Herzogtum Schleswig

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Wappen von Schleswig (Schleswigsche Löwen)
Das Herzogtum Schleswig und seine Harden in den historischen Grenzen vor 1864.

Das Herzogtum Schleswig (dänisch: Hertugdømmet Slesvig) existierte bis 1864 und umfasste im Wesentlichen das heutige Nordschleswig (Dänemark) und Südschleswig. Hauptort war die Stadt Schleswig. Vorläufer des Herzogtums war im frühen Mittelalter das Jarltum Süderjütland (Sønderjylland).

Geografie[Bearbeiten]

Die Fläche des historischen Herzogtums Schleswig umfasste rund 9200 km². Es befand sich in Jütland. Im Süden waren Eider und Levensau die Grenze zu Dithmarschen und Holstein; die Inseln Alsen, Helgoland, Ærø und Fehmarn gehörten zum Herzogtum. Die Grenze zum nördlichen Jütland wurde durch den Fluss Kongeå (deutsch Königsau) gebildet, der in etwa von Kolding an der Ostsee aus nach Westen fließt und sich südlich von Esbjerg in die Nordsee ergießt. Im Westen befand sich die Nordsee, im Osten die Ostsee.

Das Gebiet des Herzogtums in den Grenzen von 1864 umfasst heute auf deutscher Seite den Landesteil Schleswig, bestehend aus den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, dem Nordteil des Kreises Rendsburg-Eckernförde und der Stadt Flensburg. Auf dänischer Seite zählt Nordschleswig dazu, das bis zum 31. Dezember 2006 deckungsgleich mit dem Sønderjyllands Amt war, jetzt aber in der Region Syddanmark aufgegangen ist.

Bis 1864 gehörten dem Herzogtum noch sieben Kirchspiele südlich von Kolding, ein zwischen Königsau und Ribe (deutsch: Ripen) gelegener Landstrich und die erwähnten Inseln mit Ausnahme von Helgoland an. Nach der Übergabe Schleswigs an Preußen gelangten die ausschließlich dänisch bevölkerten Gebiete im Tausch gegen die königlich dänischen Enklaven an der Westküste Schleswigs an das Königreich Dänemark. Im 13. und 14. Jahrhunderts gehörten den schleswigschen Herzögen auch Langeland sowie Gebiete auf dem südlichen Fünen.

Die erste genaue Landesaufnahme Schleswigs stammt bereits von Johannes Mejer (1606–1674). Verschiedene seiner Landcarten wurden 1652 – zusammen mit Beschreibungen von Caspar Danckwerth – als dreiteiliger Atlas Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein gedruckt. Sie enthält auch Pläne der größeren Städte.

Ein umfassendes Werk ist die 1805 erschienene Topographie von Schleswig von Johann Friedrich August Dörfer (1766–1824). Es wurde in mehreren Auflagen nachgedruckt und 1855 durch die Landeskunde Johannes von Schröder ergänzt. Neuere Landesaufnahmen wurden von Militärtopografen und im 20. Jahrhundert vom Landesvermessungsamt durchgeführt.

Siedlungsgeschichte und Bevölkerung[Bearbeiten]

Siedlungsgebiete zwischen 800 und 1100

Das Gebiet Schleswigs war zur Völkerwanderungszeit vor allem von germanischen Angeln und der Kulturgruppe des Over Jerstal-Kreises besiedelt.[1] Nachdem große Teile der Angeln zusammen mit den in Nørrejylland siedelnden Jüten[2] und den südlich Schleswigs siedelnden Sachsen im 4. und 5. Jahrhundert (insbesondere wohl um das Jahr 350)[3] zu den Britischen Inseln auswanderten, drangen von den Inseln zwischen Schweden und Jütland nordgermanische Dänen, deren ursprüngliche Heimat wahrscheinlich Schonen (im heutigen Südschweden) war, in das nun bevölkerungsarme Jütland ein und vermischten sich mit den Resten der Jüten und Angeln. Etwa zeitgleich mit dem Ende der dänischen Einwanderung siedelten ab dem 8. Jahrhundert Friesen an der Westküste, um sich der Expansion des Frankenreiches zu entziehen. Der Landstrich zwischen den Linien EckernfördeTreene und EiderLevensau war damals kaum besiedelt, von dichtem Wald bedeckt und wurde erst im Hochmittelalter von aus Süden kommenden sächsischen Kolonisten besiedelt.[4] Zur Zeit des aufgeklärten Absolutismus im 18. Jahrhundert wurden vom dänischen König im Rahmen der Kolonisation der bis dahin kaum besiedelten Moor- und Heidelandschaften Kolonisten aus Württemberg, Schwaben, Hessen und der Pfalz in Teilen der Schleswigschen Geest – wie auch im mittleren Jütland bei Silkeborg[5] – angesiedelt, die bereits in der zweiten Generation die dänische Sprache übernahmen.[6][7][8]

Heute leben in beiden Teilen Schleswigs – im dänischen Norden und im deutschen Süden – Minderheiten der jeweils anderen Nation. Die Rechte der Minderheiten regeln die Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955.

