Hessisches Staatstheater Wiesbaden

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Das Hessische Staatstheater liegt am Nordende des Parks „Warmer Damm“, östlich der Wilhelmstraße
Vom Warmen Damm aus gesehen zeigt das Staatstheater nur zum Schein die Vorderseite

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein Fünf-Sparten-Theater. Das Theater verfügt über die vier Bühnen Großes Haus (1.041 Plätze), Kleines Haus (328 Plätze), Studio (89 Plätze) und die externe Spielstätte Wartburg (154 Plätze, seit 2003) an der Schwalbacher Straße. Es hat ca. 600 Beschäftigte. Von 2002 bis August 2014 ist Manfred Beilharz Intendant des Staatstheaters. Abgelöst wird er von Uwe Eric Laufenberg.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Haupteingang des Staatstheaters liegt am Bowling Green in der Mitte der Theaterkolonnaden

Der Bau des Wiesbadener Theaters wurde als Neues königliches Hoftheater maßgeblich durch Kaiser Wilhelm II. initiiert und gefördert. Es wurden, nach einem beschränkten Architekturwettbewerb, zu dem neben Manfred Semper, einem Sohn des berühmten Gottfried Semper, auch Professor Georg Frentzen aus Aachen eingeladen wurde, die damals in ganz Europa bekannten Wiener Theaterarchitekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer engagiert, die das Gebäude 1892/1894 für 1,8 Mio. Goldmark im Stil des Neobarocks errichteten. Vorbilder für das neue Haus waren die Theater in Prag, Wien und Zürich. Am 16. Oktober 1894 wurde das neue Haus nach nur 22 Monaten Bauzeit im Beisein des Kaisers feierlich eröffnet. Auf dessen Wunsch wurde auch 1902 an der Ostseite des ehedem spiegelbildlich aufgebauten Theaters für 600.000 Mark ein Foyer angefügt, das die Pracht des Zuschauerraums noch übertraf. Ergänzt wurde diese erste Erweiterung durch eine Probebühne, den Malersaal und diverse Werkstätten an der Südseite der Kolonnaden. Gebaut wurden diese Bereiche von dem damaligen Wiesbadener Stadtbaumeister Felix Genzmer.

Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte die Umbenennung in Preußisches Staatstheater.

Am 18. März 1923 kam es zu einem Bühnenbrand, infolgedessen u. a. die Kuppel des Bühnenturmes vollständig zerstört wurde. Die Kuppel wurde aus Kostengründen ohne die ursprünglich vorhandenen Verzierungen nur vereinfacht wieder aufgebaut und das Theater nach 9 Monaten am 20. Dezember 1923 wieder eröffnet.

Die Trägerschaft wechselte nach der Spielzeit 1932 vom Land Preußen zur Stadt Wiesbaden. Damit verbunden war eine erneute Umbenennung in Nassauisches Landestheater.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 1945 die Nordseite des Theaters durch Bombentreffer stark beschädigt. Den Bomben zum Opfer gefallen sind die ursprünglich reich verzierte Kassenhalle, der Säulenportikus mit einer fünften von Panthern gezogenen Streitwagenskulptur sowie die Decke des Zuschauerraums. Die beschädigten Gebäudeteile wurden in der Nachkriegszeit nur sehr vereinfacht wieder aufgebaut. Das Deckenbild des Zuschauerraums wurde in diesem Zusammenhang zeitgenössisch neu gestaltet.

Nach einem erneuten Wechsel der Trägerschaft zu dem neu geschaffenen Land Hessen im Jahr 1946 und einer zeitweiligen Nutzung des Großen Hauses durch die US-Streitkräfte konnte der Spielbetrieb erst 1947 als Großhessisches Staatstheater und später als Hessisches Staatstheater Wiesbaden wieder aufgenommen werden.

In der Spielzeit 1949/50 wurde das prunkvolle Foyer baulich vom Theater abgetrennt und zum Spielcasino umfunktioniert. Diese Trennung wurde erst zu den Maifestspielen 1956 wieder aufgehoben.

1975 bis 1978 wurde der Zuschauerraum aufwendig saniert und teilweise nach historischem Vorbild rekonstruiert (Deckengemälde, Farbgebung, Stuckapplikationen etc.). Weiterhin wurde die Technik modernisiert und unter der Leitung des Architekten Hardt-Waltherr Hämer aus Berlin ein großer Anbau für Proberäume, Werkstätten, Intendanz und Verwaltung an der Südostecke des Theaters angefügt. Die Außenansicht des Foyers ist seitdem bis auf das Dach den Blicken der Öffentlichkeit entzogen.

