Herzberg am Harz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Herzberg am Harz
Herzberg am Harz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Herzberg am Harz hervorgehoben
51.657510.341111111111240Koordinaten: 51° 39′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterode am Harz
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 71,88 km²
Einwohner: 13.227 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 37412,
37434 (An der Rhumequelle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 05521, 05585
Kfz-Kennzeichen: OHA
Gemeindeschlüssel: 03 1 56 009
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 30/32
37412 Herzberg am Harz
Webpräsenz: www.herzberg.de
Bürgermeister: Gerhard Walter (CDU)
Lage der Stadt Herzberg am Harz im Landkreis Osterode am Harz
Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Grund (Harz) Bad Lauterberg im Harz Bad Sachsa Elbingerode Hattorf am Harz Hattorf am Harz Herzberg Hörden am Harz Osterode am Harz Walkenried Wieda Wulften am Harz Zorge Harz (Landkreis Osterode am Harz) Landkreis Osterode am Harz Niedersachsen Thüringen Landkreis Göttingen Landkreis Northeim Landkreis Goslar Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Herzberg am Harz ist eine Stadt im Landkreis Osterode am Harz im Süden von Niedersachsen (Deutschland), am Südrand des Harzes gelegen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Herzberg am Harz liegt am Austritt der kleinen Flüsse Sieber und Lonau aus dem Mittelgebirge Harz. Von Göttingen liegt Herzberg 32 km in nordöstlicher Richtung, von Hannover 90 km in südöstlicher Richtung. Oberhalb des Ortskerns liegt das Schloss Herzberg.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

(ohne Nebenwohnsitz) Stand: 1. Oktober 2013 [2]

Geschichte[Bearbeiten]

Herzberg 1753 mit Schloss Herzberg

Das Schloss Herzberg wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Heinrichs des Löwen aus dem Jahre 1154 erwähnt und blieb zunächst im Besitz der Welfen. Der Ort selbst erschien erstmals 1337 urkundlich als landesherrliches Gut unterhalb des Schlosses. Von einem wesentlich früheren Siedlungsbeginn ist auszugehen. Der Ortsname lautete im Mittelalter Hircesberg, Hirzberch, Hertsberg. Das Grundwort -berg weist auf eine Entstehungszeit in der hochmittelalterlichen Ausbauperiode zwischen 800 und 1350 hin. Der Ortsnamensteil Herz- könnte von Hirsch stammen, da im 12. Jahrhundert der Stammvokal -i- zu -e- abgeschwächt wurde.[3] Verwaltungsmäßig bestand seit 1315 das Amt Herzberg, das 1859 mit dem Amt Scharzfels vereinigt wurde. 1598 wurde Herzberg als Flecken bezeichnet. Stadtrechte erhielt der durch Verordnung des Preußischen Staatsministeriums am 25. Oktober 1929.

In der näheren Umgebung von Herzberg gibt es einige mittelalterliche Wüstungen, unter anderem Barkevelde, Hage, Hermelingerode, die Kalkburg, Koyhagen, Oy, Runigerodt, Smerbeke und Steynowe.

Wirtschaftswesen[Bearbeiten]

Wegen seiner Wirtschaftskraft war Herzberg schon früh ein regionales Zentrum für sein Umland. Die Tuch- und Leinenproduktion war einst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Herzberg. Im 18. und 19. Jahrhundert übten ständig rund 50 Personen das Leinewebergewerbe aus. Bedeutend war auch das Brauwesen. Das Brauprivileg erhielt der Ort 1569, ein größeres Brauhaus entstand 1581. Der Ort hatte schon früh städtische Merkmale, dominierend war aber die Land- und Forstwirtschaft. 1614 zählte Herzberg etwa 180 Hofstellen, 1766 waren es rund 300. Mehrere Mühlen, darunter Säge-, Papier-, Getreide- und Ölmühlen, nutzen die Wasserkraft des Mühlengrabens als Energiequelle.[4][5] Am Mühlengraben gab es eine Wasserkunst, die das oberhalb gelegene Schloss mit Wasser versorgte.[6] Die industrielle Produktion im 20. Jahrhundert beinhaltete die Herstellung von Eisen, Papier, Sprengstoff und Faserplatten sowie die Verarbeitung von Metall, Margarine und Kunstseide.