Siehe auch: Dänische Minderheit in Deutschland und Deutsche Minderheit in Dänemark

Sprachen[Bearbeiten]

Im Früh- und Hochmittelalter (ab der späten Eisen- und Wikingerzeit) war die Sprache Schleswigs nördlich der Treene, des Dannewerks und der Eckernförder Bucht das Alt- bzw. Mitteldänische und der sich daraus entwickelnde Dialekt Sønderjysk (Südjütisch). An der Westküste zwischen Eider und Vidå waren zudem das Altfriesische und die sich daraus entwickelten nordfriesischen Dialekte verbreitet. Mit der Rodung und Besiedlung des früheren deutsch-dänischen Grenzwaldes (Dänischer Wohld) durch deutsche Siedler im 13. Jahrhundert verbreitete sich im unmittelbaren Süden Schleswigs auch das Niederdeutsche.

Der spätere Sprachwechsel zum Deutschen in der südlichen Hälfte Schleswigs beruhte zunächst auf der Verwendung des Niederdeutschen und ab etwa dem 17. Jh. des Hochdeutschen als Kanzlei-, Kirchen- und Schulsprache im südlichen Schleswig [9]. Verstärkt wurde dieser Sprachwechsel durch die Handelsbeziehungen nach Süden und den Einfluss des holsteinischen Adels. Im nördlichen Schleswig fand dagegen Hochdänisch (rigsdansk) als Kirchen- und Schulsprache Anwendung [10].

So verbreitete sich ab dem 14. und 15. Jahrhundert zunehmend das Niederdeutsche und später das Hochdeutsche. Ausgangspunkte waren vor allem die Städte und der Adel. Später verbreitete sich das Niederdeutsche auch im ländlichen Raum. An der Westküste löste es bis ins 17. und 18 Jahrhundert das Eiderstedter und Strander Friesisch, in Schwansen und Angeln bis in 19. und teilweise 20. Jahrhundert das Angeldänische als Umgangssprache ab. Bis in die 1930er Jahren verschwanden schließlich auch die letzten dänischen Sprachinseln der südlichen Schleswigschen Geest (wie das grammatisch altertümliche Viöler Dänisch) und nach der Ansiedlung ostdeutscher Vertriebener nach 1945 wurde nun auch im grenznahen Bereich der Geest die deutsche Sprache die Lingua Franca, wo bis dahin das Südjütische als Umgangssprache ohne Hinsicht auf nationale Gesinnung galt. Heute fällt die Sprachgrenze ungefähr mit der Staatsgrenze zusammen, nur vereinzelt unter der älteren Generation wird Südjütisch noch in den grenznahen Kirchspielen zwischen Niebüll und Flensburg gesprochen. Im ländlichen Raum Nordschleswigs war Sønderjysk noch bis ins 20. Jahrhundert weitgehend Umgangssprache, wohingegen die Städte Nordschleswigs vom 19. Jahrhundert bis 1920 gemischtsprachig (dänisch-deutsch) geprägt waren. Erst mit der Urbanisierung in den Jahrzehnten nach 1960 ging auch in Nordschleswig Sønderjysk zugunsten des Reichsdänischen (Hochdänisch) zurück. Sprachforscher gehen heute davon aus, dass sowohl den historischen Sprachwechseln (Dänisch zu Plattdeutsch, Friesisch zu Plattdeutsch) als den modernen Wechseln (Plattdeutsch zu Hochdeutsch, Friesisch zu Hochdeutsch, Südjütisch zu Reichsdänisch bzw. Südjütisch zu Hochdeutsch) weitverbreitete Kenntnisse der Nachbarsprachen vorausgingen, die das Code-Switching ermöglichten; so war z. B. das Plattdeutsche die Verkehrssprache zwischen den Sprachgruppen in weiten Teilen Südschleswigs, während die friesische Bevölkerung im Gebiet Südtondern zusätzlich teilweise das Südjütische beherrschte und diese Variante im Kontakt mit Dänischsprachigen benutzte.

Umgangssprachen sind heute vor allem die beiden Hochsprachen Hochdeutsch (in Südschleswig) und Hochdänisch/Reichsdänisch (in Nordschleswig). Vor allem im ländlichen Bereich findet jedoch auch noch Niederdeutsch, Sønderjysk und Nordfriesisch Anwendung. Zu benennen sind auch die nationale Minderheiten und Volksgruppen in Schleswig (die deutschen Nordschleswiger, die dänischen Südschleswiger und die Nordfriesen), die ihre Sprache und Kultur in Vereinen, Kindergärten und Schulen vermitteln, die zu von jeweils beiden nationalen Bildungssystemen anerkannten Abschlüssen führen. Die traditionelle Zweisprachigkeit der Region wird heute eher innerhalb der Minderheiten fortgeführt, wobei die Minderheiten sich selbst vor allem über das Bekenntnis/Selbstzuordnung und nicht die Sprache definieren, was seit den Bonn-Kopenhagener Erklärungen 1955 auch formalisiert ist. Während diese Selbstzuordnung traditionell als „nationale Gesinnung“ oder „Bekenntnis“ beschrieben wurde, spricht man in den letzten Jahrzehnten zunehmend von einem kulturellen Zugehörigkeitsgefuhl oder „Zweiströmigkeit“.

Südlich der Staatsgrenze bekennen sich etwa 50.000 Menschen zur dänischen Minderheit, von denen etwa 10.000 dänische Muttersprachler sind,[11] die überwiegend die Variante Sydslesvigdansk sprechen. Ein kleiner Teil spricht auch noch Sønderjysk oder Friesisch. Der Dänische Schulverein für Südschleswig trägt zwei Gymnasien in Flensburg und Schleswig, ein Schülerwohnheim in Flensburg sowie 44 weitere Schulen mit zusammen 5.612 Schülern (Stand 2007)[12] und 55 Kindergärten, die 2000 von etwa 1800 Kindern besucht wurden. In allen Institutionen wird (mit Ausnahme des Faches Deutsch) auf Dänisch unterrichtet. Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig betreibt fünf dänische Bibliotheken.

