Herzkämper-Mulde-Weg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg

Der Herzkämper-Mulde-Weg ist ein Rundwanderweg im Gebiet von Sprockhövel-Gennebreck, -Herzkamp und Obersprockhövel an der Grenze zu Wuppertal, der verschiedene bergbauhistorische Stätten aus der Frühzeit der Kohleförderung des Ruhrgebiets miteinander verbindet.

An den Hängen der Senke Herzkämper Mulde reichten die Kohleflöze Dreckbank, Eisenstein und Hauptflöz des Ruhrkohlenreviers bis an die Erdoberfläche und wurden schon früh abgebaut. Hier befinden sich mit die ältesten Zeugnisse der Bergbaugeschichte des Ruhrgebiets.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Die Herzkämper Mulde, im Hintergrund die Gennebrecker Mühle
Lichtloch des Herzkämper Erbstollens
Ortschaft Schee
Neugotische Kirche in Sprockhövel-Herzkamp

Der 9,5 km lange Rundwanderweg wurde von dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel e.V. geschaffen und wurde nach dem Kohlental Herzkämper Mulde benannt. Als Wegzeichen wurde ein stilisiertes Stollenmundloch gewählt. Der Ausgangspunkt liegt an der neugotischen Kirche in der Ortschaft Herzkamp.

Der Herzkämper-Mulde-Weg wird mit vier weiteren Bergbauwanderwegen thematisch zu der Themenroute Spur der Kohle zusammengefasst.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Der Bergbauwanderweg führt zu 17 Stätten und Objekten der Bergbaugeschichte, von denen elf vor Ort mit informativen Schautafeln erläutert werden.

  1. Neugotische Kirche Herzkamp (1862), die eng mit der Geschichte des örtlichen Bergbaus verknüpft ist.
  2. Gasthof Zur Post (1785) der Familie Lehn. Der Schankwirt Heinrich Peter von Lehn war zugleich Schichtmeister der Zeche Stöckerdreckbank. Neben der Gastwirtschaft besaß die Familie Kuxenanteile und erhob Wegzoll für die Kohletransporte über die Hauptstraße.
  3. Schacht Neu Herzkamp (1714) der Zeche Stöckerdreckbank. Der Schacht war der südlichste des gesamten Ruhrgebiets.
  4. Hausbandweberei Prange und Brennerei Bräuckelchen, Nebenerwerbsplätze der Bergmannsfamilien
  5. Bauernplatz (Versammlungsort) Egen
  6. Hofschaft Fahrentrappe, erstmals 837 erwähnt
  7. Lichtloch des Herzkämper Erbstollens (1773). Der Herzkämper Erbstollen wurde 1860 durch den Dreckbänker Erbstollen abgelöst.
  8. Stollenmundloch des Kreßsieper(Christsieper) Erbstollens (1731)
  9. Halden am Kreßsieper Weg
  10. Alte Kohlenstraße
  11. Ringelsiepen, Halde der Zeche Sieper und Eisenerzverhüttung (um 1650)
  12. Der Pingenwald, Zeche Buschbank und Bergwerk Sieper und Mühler
  13. Ortschaft Schee. Zollkontor zwischen der Grafschaft Mark und dem Herzogtum Berg, Verladebahnhof an den Bahnstrecken Wuppertal-Wichlinghausen–Hattingen und Schee–Silschede. Das Flöz Dreckbank beißt hier aus; der Bergbau hier wird 1547 erstmals erwähnt.
  14. Pingen im Wäldchen In der Hütte (St. Moritz), Bergwerk Hüterbank
  15. Schacht Gustav des Eisensteinbergwerks Neu Herzkamp
  16. Die Höfe Zur Mühlen
  17. Hofschaft Der Große Siepen

[Bearbeiten] Literatur

  • Wanderführer mit Karte Der Herzkämper-Mulde-Weg, Hrsg: Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel e.V.

[Bearbeiten] Weblinks

51.3247222222227.2019444444444Koordinaten: 51° 19′ 29″ N, 7° 12′ 7″ O

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge