Hessisches Landestheater Marburg

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Das Hessische Landestheater Marburg, kurz auch Hessisches Landestheater oder HLTH, ist ein durch öffentliche Mittel, Einnahmen von Spenden sowie Eintrittsgelder finanzierter Kulturbetrieb in Marburg. Es ist eine der sechs Landesbühnen des Landes Hessen.

Das Theater verfügt über fünf größere und kleinere Bühnen sowie eine Werkstatt mit eigener Schreinerei.

Mit einem saisonal fest engagierten Ensemble, einem Haus-Regisseur und mehreren Dramaturgen, sowie Auszubildende der Veranstaltungstechnik aber auch mit Gastauftritten und Fremdinszenierungen zeigt das HLTH Schauspiele, Improvisations-, Provokations- und Imaginationstheater sowie Kindertheater oder Soloprogramme.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Philippshaus (Unistraße)

Die Gründung erfolgte nach dem Krieg 1945 durch Lothar Brixius, einem Studenten und Ina Köhler einer Schauspielerin. Weiterhin schlossen sich Walter Leinweber und Dr. Friedrich Leinert, der damalige Organist der Lutherkirche an und gründeten die „Marburger Spielgemeinschaft“. Dr. Fritz Budde, der Leiter des Lektorats für Sprechkunde, Vortragskunst und Theaterkunde der Universität war zuerst gegen dieses Laienschauspiel, später sagte aber auch er seine Unterstützung zu. Nach vielen Anfangsschwierigkeiten, wie den fehlenden Requisiten, der Aufführgenehmigung bei den amerikanischen Besatzern oder auch dem fehlenden Spielort wurde am 2. September 1945 Premiere gefeiert. Der erste Spielort war das Philippshaus der Universitätskirchengemeinde in der Universitätsstraße. Gegen Ende 1945 erfolgte die Neugründung als Marburger Schauspielgruppe.

Schloss Rauischholzhausen, im Vordergrund der Burgteich

1969 konnte die neu errichtete Stadthalle, das Erwin-Piscator-Haus, mit Platz für 550 Personen, eingeweiht werden.

1989 wurde das Marburger Schauspiel in das „Nordhessische Landestheater Marburg“ umgewandelt, und nachdem die Pläne für ein Südhessisches Landestheater aufgegeben wurden, in das Hessische Landestheater Marburg.

[Bearbeiten] Spielstätten

Das Erwin-Piscator-Haus (Stadthalle)

Das Erwin-Piscator Haus (Stadthalle) bietet etwa 590 Personen Platz und kann bei Bedarf auf 920 Plätze erweitert werden kann. Zusammen mit dem Theater am Schwanhof (TASCH 1 und TASCH 2 mit 100 bzw. 200 Plätzen + Theaterkneipe), dem Deutschhauskeller (80 Plätze) und dem Fürstensaal im Landgrafenschloss und dem Schloss Rauischholzhausen bildet das Erwin-Piscator Haus die fünf Regelspielstätten. Daneben werden auch die Freilichtbühne auf dem Schloss, der Marktplatz, der Hof des alten Gefängnisses oder das Schloss Biedenkopf als Spielorte benutzt.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Intendanten

[Bearbeiten] Regisseure

[Bearbeiten] Berühmte Gastschauspieler

[Bearbeiten] Quellen und Literatur

  • Friederike Beckmann: „Menschenskind, laß uns doch Theater spielen!“: vom Marburger Schauspiel zum Hessischen Landestheater Marburg. Festschrift zum 60. Geburtstag des Marburger Schauspiels; Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 85, Marburg 2005, ISBN 978-3-923820-85-6

[Bearbeiten] Weblinks

50.79768.7615Koordinaten: 50° 47′ 51″ N, 8° 45′ 41″ O

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