Auf dänischer Seite der Grenze umfasst die deutsche Minderheit etwa 10.000[13] bis 20.000[14] Menschen, von denen etwa ein Drittel deutsche Muttersprachler, die überwiegend die Variante Nordschleswigdeutsch (Nordslesvigtysk) sprechen, während die Mehrheit den dänischen Dialekt Südjütisch als Muttersprache haben. [15] Ein kleiner Teil von ihnen spricht auch noch das Nordschleswiger Platt des Schleswigschen. Zur Pflege deutscher Sprache und Kultur betreibt der Schul- und Sprachverein für Nordschleswig ein Gymnasium in Apenrade, 15 weitere allgemeinbildende Schulen mit zusammen 1.350 Schülern und 24 Kindergärten mit 600 Kindern. In allen Bildungseinrichtungen wird (mit Ausnahme des Faches Dänisch) auf Deutsch unterrichtet. Der Verband Deutscher Büchereien in Nordschleswig betreibt fünf deutsche Bibliotheken.

Die nordfriesische Volksgruppe an der Westküste Schleswigs besitzt kein eigenes Schul- oder Bibliothekswesen. Jedoch gibt es eine Reihe friesischer Vereine sowie das Nordfriisk Instituut, die die nordfriesische Sprache und Kultur fördern. An vielen deutschen und dänischen Schulen und Kindergärten wird Friesisch als Unterrichtsfach angeboten. Als erste führte die dänische Schule in Risum seit den 1950er Jahren friesischen Muttersprachenunterricht ein. Heute sprechen etwa 10.000 Nordfriesen Friesisch, vor allem auf den Inseln Amrum, Föhr, Sylt und Helgoland sowie in der Gegend von Risum-Lindholm.

Wappen[Bearbeiten]

Blason: In Gelb (Gold) zwei blaue laufende rot gezungte und rot bewehrte Löwen.

Siehe auch: Schleswigsche Löwen

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Gottorf, früherer Sitz der schleswigschen Herzöge, nach 1713 Sitz des dänischen Statthalters.

Übersicht[Bearbeiten]

Das Jarltum Schleswig bildete sich im Hochmittelalter innerhalb Dänemarks als Lehen heraus. Im 12. und 13. Jahrhundert nahmen die Jarle nach deutschem Vorbild den Herzogtitel an und behaupteten zunehmend ihre Autonomie gegenüber dem dänischen Königshaus. Nach dem Aussterben des Abelgeschlechts im 14. Jahrhundert gelang es den Schauenburgern, die erbliche Belehnung mit dem Herzogtum Schleswig zu erhalten. Die dynastischen Verflechtungen zwischen dem Herzogtum Schleswig, der Grafschaft Holstein und dem Königreich Dänemark sollte von da an fünfhundert Jahre lang die Geschichte bestimmen. Dennoch fand das Recht des dänischen Reiches mit den reichsweiten Obergerichtshöfen und den Gesetzgebung des Danehofs bis zur Regierungszeit König Friedrichs I. (1523-33) weiterhin auch im Herzogtum Schleswig (Sønderjylland) Anwendung [16], das Jyske Lov wurde noch bis 1900 verwendet.

Entstehung des Herzogtums[Bearbeiten]

Die Eider bildete seit 811 die Grenze zwischen dem fränkischen und dem dänischen Reich: Der Wikingerkönig Hemming schloss in diesem Jahr Frieden mit Karl dem Großen, der während des Sachsenkrieges Dänemark vom Süden her bedrängt hatte. Der Vertrag wurde von zwölf dänischen und fränkischen Unterhändlern auf der Eiderinsel im heutigen Rendsburg geschlossen.[17] Schon vorher waren Verteidigungswälle von den Dänen bzw. den Jüten gebaut worden, um das eigene Gebiet gegen Süden abzusichern. Das wichtigste Bollwerk war das 20 km nördlichere Danewerk, das im 4. oder 5. Jahrhundert entstand und in mehreren Phasen bis 1168 ausgebaut wurde. In Verbindung mit dem Danewerk gab es die wichtige Handelssiedlung Haithabu (dänisch: Hedeby = „Heideort“), die in damaligen Quellen teilweise synonym mit Schleswig (= „Schlei-Bucht“) genannt wurde. Unweit von Haithabu befandt sich die Wikingersiedlung von Füsing.

Als Grenze blieb die Eider über ein Jahrhundert unangetastet. Erst mit den Kolonisationsbestrebungen des ostfränkischen Königs Heinrich I. wurde das Gebiet zwischen Eider und Schlei mit der Stadt Schleswig 934 erobert. Dieses Gebiet erhielt für die nachfolgenden Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Otto I., Otto II., Otto III., Heinrich II. und Konrad II. den Namen Mark Schleswig (auch Dänische Mark).

In einer Periode um 960 gelang es Harald Blauzahn, die dänische Südgrenze wieder bis zur Eider-Zone vorzuschieben.[18] Um 968 verstärkte er das Danewerk.