Waffenproduktion[Bearbeiten]

Der bedeutendste Wirtschaftsfaktor war im 18. und 19. Jahrhundert die Waffenproduktion. Das Kurfürstentum Hannover beschaffte sich vorher Waffen aus anderen Herrschaftsgebieten (wie Thüringen) und wollte nicht mehr davon abhängig sein. Dazu etablierte es in Herzberg 1732 eine Gewehrfabrik für die hannoversche Infanterie. Es wurden aber auch Jagdgewehre und Blankwaffen sowie Waffenzubehör hergestellt. Da es diese spezialisierten Arbeitskräfte vor Ort nicht gab, mussten die Arbeiter anfangs weitgehend von außerhalb angeworben werden. Das Material in Form von Roheisen stammte aus den Hüttenwerken im Harz. Die Fabrik entstand zunächst im Ortsteil Lonau an der Lonau, deren Wasser sie für Antriebsmühlen nutzte.[7] 1740 wurde die Fabrik nach Herzberg verlegt. Eine Gewehrfabrik des Königreichs Hannover in Hannover-Linden wurde bereits 1738 nach Herzberg verlegt. Im 19. Jahrhundert hatte die Fabrik etwa 200 Beschäftigte. Ab 1866, nach der Annexion des Königreichs durch Preußen, nahm die Bedeutung der Waffenfabrik ab, da die preußischen Waffenunternehmen eine starke Konkurrenz waren.

Sprengstoffherstellung[Bearbeiten]

Die Sprengstofffabrik entstand 1940 zur Produktion von Minen und Bomben. Die Dynamit AG Alfred Nobel errichtete die Fabrik nahe dem Ort und dem Schloss und hatte sogar einen Bahnanschluss, welcher bis heute nie abgebaut wurde. Wegen der Gefährdung durften nicht mehr als 7.500 kg Sprengstoff gelagert werden. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Nacht zum 4. April 1945 zu einer Katastrophe. Zu diesem Zeitpunkt lagerten auf dem Grundstück etwa 40.000 kg Sprengstoff und 8.000 Minen. Durch kleinere Detonationen entstand ein Brand, der während der Löscharbeiten der Feuerwehr zu einer gewaltigen Explosion führte.[8] Neun Menschen wurden getötet. Sachschäden waren abgedeckte Dächer im Ort und auf dem Schloss. Die Ursache wurde nicht ermittelt, vermutet wurde Sabotage oder Fahrlässigkeit.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde Lonauerhammerhütte, die zuvor zum Landkreis Zellerfeld gehörte, in die Stadt Herzberg eingemeindet. Am 1. Juli 1972 kamen Lonau, Pöhlde, Scharzfeld und Sieber hinzu.[9]

Einwohnerzahlentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[10]
1961 16.962
1970 17.887
1987 15.899
1990 16.638
1995 16.325
2000 15.374
2005 14.697
2010 13.802
2011 13.573

Die Zahlen von 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) sind Volkszählungsergebnisse einschließlich der später eingemeindeten Orte.[9]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2011[11][12]
Wahlbeteiligung: 55,64 % (2006: 59,27 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,30 %
40,80 %
7,39 %
3,47 %
2,86 %
2,17 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+2,67 %p
-8,57 %p
+4,29 %p
-0,89 %p
+0,32 %p
+2,17 %p

Der Rat der Stadt Herzberg am Harz besteht aus 31 Ratsfrauen und Ratsherren, mit dem hauptamtlichen Bürgermeister.

Seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen:

  • SPD: 13 Sitze (+1)
  • CDU: 12 Sitze (–3)
  • GRÜNE: 2 Sitze (+1)
  • FDP: 1 Sitz (±0)
  • LINKE: 1 Sitz (±0)
  • NPD: 1 Sitz (+1)
Schloss Herzberg vom Ort aus gesehen
Marktplatz
Ev. St.-Nicolai-Kirche
Juessee mit Freibad
Lonauer Wasserfall