2002 wurde die Studio-Bühne umgebaut und erneuert, sowie der Zuschauerraum des Kleinen Hauses, welcher seither nur noch 285 Zuschauerplätze fasst. Durch ein Unwetter wurde am 11. Juli 2014 die tiefliegende Studio-Bühne und viele Werkstätten unter Wasser gesetzt.

Architektur[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Der Haupteingang des Staatstheaters
Giebel mit dem Schillerzitat „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie!“
Staatstheater (Königliches Schauspielhaus) um 1900
Das Staatstheater im Jahr 1962 von Südost ohne Werkstättenanbau

Das Wiesbadener Staatstheater wurde im neobarocken Stil errichtet. Der Haupteingang befindet sich in der Mitte der Theaterkolonnaden, die zusammen mit den gegenüber liegenden Kurhauskolonnaden das sogenannte Bowling Green flankieren. An der Stirnseite dieses Platzes befindet sich das Wiesbadener Kurhaus.

Die Schauseite bei Nacht

Die Rückseite des Theaters wurde als Schauseite ausgeführt. Hier befindet sich ein klassischer Säulenportikus mit einem aus Savonnières-Kalkstein geschaffenen Relief im Giebel, gestaltet von Professor Hermann Volz aus Karlsruhe. Die Giebel-Inschrift, welche erst 1905 angebracht wurde, zitiert aus Schillers Gedicht Die Künstler: „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie!“

Das Giebelfeld zeigt in der Mitte sitzend die Kunst oder Poesie, zu ihrer Rechten lehnt die poetische, weibliche Verkörperung der Trauer, zu ihren Füßen spielt Scherz in Gestalt einer mit einer Narrenmütze bekleideten Putte. Die Gruppe links zeigt einen sterbenden Helden, halb auf dem Schoß der Parze liegend, die seinen Lebensfaden durchschneidet, was die Tragödie symbolisiert. Die Gruppe rechts zeigt das Lustspiel in Form eines sich küssenden Liebespaars, das von einem kleinen Amor belauscht wird, während ein schön gewachsener Faun ein Tamburin schlägt.

Die Giebelspitze bekrönte einst ein Genius, der eine Fackel hochhielt. Er wurde, wie die auf den Giebelschenkeln exponierten Sphinxe und die beiden vier Meter hohen Skulpturengruppen dahinter, vom Wiener Bildhauer Franz Vogel, einem Schüler des Bildhauers Edmund von Hellmer, modelliert. Bei der linken (westlichen) Skulpturengruppe ist die Muse der Musik mit Lyra, einer Sphinx und einem Knaben dargestellt. Beim östlichen Pendant bläst sie eine Posaune, trägt die Maske des Romus in der Hand und wird von einem Panther sowie einem Putto begleitet.

Die Eckrisalite des Bühnenbaus werden von Quadrigen ähnlichen Panthergespannen überragt, die den figürlichen Hauptschmuck der Seitenfronten bilden. Geschaffen wurden die vier aus Zinkblech getriebenen, ursprünglich mit einer Kupferschicht überzogenen Gruppen von dem Berliner Bildhauer Prof. Gustav Eberlein. Sie zeigen in verschiedenen Varianten die den Thyrusstab schwingende Muse Euterpe in einem von drei Panthern gezogenen Streitwagen. Ein fünftes Gespann thronte bis 1945 auf dem zerstörten Eingangsportikus.

Die vier zum Teil beschädigten Nischenfiguren der Südfassade unterhalb des Giebels stellen Drama, Gesang, Musik und Tanz dar. Sie wurden von dem Stuttgarter Bildhauer Theodor Bausch geschaffen.

Vor dem Portikus breitet sich ein Landschaftspark (Warmer Damm) aus. Ein von dem Bildhauer Joseph Uphues geschaffenes Denkmal des Dichters Friedrich Schiller steht seit 1905 direkt vor der nur der Ästhetik dienenden Auffahrt.