Der mächtige dänisch-englische König Knut der Große freundete sich mit dem ostfränkischen König Konrad II. an. Er versprach 1025 seine sechs Jahre alte Tochter Gunhild von Dänemark als Frau für Konrads Sohn Heinrich. Im Gegenzug erhielt Knut die Anerkennung als Herrscher über die Mark Schleswig. Knut war dann Gast der Kaiserkrönung Konrads II. in Rom. Die Hochzeit zwischen Gunhild und Heinrich III. fand Pfingsten 1036 in Nimwegen statt. Die Eidergrenze wurde damit als Grenze zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Dänemark bekräftigt. Diese Grenze blieb bis 1864 die Südgrenze des dänischen Reiches. [19]

Am Ende des 11. Jahrhunderts setzten die Könige von Dänemark in den drei sütlichen Sysseln Jütlands, im Barvidsyssel, Ellumsyssel und Istedsyssel, Statthalter ein, die zunächst den Titel eines Jarls führten und die Aufgaben eines markgräflichen Prokurators übernahmen. Das Amt wurde vorzugsweise an Mitglieder der Königsfamilie vergeben: Erstmals soll Olaf I., ein Sohn von Sven Estridsson, seit 1080 den Titel getragen haben. Ihm folgte vermutlich um 1100 sein Bruder Björn, Gründer der Rendsburg.[20]

Durch königliche Delegation erhielt Knud Laward um 1115 die süderjütische Jarlschaft, für die er sich den deutschen Herzogstitel (Dux Daciae = Herzog Dänemarks) zulegte, den er bis zu seiner Ermordung im Jahr 1131 trug. Seinen Machtbereich konnte Knud Laward durch die Eroberung Wagriens in den Jahren 1128/29 ausdehnen und durch ein Lehnsverhältnis zu Lothar von Supplinburg sichern.[21]

Der schleswigsche/süderjütländische Herzog und Königssohn Abel (1250–1252) ließ 1250 seinen Bruder Erik IV. ermorden und wurde an dessen Statt selber König von Dänemark. Unter Abels Söhnen Waldemar III. (1252–1257) und Erich I. (1260–1272)[22] spaltete sich die herzogliche Dynastie vom dänischen Königshaus ab. Ab 1375 wechselte der Titel „Herzog Jütlands“ oder „Herzog Süderjütlands“ zu „Herzog Schleswigs“.

Dynastische Auseinandersetzungen[Bearbeiten]

Die Schauenburger Grafen, die seit dem frühen 12. Jahrhundert mit dem zum Heiligen Römischen Reich gehörenden benachbarten Holstein belehnt waren, forcierten eine Politik, die Schleswig näher an Holstein knüpfen sollte. Graf Gerhard III. von Holstein nötigte 1326 Waldemar III. von Dänemark zur Constitutio Valdemariana, die eine gemeinsame Regierung von Dänemark und Schleswig verbot. Nach dem Aussterben des Schleswiger Herzogsgeschlechts 1386 erzwangen die Schauenburger ihre erbliche Belehnung mit dem Herzogtum Schleswig durch das dänische Königshaus, und der holsteinische Adel begann verstärkt, Besitz in Schleswig zu erwerben. Insbesondere im Südosten Schleswigs entstanden große Güter. Der bis dahin als deutsch-dänischer Grenzwald fungierende Dänische Wohld (dänisch: Jernved') wurde 1260 an holsteinischen Adel verpachtet und in Folge vor allem von Deutschen besiedelt [23].

Als das Schauenburger Geschlecht 1459 mit dem Tod Adolfs VIII. ausstarb, war dem Adel in beiden Territorien daran gelegen, dass in beiden Gebieten weiterhin derselbe Herrscher regieren solle. Darum wählten sie König Christian I. von Dänemark, Norwegen und Schweden aus dem Hause Oldenburg, einen Neffen Adolfs VIII., zum Landesherrn. Im Vertrag von Ripen (Ribe) 1460 – der Wahlkapitulation Christians I. – stand unter anderem, dass se bliwen tosamende up ewig ungedelt. Obwohl dieser weit hinten in der Urkunde stehende Paragraf im zeitgenössischen Kontext nichts mit einer territorialen Unteilbarkeit zu tun hat,[24] wurde op ewig ungedeelt das Leitmotto der schleswig-holsteinischen Bewegung des 19. Jahrhunderts, die eine Loslösung vom Dänischen Gesamtstaat anstrebte.

Teilungen ab 1544[Bearbeiten]

Schleswig und Holstein um 1650, die Herzogtümer sind in einen Flickenteppich verschiedener Hoheitsgebiete zerrissen
Historische Karte des Herzogtums Schleswig aus dem Jahr 1650

1544 wurden die Herzogtümer Schleswig und Holstein in drei Gebiete geteilt, die in etwa gleiche Steuerkraft hatten. Diese hingen jeweils räumlich nicht zusammen. Eines dieser Gebiete, als königlich dänischer Anteil bezeichnet, gehörte Christian III., dem König von Dänemark und Norwegen. Dessen zwei Halbbrüder, Johann II., Begründer der Nebenlinie Schleswig-Holstein-Hadersleben, und Adolf I., Begründer der Nebenlinie Schleswig-Holstein-Gottorf, erhielten jeweils eines der anderen beiden Gebiete.