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: Das von Blau und Gold gespaltene Wappen der Stadt zeigt im vorderen (blauen) Feld einen rot bewehrten, goldenen Löwen und im hinteren (goldenen) Feld einen aufgerichteten roten Hirsch. Das Wappen wurde 1953 vom Minister des Innern genehmigt und enthält Anlehnungen an Amtssiegel aus dem 18. Jahrhundert. Der Löwe zeigt die, seit 1157 währende, Verbundenheit zum welfischen Adelsgeschlecht. Der Hirsch steht für das, bis 1885 bestandene, Amt Herzberg, welches damals in den Landkreis Osterode eingegliedert wurde. Rot und Gold in der rechten Schildhälfte waren die Wappenfarben der Grafen von Lutterberg, die um 1029 einen festen Sitz errichteten, dessen einstiger Name Hirschberg eine frühere Bezeichnung Herzbergs war.[13]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Herzberg[Bearbeiten]

Das Schloss Herzberg, das auf einer Bergkuppe über dem Ort liegt, ist eines der wenigen Schlösser in Niedersachsen in Fachwerkbauweise. Es entstand auf einer mittelalterlichen Burganlage und wurde nach einem Brand von 1510 neu erbaut. Zwischen 1158 und 1866 befand es sich ununterbrochen im Besitz der Welfen und wird daher auch Welfenschloss genannt. Seit 1882 hat das Amtsgericht Herzberg seinen Sitz im Schloss. Heute beherbergt es außerdem ein Zinnfigurenmuseum sowie Ausstellungen zur Geschichte der lokalen Forstwirtschaft und der Geschichte des Schlosses selbst.

Burgruine Scharzfels[Bearbeiten]

Die Burgruine Scharzfels liegt östlich des Ortsteils Scharzfeld auf einem steilen Gebirgsrand. Die als uneinnehmbar geltende Festung wurde im Siebenjährigen Krieg 1761 zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Nicolaikirche[Bearbeiten]

Die Nicolaikirche Herzberg wurde an Stelle der wegen Baufälligkeit abgetragenen ersten Nicolaikirche errichtet und 1845 geweiht. Die Orgel der Kirche wurde durch den Herzberger Orgelbauer Johann Andreas Engelhardt gebaut (ebenfalls 1845), durch Verfügung des Landeskirchenamts vom 25. April 1960 als bedeutendes Werk des Klassizismus unter Denkmalschutz gestellt und 1975 durch Rudolf Janke (Bovenden) restauriert. Sie hat folgende Disposition:

I. Hauptwerk C–f3
Principal 16′
Octave 8′
Gemshorn 8′
Viola da Gamba 8′
Hohlflöte 8′
Doppelgedackt 8′
Octave 4′
Gemshorn 4′
Fugara 4′
Quintflöte 3′
Octave 2′
Tertia 13/5
Mixtur IV 2′
Trompete 8'
Tremulant
II. Oberwerk C–f3
Quintatön 16′
Principal 8′
Salicional 8′
Doppelflöte 8′
Traversflöte 8′
Octave 4′
Rohrflöte 4′
Fernflöte 4′
Octave 2′
Mixtur IV 11/3
Cornett IV 8′
Trompete 8′
Tremulant
Pedal C–f1
Untersatz 32′
Principalbass 16′
Subbass 16′
Violon 16′
Octavbass 8′
Bordun 8′
Violon 8′
Octavbass 4′
Posaune 16′
Trompete 8′
  • Koppeln: I/II, I/P
  • Forte/Pianio-Pedal (Sperrventil)
  • Sperrventile I und II


Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Die Einhornhöhle bei Scharzfeld ist ein natürlicher Hohlraum in Dolomitgestein. Gesamtlänge von 557 m. Funde aus der Steinzeit.
  • Steinkirche Scharzfeld. Es handelt es sich um eine 28 m lange und 6-8 m hohe Höhle in einem Dolomitfelsen, die altsteinzeitlichen Jägern als Lagerplatz diente. Im Mittelalter wurde sie zum Kirchenraum umfunktioniert.
  • Der Karstwanderweg führt in Herzberg unter anderem am zentral gelegenen Juessee und am Lonauer Wasserfall vorbei.
  • Der Ochsenpfuhl ist ein kleiner See, der etwa 350 m südlich des Schlosses liegt.
  • Die Rhumequelle ist die drittgrößste Quelle Europas und liegt bei Rhumspringe, gehört jedoch zu Pöhlde (und Herzberg).

