferrari 512BB BelgienBelgien Pierre Dieudonné BelgienBelgien Jean Xhenceval Rang 10
1981 FrankreichFrankreich Charles Pozzi Ferrari 512BB LM FrankreichFrankreich Claude Ballot-Léna FrankreichFrankreich Jean-Claude Andruet Rang 5 und Klassensieg
1985 DeutschlandDeutschland Obermaier Racing Porsche 956 SpanienSpanien Jesus Pareja-Mayo DeutschlandDeutschland Jürgen Lässig Rang 8
1987 FrankreichFrankreich Primagaz Compétition Cougar C20 FrankreichFrankreich Yves Courage FrankreichFrankreich Pierre-Henri Raphanel Rang 3
1988 JapanJapan Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 767 JapanJapan Takashi Yorino Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Will Hoy Rang 19
1989 JapanJapan Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 767B JapanJapan Takashi Yorino Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elliot Forbes-Robinson Rang 9
1990 FrankreichFrankreich Courage Compétiton Nissan R89C FrankreichFrankreich Alain Cudini GriechenlandGriechenland Costas Los Rang 22
1993 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chamberlain Engineering Spice SE89C Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andy Petery Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nick Adams Ausfall Motorschaden
1994 FrankreichFrankreich Welter Racing WR LM94 FrankreichFrankreich Jean-François Yvon BelgienBelgien Jean-Paul Libert Ausfall Motorschaden

Weblinks[Bearbeiten]