Als 1580 Johann II. starb und mit ihm die Nebenlinie Schleswig-Holstein-Hadersleben endete, wurde das ihm 1544 zugeteilte Gebiet zur Hälfte dem König zugeschlagen und zur anderen Hälfte seinem Bruder Adolf I.

Im Jahr 1564 kam es zu einer weiteren Landesteilung; denn König Friedrich II. von Dänemark, der Sohn Christians III., trat seinem Bruder Johann (genannt „Johann der Jüngere“, der das Schloss Glücksburg 1582–1587 errichten ließ) ein Drittel seines Anteils an Schlössern, Ämtern und Städten ab, eine „Subdivision“, wodurch Johann der Jüngere Sonderburg, Arroe, Plön und Ahrensbök erhielt. Nach dem Tod seines Sohnes Alexander (1622–1627) teilte sich diese Sonderburger Linie des Hauses Oldenburg einerseits in die Linie des Erstgeborenen (Ernst Günther, 1627–1689), der zum Begründer des herzoglichen Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg wurde; Nachfahre dieses Ernst Günther war beispielsweise der in der Zeit von 1863 bis 1866 besonders bekannt gewordene Herzog Friedrich (Christian August) von Augustenburg (1829–1888) (genannt „Friedrich VIII.“). Andererseits entstand durch die Erbteilung von 1627 die jüngere Linie des „Hauses Sonderburg“ unter ihrem Begründer Herzog August Philip (1627–1675), die den Namen Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (später: Sonderburg-Glücksburg) trug.

Um mehr Unabhängigkeit von der Krone zu gewinnen, suchten die Gottorfer die Allianz zu Schweden. Im Großen Nordischen Krieg besetzte daraufhin Dänemark 1713 den herzoglichen Anteil Schleswigs. Von da an war Schleswig wieder vereinigt in königlich dänischer Hand. Im Frieden von Frederiksborg wurde die Annexion 1720 als rechtmäßig bestätigt und 1721 erfolgte auf Schloss Gottorf die Huldigung des dänischen Königs durch den Ritterstand. Zu einer Einigung des Herzogtums Holstein kam es erst 1773, als die herzogliche Linie nach Erlangung des russischen Zarenthrons zugunsten Dänemarks auf ihre holsteinischen Herrschaftsrechte verzichtete.

Nationale Auseinandersetzungen[Bearbeiten]

Mit Aufkommen der nationalliberalen Bewegungen im 19. Jahrhundert entstanden auch in den Herzogtümer jeweils eine deutsche und dänische nationalliberale Partei, die sich in ihren liberalen Grundausrichtungen entsprachen, jedoch in der Frage über den künftigen Status des Herzogtums Schleswig einen scheinbar unüberbrückbaren Gegensatz aufwiesen. Während die dänischen Nationalliberalen bereit waren Holstein aufzugeben und stattdessen Schleswig enger an das Königreich Dänemark binden wollten (Eiderdänen), forderten die deutschen Nationalliberalen die Vereinigung der beiden Herzogtümer innerhalb eines deutschen Bundesstaates und somit der Loslösung von der dänischen Krone. Beide Gruppen standen somit in Opposition zum bisherigen Dänischen Gesamtstaat. Auf dänischer Seite gab es zudem auch eine konservative Partei von Gesamtstaatsbefürwortern (Helstatsfolk). Einige Schleswig-Holsteiner forderten auch, die Augustenburger Linie wieder als Herzöge einzusetzen. Die dritte in Schleswig lebende Volksgruppe der Nordfriesen bildete trotz einiger Ansätze wie unter Harro Harring keine eigene Nationalbewegung heraus. Zeitgleich mit der Entwicklung nationalliberaler Gedanken fand in Teilen des südlichen Schleswigs wie in Angeln und nachfolgend auch auf der Geest ein Sprachwandel vom Dänischen zum Deutschen statt [25].

Erste Gedanken, Schleswig anhand einer Sprachgrenze zu teilen, wurden schon 1830 entwickelt; doch hatte der Teilungsgedanke auf keiner Seite einen größeren Rückhalt, da sich die Mehrheit gesinnungsübergreifend als Schleswiger sah. Schleswig war zweimal Anlass für Konflikte im 19. Jahrhundert: 1848 protestierten die deutschen Liberalen gegen das Einbeziehen Schleswigs in eine gesamtdänische Verfassung, da Schleswig als dänisches Reichslehen staatsrechtlich nicht unmittelbar zum Königreich Dänemark gehörte, und forderten stattdessen die Aufnahme Schleswigs in den Deutschen Bund bzw. in einen geplanten Deutschen Nationalstaat, während die dänischen Liberalen die Integration des Herzogtums ins Königreich Dänemark forderten (Eiderdänen). Nachdem sich die den aufständischen schleswig-holsteinischen Truppen zur Hilfe geeilten Truppen des Deutschen Bundes unter Führung Preußens auf internationalen Druck hin aus Jütland zurückgezogen hatten, unterlagen die Schleswig-Holsteiner 1851 den Dänen. In der Folgezeit führte die dänische Regierung in den gemischtsprachigen Gebieten Schleswigs Sprachresprikte ein, die den fortschreitenden Sprachwechsel aufhalten und die dänische Sprache stärken sollte [26], was jedoch auf bei den Deutschgesinnten auf Ablehnung stieß.