Naturschutz und Nationalpark[Bearbeiten]

Herzberg liegt am Rand des Nationalparks Harz; der Ortsteil Lonau ist vollständig vom Nationalpark umgeben. Weiterhin liegt Herzberg am Naturschutzgebiet „Siebertal“.[14]

Sport[Bearbeiten]

  • Herzberger Schützengesellschaft e. V. v. 1538
  • MTV Herzberg
  • VfL Herzberg 1908 e. V.
  • TanzSportClub(TSC) Herzberg e. V.
  • Turnverein Pöhlde Einigkeit Germania 1896 e. V.
  • Tennisclub TC Grün-Weiß Herzberg
  • TV GutsMuths Scharzfeld
  • SV Scharzfeld 1950 e. V.
  • SV Pöhlde
  • DLRG OG Herzberg

Radfernwege[Bearbeiten]

Herzberg liegt am Weser-Harz-Heide-Radfernweg und am Harzrundweg.

Herzberg – die Esperanto-Stadt[Bearbeiten]

Esperanto-Platz

Seit einem Beschluss des Stadtrates vom 11. Juli 2006 trägt Herzberg den Namenszusatz Esperanto-Stadt, in Esperanto: Herzberg – la Esperanto-urbo.[15] Dieser ungewöhnliche Namenszusatz ergibt sich daraus, dass in Herzberg zu dieser Sprache seit vielen Jahren internationale Jugendtreffen, Kongresse und andere Veranstaltungen stattfinden. Das führt dazu, dass die Stadt entsprechend viele Esperanto sprechende Gäste beherbergt.

Esperanto-Unterricht wird an allen städtischen Schulen sowie vom Interkulturellen Zentrum Herzberg angeboten. Dieses ist ein Bildungszentrum des Deutschen Esperanto-Bunds, an dem unter anderem auch Sprachlehrer ausgebildet werden.[16]

Aufgrund von Esperanto wird eine intensive Beziehung zur polnischen Partnerstadt Góra geführt, mit der auch ein Schüleraustausch stattfindet. Durch diese Form der Kontakte soll die Städtepartnerschaft stärker als durch die üblichen offiziellen Kontakte gefördert werden. Góra (deutsch: Guhrau) befindet sich in Schlesien. In Herzberg gibt es eine Guhrauer Heimatstube, die auf Anfrage besichtigt werden kann.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs Herzberg (Harz)

Herzberg liegt an den Bundesstraßen 27 (GöttingenBraunlage) und 243 (SeesenNordhausen).

Die Deutsche Bahn unterhält einen Bahnhof an der zweigleisigen Südharzstrecke, an dem Züge Richtung Northeim bzw. Göttingen, Richtung Nordhausen und Richtung Braunschweig halten. Außerdem existiert der Haltepunkt Herzberg am Harz Schloss, der sich unterhalb des Welfenschlosses an der eingleisigen Bahnstrecke Herzberg–Seesen und damit näher am Stadtzentrum befindet. Die ehemalige Bahnstrecke Bleicherode Ost–Herzberg ist seit 1982, die Bahnstrecke Herzberg–Siebertal seit 1994 außer Betrieb.

Die RBB unterhält die Busrouten nach Bad-Lauterberg, St. Andreasberg, Lonau, Sieber, Hattorf, Wulften, Pöhlde, Rhumspringe, Düna und Osterode.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Pleissner Guss GmbH
  • Smurfit Kappa Herzberger Papierfabrik GmbH
  • Smurfit Kappa Herzberger Wellpappe GmbH
  • Jungfer Druckerei und Verlag GmbH
  • PEMA GmbH, LKW Vermietung
  • Kliniken Herzberg und Osterode GmbH
  • ANDIA International GmbH

Bildung[Bearbeiten]

In Herzberg gibt es die vier Grundschulen:

  • Mahnte-Grundschule
  • Nicolai-Grundschule
  • Einhornschule in Scharzfeld
  • Grundschule am Rotenberg in Pöhlde

Weiterführende Schulen sind:

Religion[Bearbeiten]

Kath. Kirche St. Josef

Herzberg ist Sitz eines gleichnamigen Kirchenkreises der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zu ihm gehören in Herzberg die 1841-45 erbaute Nicolai-Kirche in der Junkernstraße 21 (siehe auch "Kultur und Sehenswürdigkeiten") und die 1963/64 erbaute Christus-Kirche in der Margeritenstraße 3.

