Herzog von Leuchtenberg

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Wappen des Herzogs von Leuchtenberg aus dem Hause Beauharnais
Eugène de Beauharnais (1781–1824), Vizekönig von Italien, Großherzog von Frankfurt, 1817 bayerischer Herzog von Leuchtenberg, Fürst von Eichstätt

Herzog von Leuchtenberg war der Fürstentitel, den Maximilian I. Joseph von Bayern seinem Schwiegersohn Eugène de Beauharnais, dem Stief- und Adoptivsohn Napoléons, nach dessen Sturz 1817 mit dem gleichnamigem Landgrafentum und dem Fürstentum Eichstätt als Standesherrschaft zusprach. 1833 kaufte Bayern das Fürstentum und 1855 schließlich um drei Millionen Gulden die den Leuchtenbergischen Erben noch verbliebenen Besitzungen zurück. Zwischen 1852 und 1934 war das bayerische Kloster Seeon der Familiensitz.

Allerdings hatten schon Albrecht VI. (1584–1666) der Leuchtenberger und sein Neffe Maximilian Philipp Hieronymus von Bayern-Leuchtenberg den Titel Herzog von Leuchtenberg geführt.

Die bayerischen Herzöge von Leuchtenberg (in Primogenitur) waren:

  1. Eugène de Beauharnais (1781–1824), Vizekönig von Italien, Großherzog von Frankfurt, 1817 bayerischer Herzog von Leuchtenberg, Fürst von Eichstätt.
  2. Auguste de Beauharnais (1810–1835), 2. Herzog von Leuchtenberg seit 1824, Sohn des vorigen.
  3. Maximilian de Beauharnais (1817–1852), 3. Herzog von Leuchtenberg seit 1835, Bruder des vorigen.
  4. Nikolaus de Beauharnais (1843–1890), 4. Herzog von Leuchtenberg seit 1852, Sohn des vorigen, 1852 auch russischer Fürst Romanowski (für alle Mitglieder der Familie)
  5. Eugène de Beauharnais (1847–1901), 5. Herzog von Leuchtenberg seit 1890, Bruder des vorigen
  6. Georg de Beauharnais (1852–1912), 6. Herzog von Leuchtenberg seit 1901, Bruder des vorigen
  7. Alexander de Beauharnais (1881–1942), 7. Herzog von Leuchtenberg seit 1912, Sohn des vorigen
  8. Sergei de Beauharnais (1890–1974), 8. Herzog von Leuchtenberg, Bruder des vorigen

Kurz vor dem Tod von Herzog Nikolaus 1890 wurde der bayerische Titel als russischer Titel für seine Söhne und alle Nachkommen erweitert, der bayerische Titel ging dann an Nikolaus' jüngeren Bruder Eugène über.

Die russischen Herzöge von Leuchtenberg waren:

Nikolaus de Beauharnais (1868–1928), russischer Herzog von Leuchtenberg seit 1890, Sohn von Herzog Nikolaus
Georg de Beauharnais (1872–1929), russischer Herzog von Leuchtenberg seit 1890, Bruder des vorigen.

Beide hatten eine Reihe von Kindern und Enkeln, die alle das Recht haben, den Titel eines Herzogs oder einer Herzogin von Leuchtenberg zu tragen.

Eine Tochter von Eugène de Beauharnais war Joséphine de Beauharnais jr., Königin von Schweden. Amélie von Leuchtenberg, eine weitere Tochter Eugènes, heiratete 1829 den Kaiser von Brasilien Pedro I. Eine Tochter Maximilians war Maria von Leuchtenberg, Fürstin Romanovskaja, (1841–1914), die Mutter des letzten Reichskanzlers im Kaiserreich, Prinz Max von Baden.

Siehe auch[Bearbeiten]