1864–1867 – von Dänemark zu Preußen[Bearbeiten]

1864 kam es mit dem Deutsch-Dänischen Krieg schließlich zum zweiten schleswigschen Krieg. Vorausgegangen war ein Verfassungskonflikt innerhalb des Gesamtstaates. Die 1855 verabschiedete gemeinsame Verfassung für den Dänischen Gesamtstaat wurde noch im gleichen Jahr von der holsteinischen Ständeversammlung verworfen und drei Jahre später auch vom Bundestag in Frankfurt für das bundesangehörige Holstein außer Kraft gesetzt. Die daraufhin 1863 entworfene Novemberverfassung hatte nur für Dänemark und Schleswig, nicht aber für Holstein und Lauenburg Gültigkeit und verletzte somit das Londoner Protokoll von 1852 über die Zusammengehörigkeit der Herzogtümer innerhalb des Gesamtstaates [27]. Der Deutsche Bund forderte die Rücknahme der Novemberverfassung und verhängte im Dezember 1863 eine Bundesexekution gegen das Herzogtum Holstein, welches von lauenburg-sächsischen und hannoverschen Bundestruppen besetzt wurde. Am 16. Januar 1864 stellten dann Preussen und Österreich Dänemark ein 48-Stunden-Ultimatum zur Aufhebung der Novemberverfassung und der Räumung Schleswigs, das Dänemark verstreichen ließ. Am 1. Februar 1864 überschritten österreichische und preußische Truppen schließlich trotz Kritik des Deutschen Bundes die Eider, den historischen Grenzfluss zwischen Holstein und Schleswig, und besetzten innerhalb weniger Monate das Herzogtum Schleswig und Teile des übrigen Jütlands [28]. Im Frieden von Wien musste Dänemark am 30. Oktober 1864 Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen und Österreich abtreten, die es zunächst gemeinsam als Kondominium verwalteten. Die gemeinsame Verwaltung endete faktisch mit der Gasteiner Konvention 1865. Nach dem Deutschen Krieg 1866 fielen Schleswig und Holstein endgültig an Preußen; mit Lauenburg war Preußen bereits seit 1865 in Personalunion vereint. 1867 erfolgte die Vereinigung zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein, der 1876 auch Lauenburg als Kreis Herzogtum Lauenburg einverleibt wurde.

Der Prager Frieden von 1866 enthielt auf Intervention Napoleons III. in Artikel 5 einen Vorbehalt auf eine Volksabstimmung über die nationale Zugehörigkeit für das nördliche Schleswig. Die Klausel wurde allerdings von Preußen und Österreich 1878 annulliert. Im Optantenvertrag von 1907 erkannte schließlich auch Dänemark die Grenze von 1864 an.

Preussen übte nach der Übernahme der beiden Herzogtümer eine repressive Sprachenpolitik. So wurden die bisher dänischsprachigen Schulen im Nordteil Schleswigs 1878 zur Hälfte deutschsprachig, und 1888 wurde Deutsch schließlich einzige Schulsprache mit Ausnahme von vier Wochenstunden Religion. Im gleichen Jahr schlossen die Behörden die letzte dänische Privatschule. Diese Maßnahmen stießen jedoch auf Widerstand der dänischen Bevölkerung und führte zur Organisierung der dänischen Minderheit in Nord- und Mittelschleswig, die nicht zuletzt auf eine Abhaltung der im Friedensvertrag versprochenen Volksabstimmung drängte. 1888 wurde der Nordschleswigsche Wählerverband gegründet, 1892 folgte der süderjütische Schulverein. Ihren Höhepunkt erreichte die Eindeutschungspolitik mit dem Antritt des Oberpräsidenten Ernst Matthias von Köller und der nach ihm benannten Köller-Politik, die eine offene Diskriminierung des dänischen Bevölkerungsteils betrieb [29]. 1901 forderte der dänische Historiker Hans Victor Clausen die Abtretung des nördlichen Schleswigs an Dänemark. Die von ihm vorgeschlagene Teilungslinie, die sogenannte Clausen-Linie, verlief nördlich von Tondern gen Flensburg, ließ die Zugehörigkeit der Stadt selbst allerdings offen. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges, zwei Wochen nach dem Waffenstillstandsangebot des Deutschen Reiches, forderte Hans Peter Hanssen, seit 1896 Abgeordneter des preußischen Landtags und seit 1905 des Reichstags, erfolglos im deutschen Reichstag die Wiederaufnahme und Anwendung der 1878 annullierten Abstimmungsklausel.

1918–1920 – Teilung Schleswigs[Bearbeiten]

Dänische Karte von Sønderjylland = Schleswig kurz vor der Teilung
Das heutige Nord- und Südschleswig mit mehrsprachigen Ortsnamen

Im Ersten Weltkrieg war Dänemark neutral. Als sich schon vor dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 abzeichnete, dass dennoch die dänischen Forderungen in den Friedensvertrag eingehen würden, organisierte sich auch der deutsche Bevölkerungsteil.