Die katholische Kirche St. Josef, benannt nach Josef von Nazaret, befindet sich am Magisterberg. Sie wurde 1893-95 erbaut. Ihre Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Nörten-Osterode. Seit dem 1. November 2006 gehört zur Pfarrgemeinde auch die katholische Kirche in Hattorf. Zur Pfarrgemeinde gehören auch die Kindertagesstätte neben der Kirche und der Friedhof an der Lönsstraße.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Herzberg (Baptisten) wurde 1957 gegründet und gehört zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Sie verfügt über die Kreuzkirche in der Nelkenstraße 1 sowie ein Gemeindehaus in Osterode.

Die Evangelische Gemeinschaft Herzberg verfügt über eine Kirche in der Junkernstraße 16. Die Gemeinde gehört über den Ohofer Gemeinschaftsverband zum Bund evangelischer Gemeinschaften.

Die Neuapostolische Kirche wurde 2007 geschlossen. 1901 wurde die Gemeinde Herzberg gegründet, sie gehörte zum Kirchenbezirk Göttingen. Erst 1971 jedoch erhielt die Gemeinde in der Peimannsgasse 3 eine eigene Kirche. Am 11. November 2007 fand dort der letzte Gottesdienst statt. Das Kirchengebäude wurde verkauft, es wird heute als Physiotherapiepraxis genutzt. Die nächstgelegene neuapostolische Kirche befindet sich heute im 9 km entfernten Osterode.

Die Zeugen Jehovas haben eine Versammlung an der Lönsstraße.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Eva Herman (* 1958 in Emden), Autorin und ehemalige Fernsehmoderatorin, verbrachte den größten Teil ihrer Kindheit in Herzberg und besuchte das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Ludwig Kiene, Klaus Matwijow: Herzberg am Harz in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel/Niederlande 1984–1991
  • Klaus Matwijow: Herzberg am Harz. Bilder aus vergangenen Tagen. Geiger, Horb am Neckar 1989, ISBN 3-89264-392-X.
  • Martin Claus: Palithi. Die Ausgrabungen an der Wallburg König Heinrichs Vogelherd bei Pöhlde (Stadt Herzberg im Harz, Landkreis Osterode am Harz). Theiss, Stuttgart 1992, ISBN 3-8062-1068-3. (Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens; 23)
  • Ernst Andreas Friedrich: Wenn Steine reden könnten. Band IV, Landbuch-Verlag, Hannover 1998, ISBN 3-7842-0558-5 (Schloss Herzberg)
  • Ernst Andreas Friedrich: Wenn Steine reden könnten. Band II, Landbuch-Verlag, Hannover 1992, ISBN 3-7842-0479-1 (Steinkirche bei Scharzfeld)
  • Hans-Heinrich Hillegeist: Die Geschichte der Lonauerhammerhütte bei Herzberg/Harz. Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-36165-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herzberg am Harz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Herzberg am Harz – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://www.herzberg.de/staticsite/staticsite.php?menuid=241&topmenu=34
  3. Uwe Ohainski und Jürgen Udolph, Die Ortsnamen des Landkreises Osterode, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 3-89534-370-6, Seite 76–79
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDer Mühlengraben, die Lebensader Herzbergs. Karstwanderweg.de, abgerufen am 8. August 2011.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMühlen in Herzberg. Karstwanderweg.de, abgerufen am 8. August 2011.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWie kommt das Wasser auf den Berg? Karstwanderweg.de, abgerufen am 8. August 2011.
  7. Hans-Heinrich Hillegeist, Die Geschichte der Lonauerhammerhütte bei Herzberg/Harz, Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-36165-3
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeschichts- und Erinnerungstafel Herzberg. Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., abgerufen am 8. August 2011 (PDF; 818 kB).
  9. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 215.
  10. Statistische Erhebungen, Homepage Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen LSKN-Online; Einwohnerzahlen jeweils am 31. Dezember des Jahres.
  11. http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/156009_000032/index.html
  12. http://wahlen.kds.de/2006kw/Daten/HER/6_3_000156009E.html
  13.  Klemens Stadler: Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeindewappen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. 5, Angelsachsen-Verlag, Bremen 1970, S. 49.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNaturschutzgebiet „Siebertal“. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  15. Webseite des Interkulturellen Zentrums Herzberg / Deutsches Esperanto-Zentrum, abgerufen am 7. November 2012
  16. Webseite des Interkultura Centro Herzberg (ICH)
  17. Chicken Delight in der englischsprachigen Wikipedia
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNachruf auf Otto Koch. WinnipegFreePress, abgerufen am 7. August 2011.