Die Deckengemälde in Zuschauerraum und Foyer schuf der Wiesbadener Maler Kaspar Kögler, der für seine Leistungen mit dem Roten-Adler-Orden 4. Klasse ausgezeichnet wurde. Die Deckenmalereien im Zuschauerraum bestehen aus zwei Bildern, einem kleinen über der Bühnenöffnung und dem großen Plafond, in dessen Mitte sich die Kronleuchteröffnung befindet. Das kleine Bild stellt die entfesselte aufschwebende Phantasie dar, das große Bild enthält eine die Stadt Wiesbaden charakterisierende Allegorie. Rechts sitzt auf einem Brunnenaufbau, der, an die nassauischen Zeiten erinnernd, von der alten Marktbrunnensäuler mit dem Löwen überragt ist, eine Frauengestalt mit rosenumkränzter Mauerkrone auf dem Haupt und einen Lilienzweig in der Hand. Vor ihr, aus dem Brunnen entqualmenden Dampfwolken schwebt die Nymphe des Brunnens, zwei ihr zustrebenden Kindern die dampfende Schale reichend. Ein darüber schwebender Knabe mit einem Waldstrauß, Waidhorn und Armbrust erinnert an die Wälder Wiesbadens und Umgebung. Dann schließen sich auf Wolken die Künste an, vor allem die Musik, dann Schauspiel und Tanz und auf der gegenüberliegenden Seite die Malerei und Architektur. Unter diesen befindet sich eine Putte mit geschichtlichem Emblem: ein römisches Feldzeichen und die deutsche Kaiserkrone. Darunter, gegenüber der Brunnengruppe grüßt der Rheingott zur Stadt. Neben ihm sitzt eine verschleierte, mit Efeu bekränzte Frauengestalt, welche die Sage darstellt. Über dem Ganzen schwebt ein Adler mit ausgespannten Flügeln und der preußischen Krone auf dem Kopf, welcher einen Genius trägt, was als Versinnbildlichung der Protektorschaft des Königs über das Theater im speziellen und der Stadt Wiesbaden im weiteren Sinne zu verstehen ist. Das Deckenbild, aus dem der Rheingott und zahlreiche Putten plastisch herausragen, fasst ein ausgeschweifter Barockrahmen ein. Vervollständigt wird das Plafond durch die wiederhergestellten Medaillons in den Stichkappen. Die Bildnisse zeigen die Musiker Wagner, Beethoven, Mozart, Weber und Gluck, die Schriftsteller Shakespeare, Goethe, Schiller, Gotthold Ephraim Lessing und Molière, sowie die Büste Apollos.

Ein Originalausstattungsteil ist der 6 m hohe, 4,80 m breite und ca. 900 kg schwere Kronleuchter in der Deckenmitte. Es handelt sich um einen im Neobarockstil aus vergoldetem Messing gefertigten Lüster mit 121 Brennstellen und prismatisch geschliffenen Gläsern im Unterkorb.

Kaiser Wilhelm II. besaß eine eigene Einfahrt für seine Kutsche, (die „Kaiserfahrt“), in der er seine Loge von der Wilhelmstraße durch den Keller direkt erreichen konnte. Das von dem der Loge vorgelagerten Empfangsraum zu erreichende Ankleidezimmer des Kaisers (heute ein Teil der Seitenbühne), wurde in seiner Ausstattung dem entsprechenden Raum der kaiserlichen Yacht Hohenzollern ganz genau nachgebildet.

Foyer[Bearbeiten]

Der Baumeister des neobarocken Foyers: Felix Genzmer
Foyer

Das Foyergebäude wurde von Genzmer hinter der Theaterkolonnade an der Ostseite des Zuschauerhauses angebaut. Äußerlich passt es sich durch die Übernahme dekorativer Gestaltungselemente und durch die Sandsteinverkleidung der Fassade des Theaterbaues an. In ihm sind Longitudinal- und Zentralbau im Stil spätbarocker Architektur zusammengefasst. Die dreigeschossige Halle wird von einer überkuppelten Kappengewölbedecke überdacht und ist, mit Ausnahme der Ostseite von offenen Wandelgängen umgeben. Da diese ebenfalls an der Ostseite nur zweigeschossig ausgeführt wurden, konnte man hier zwei Aussichtsterrassen schaffen und der Halle auch Tageslicht zuführen.

Der Zugang zum Foyer erfolgt für die Besucher des Parketts und des ersten Ranges des Theaters direkt über die Umgänge. Die Besucher des zweiten Rangs hatten nur die Möglichkeit, durch die in die Stichkappen der Gewölbedecke eingelassenen halbrunden Öffnungen das Geschehen im Foyersaal von oben zu betrachten. Die Besucher des dritten Ranges hatten gemäß den hierarchischen Regeln der damaligen Zeit keinen Zugang bzw. Einblick in das Foyer.

An der Westseite der Halle führt eine prunkvolle doppelläufige geschwungene Treppenanlage vom Austritt des ersten Ranges in das Erdgeschoss. Über der Treppe ist ein mit der Königskrone und dem preußischen Adler versehener roter Baldachin angebracht. Links und rechts davon liegen zwei den Frieden und den Ruhm darstellende Frauengestalten, die der Krone Palmwedel und Lorbeerkranz entgegenhalten.