Aufgrund des Drucks der Entente wurden im Versailler Vertrag Volksabstimmungen in Schleswig vorgesehen, die Anfang 1920 unter der Regie der CIS (Commission Internationale de Surveillance du Plébiscite Slesvig), die in dieser Zeit auch kommissarisch das Hoheitsrecht über Schleswig ausübte, im nördlichen und mittleren Teil durchgeführt wurden. Die Kommission bestand aus dem Franzosen Paul Claudel, dem Engländer Charles Marling, und – auf Wunsch der Alliierten – je einem Vertreter der im Ersten Weltkrieg neutralen Länder Schweden und Norwegen. Berater der CIS waren für Dänemark H. P. Hanssen, der inzwischen dänischer Ministerpräsident war, und für Deutschland Emilio Böhme. Dabei konnte die Ziehung der Grenzen für die Abstimmungszonen sowie die Festlegung jeweils unterschiedlicher Abstimmungsmodalitäten für die Zonen (en bloc im Norden, gemeindeweise in Süden) von Dänemark durchgesetzt werden. Auf Wunsch dänischer Nationalisten, die Schleswig bis zur Eider zu gewinnen hofften, wurde zeitweise sogar eine dritte Abstimmungszone bestimmt, doch rückte die damalige sozialliberal-sozialdemokratische Mehrheit im dänischen Folketing von dieser Forderung aber wieder ab.

In der nördlichen Abstimmungszone I (Nordschleswig) wurde am 10. Januar abgestimmt. Hier gab es bei 91,5 % Wahlbeteiligung rund 75.000 Stimmen (74,2 %) für Dänemark und 25.000 Stimmen (25,8 %) für Deutschland. Die En Bloc-Abstimmung führte dazu, dass neben den mehrheitlich für Deutschland votierenden Städten Apenrade (dänisch: Åbenrå) und Sonderburg (dänisch: Sønderborg) in einem ansonsten geschlossen mehrheitlich dänisch stimmenden Umland auch die Stadt Tondern (dänisch: Tønder), der Flecken Tingleff (dänisch: Tinglev) und der sie umgebende Landstrich, allesamt mit zwischen 77 % und 88 % mehrheitlich für den Verbleib bei Deutschland stimmend, an Dänemark fielen.

In Zone II (Mittelschleswig) wurde am 24. Februar gemeindeweise abgestimmt. Bei 90,75 % Wahlbeteiligung gab es 52.000 Stimmen (80,2 %) für Deutschland und 13.000 Stimmen (19,8 %) für Dänemark, dabei kam es in lediglich drei Gemeinden auf Föhr zu einer dänischen Mehrheit, so dass Mittelschleswig geschlossen bei Deutschland verblieb.

Schon am 11. Januar, dem Tag nach der Abstimmung in Zone I, wurde vom deutschen Sachverständigen Johannes Tiedje eine etwas weiter nördlich verlaufende Grenze, die sog. Tiedje-Linie vorgeschlagen, die zu in etwa gleich großen Minderheiten beiderseits der Grenze geführt hätte.

