Herzog in Bayern

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Herzog in Bayern war ein Titel, den u. a. die Wittelsbacher Herzöge von Pfalz-Zweibrücken und die von ihnen abstammenden Nebenlinien führten.

So lautete etwa der vollständige Titel von Karl I., dem Stammvater des Hauses Pfalz-Birkenfeld: „Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Graf zu Veldenz und Sponheim“. Allerdings standen nach dem pfälzischen Primogeniturrecht nur die regierenden Herzöge von Zweibrücken tatsächlich im Rang eines Herzogs, die übrigen Familienmitglieder hatten den Rang eines Pfalzgrafen.

Bedeutung erlangte der Titel ab 1799 durch die Nebenlinie Pfalz-Birkenfeld-Gelnhausen, die ihren genealogischen Ursprung mit Johann Karl von Birkenfeld-Gelnhausen (1638–1704), dem Bruder von Christian II. von Pfalz-Birkenfeld, und seinen – nach langem Prozess legitimierten – Nachfahren aus seiner zweiten Ehe mit Esther-Marie von Witzleben (1665–1725) nimmt. Nachdem Maximilian Joseph von Pfalz-Birkenfeld-Zweibrücken bayerischer und pfälzischer Kurfürst wurde, erhob er seinen Vetter Wilhelm aus der Gelnhauser Linie auch tatsächlich in den Herzogsstand. Als Bayern 1806 Königreich wurde, durfte er sich zugleich „Königliche Hoheit“ nennen.

Prominente Mitglieder dieser Linie waren Kaiserin Elisabeth von Österreich, ihr Bruder, der Augenarzt Dr. med. Herzog Carl Theodor in Bayern, und die Königin Elisabeth von Belgien.

Jetziges Oberhaupt der Linie ist, durch 1965 erfolgte bürgerlich-rechtliche Adoption, Max in Bayern, der leibliche Bruder und designierte Nachfolger des derzeitigen Chefs des Hauses Wittelsbach, Franz von Bayern. Seine Großmutter war Marie Gabriele geb. Herzogin in Bayern. Über ihn entstammt auch die gegenwärtige Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein der Linie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Eberhard Wild: Zur Geschichte der Grafschaften Veldenz und Sponheim und der Birkenfelder Linien der pfälzischen Wittelsbacher. Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld 43. Birkenfeld 1982.
  • Hermann von Witzleben, Ilka von Vignau: Die Herzöge in Bayern – Von der Pfalz zum Tegernsee. Prestel, München 1976.