Die endgültige Entscheidung über den Grenzverlauf fiel im Mai 1920 in Paris. Die Siegermächte und Dänemark lehnten den Gegenvorschlag Tiedjes ab, so dass die Clausen-Linie zur bis heute gültigen Grenze zwischen Deutschland und Dänemark wurde. Das nunmehr verkleinerte Schleswig blieb Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein und gehört seit 1946 zum deutschen Land Schleswig-Holstein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Ernst Christiani: Geschichte der Herzogthümer Schleswig und Hollstein. Kortensche Buchhandlung, Flensburg/Leipzig 1775.
  • Christian Godt: Untersuchungen über die Anfänge des Herzogtums Schleswig. Altona 1891–1892 (Digitalisat).
  • Robert Bohn: Geschichte Schleswig-Holsteins. Beck, München 2006, ISBN 3-406-50891-X.
  • Troels Fink: Geschichte des schleswigschen Grenzlandes. Munksgaard, København 1958.
  • Reimer Hansen: Was bedeutet „op ewig ungedeelt“? Das Ripener Privileg von 1460 im deutsch-dänischen Nationalkonflikt des 19. Jahrhunderts. In: Grenzfriedenshefte 4, 1996, ISSN 1867-1853, S. 215–232.
  • Paul von Hedemann-Heespen: Die Herzogtümer Schleswig-Holstein und die Neuzeit. Walter G. Mühlau, Kiel 1926 (zum Thema „Augustenburg“ S. 712–733, Kap. 95 und 96).
  • Carsten Jahnke: „dat se bliven ewich tosamende ungedelt“. Neue Überlegungen zu einem alten Schlagwort. In: ZSHG, Bd. 128, 2003, ISBN 3-529-02328-0.
  • Jörg Johannsen-Reichert (geb. Johannsen): Der Erbfolgestreit um die Herzogtümer Schleswig und Holstein im 19. Jahrhundert – Eine Untersuchung zu den Sukzessionsansprüchen der Herzöge von Sonderburg-Augustenburg auf Schleswig und Holstein. Shaker, Aachen 1999, ISBN 978-3-8265-4724-9.
  • Ulrich Lange (Hrsg.): Geschichte Schleswig-Holsteins. Wachholtz, Neumünster 2003, ISBN 3-529-02440-6.
  • Ulrich Lange, Henrik Becker-Christensen (Hrsg.): Geschichte Schleswigs. Vom frühen Mittelalter bis 1920. Institut for Grænseregionsforskning, Aabenraa 1998, ISBN 87-90163-74-5.
  • Lorenz Rerup: Slesvig og Holsten efter 1830. Politikens Danmarkshistorie, København 1982.
  • Gerret L. Schlaber: Hertugdømmet Slesvigs forvaltning. Administrative strukturer og retspleje mellem Ejderen og Kongeåen ca. 1460–1864. Studieafdelingen ved Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, Flensborg 2007, ISBN 978-87-89178-65-3.
  • Hans Schultz Hansen u. a.: Sønderjyllands Historie. Bd. 1. Historisk Samfund for Sønderjylland. Aabenraa 2008, ISBN 978-87-7406-109-0.
  • Horst Windmann: Schleswig als Territorium. Grundzüge der Verfassungsentwicklung im Herzogtum Schleswig von den Anfängen bis zum Aussterben des Abelschen Hauses 1375. Wachholtz, Neumünster 1954.
  • Jann Markus Witt, Heiko Vosgerau (Hrsg.): Schleswig-Holstein von den Ursprüngen bis zur Gegenwart. Eine Landesgeschichte. Convent, Hamburg 2002, ISBN 3-934613-39-X.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anglerne kommer! Museum Sønderjylland Arkæologi Haderslev: Glimt fra Oldtidsdage, abgerufen am 19. Oktober 2013.
  2. Meyers Neues Lexikon (Mannheim 1979) und Meyers Enzyklopädisches Lexikon (Mannheim 1975) definierten die Jüten noch als nordgermanisch, während der Atlas zur Universalgeschichte von Oldenbourg/Westermann die Jüten als westgermanisch beschreibt; der Brockhaus (Mannheim 2006), die Encyclopædia Britannica (Chicago 2005), das Duden-Lexikon (1980) und das dtv-Lexikon (München 1971) beschreiben die Jüten allgemeiner als germanischen Stamm in Jütland
  3. Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte über Angelsachsen. Geschichte-s-h.de. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  4. Henning Unverhau: Untersuchungen zur historischen Entwicklung des Landes zwischen Schlei und Eider im Mittelalter, Neumünster 1990
  5. Om “Kartoffeltyskerne på Alheden”. Verein Kartoffeltyskerne på Alheden. Abgerufen am 10. Februar 2014.
  6. Bjarne Stoklund: Grænser i grænselandet, in: Bygd 4, 1972
  7. Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte über die Heide- und Moorkolonisation. Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte. Abgerufen am 10. Februar 2014.
  8. 250 Jahre Kolonisten auf der Geest: Der Atlas zum Jubiläum. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. Abgerufen am 10. Februar 2014.
  9. Der aus Lippstadt stammende Generalsuperintendent Stephan Klotz verfügte 1647, dass Gottesdienste nur noch auf Hochdeutsch zu halten seien und der Katechismusunterricht in der Schule ebenfalls auf Hochdeutsch stattfinden müsse. In den heute den zu Dänemark gehörenden Gebieten wurden aber wenigstens die Nachmittagsgottesdienste auf Dänisch gehalten (Heinrich Kröger: Plattdüütsch in de Kark in drei Jahrhunderten. Band 1: 18. und 19. Jahrhundert; Hannover 1996; S. 28). Das erste dänischsprachige Schulbuch für schleswigsche Schulen verfasste 1791 der Vedsteder Prediger Peter Prahl.
  10. Sprachkarte. Das Virtuelle Museum (vimu.info), abgerufen am 30. November 2014.
  11. Dänisches Kulturinstitut Bonn. Dankultur.de. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  12. Dänischer Schulverein für Südschleswig. Skoleforeningen.org. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  13. Det tyske mindretal i Danmark. denstoredanske.dk. Abgerufen am 3. Dezember 2010.
  14. National Minorities and Cross-border Cooperation between Denmark and Germany (PDF; 171 kB) Jørgen Kühl. 2004. Abgerufen am 3. Dezember 2010.
  15. Dansk. denstoredanske.dk. Abgerufen am 3. Dezember 2010.
  16.  Karl N. Bock: Mittelniederdeutsch und heutliges Plattdeutsch im ehemaligen Herzogtum Schleswig. Kopenhagen 1948, S. 42/43.
  17. Robert Bohn: Geschichte Schleswig-Holsteins. Beck, München 2006, S. 9.
  18. Horst Windmann: Schleswig als Territorium. Wachholtz, Neumünster 1954, S. 12.
  19. Troels Fink: Geschichte des schleswigschen Grenzlandes. Munksgaard, København 1958. S. 23.
  20. Horst Windmann: Schleswig als Territorium. Wachholtz, Neumünster 1954, S. 23 u. Zeittabelle I.
  21. Horst Windmann: Schleswig als Territorium. Wachholtz, Neumünster 1954, S. 49.
  22. Horst Windmann: Schleswig als Territorium. Wachholtz, Neumünster 1954, Stammtafel II.
  23. Hans Wilhelm Haefs: Ortsnamen und Ortsgeschichten in Schleswig-Holstein, 2004.
  24. Carsten Jahnke: „dat se bliven ewich tosamende ungedelt“. Neue Überlegungen zu einem alten Schlagwort. In: ZSHG, Bd. 128, 2003.
  25. CAU Kiel: Sprachsituation in Schleswig-Holstein im 19. Jahrhundert
  26. Aalborg Universitet: Nationalisierte Grenzräume
  27.  Jürgen Müller: Der Deutsche Bund 1815–1866. Oldenbourg, München 2006, ISBN 978-3-486-55028-3, S. 46–47.
  28.  Jürgen Müller: Der Deutsche Bund 1815–1866. Oldenbourg, München 2006, ISBN 978-3-486-55028-3, S. 46–47.
  29. Gesellschaft für Geschichte Schleswig-Holsteins