Das in Öl auf Leinwand angelegte Deckengemälde der Gewölbedecke hat die Beglückung und Erhebung der Menschheit durch die vom Himmel hinabsteigende Kunst zum Inhalt. In der Mitte des von Rokokostuck umsäumten Gemäldes ist eine ovale Kristallleuchterschale angebracht, von der vergoldete stukkatierte Lorbeergebinde ausgehen, die das Gemälde in einzelne Abschnitte aufteilen. Das Hauptbild über dem Büffet zeigt die Kunst als weibliche Gestalt, mit einer blumengeschmückten Leier am Himmel erscheinend. Sie ist von Blumen streuenden Putten umgeben. In den anschließenden Bildern links und rechts davon eilen die Menschen in griechischer Tracht gekleidet der Kunst entgegen bzw. haben ihr einen Altar errichtet. In den darauf folgenden Bildern sind die Versinnbildlichungen von Schauspiel, Musik und Tanz zu erkennen und in den Schlussbildern die bildenden Künste wie Bildhauerei, Malerei und Architektur.

Werkstätten-Anbau[Bearbeiten]

Der Anbau aus den Jahren 1975 bis 1978 wurde in Kontrast zum Altbau als Beton-Flachdachbau mit großen Glasfassaden und mit einer Bleiverkleidung ausgeführt.

Theaterbetrieb[Bearbeiten]

Zuschauersaal Großes Haus
Zuschauersaal 1. Rang
Foyer: Gesangsvorstellung beim Theaterfest 2009

Pro Jahr gibt es mehr als 30 Neuinszenierungen in Oper, Schauspiel und Ballett. Es wird von klassischen Werken über Stücke der dramatischen Gegenwartsliteratur bis zum modernen Musiktheater alles angeboten. Mehr als vier Vorstellungen können pro Tag gegeben werden, da alle vier Bühnen parallel und manchmal auch zwei Mal am Tag bespielt werden können. In der Theatersaison 2013/2014 kamen 342.000 Zuschauer, die Auslastung der Vorstellungen lag bei 80 %.

Als Besonderheit bietet das Staatstheater auch jungen Menschen ein breites Spektrum an Inszenierungen. Es ist bundesweit eines der wenigen Staatstheater mit eigenem professionellem Ensemble, das sich ausschließlich der Inszenierung von Kinder- und Jugendtheater widmet. Das „Junge Staatstheater“ erarbeitet dabei sehr häufig eigene Fassungen bekannter, auch zeitgenössische Kindergeschichten.

Jedes Jahr finden die Internationalen Maifestspiele statt, in denen einen Monat lang ausgewählte Inszenierungen aus Deutschland aufgeführt werden. Auch internationale Ensembles sind regelmäßig zu Gast, insbesondere aus dem Bereich Oper und Tanztheater. Alle zwei Jahre wird die Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa veranstaltet, seit 2008 in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Mainz. Während des zehntägigen Festivals werden Inszenierungen von neuen Theatertexten in der Originalsprache aufgeführt und für das Publikum simultan übersetzt.

Als Nachfolger von Dr. Friedrich Schramm leitete von 1962 bis 1968 Intendant Dr. Claus Helmut Drese das Theater. Ihm folgte von 1968 bis 1975 Alfred Erich Sistig. Dessen Nachfolger waren Peter Ebert, Christoph Groszer, Claus Leininger und von 1994 bis 1996 Arnold Petersen. Von 1996 bis 2002 war Achim Thorwald Intendant, von 2002 bis Juli 2014 war Manfred Beilharz einer der langjährigsten und erfolgreichsten Intendanten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Mit dem Wechsel des Intendanten wurden 95 Künstler und Mitarbeiter gekündigt, weil der Nachfolger mit neuen Mitarbeitern starten will. Er heißt Uwe Eric Laufenberg und war Intendant der Kölner Oper. Dort wurde er 2012 gekündigt.

Jugendclub und Jugendreferat[Bearbeiten]

Das Jugendclub-Theater bietet talentierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Theater auszuprobieren und wurde 1988 durch den damaligen Chefdramaturgen des Schauspiels, Michael Schlicht, gegründet. Jedes Jahr findet dazu ein Casting statt, bei dem neue Ensemble-Mitglieder für das jeweils vorgesehene Stück (zumeist ein Musical) ausgesucht werden. Zu den Besonderheiten des Jugendclubs gehört, dass die Musik nicht vom Band kommt, sondern jede Produktion von einer Liveband begleitet wird. Aus dem Jugendclub sind in den vergangenen Jahren regelmäßig Jungschauspieler hervorgegangen, die es später auch in große Film-, Fernseh- und Musicalproduktionen geschafft haben. Hierzu gehören unter anderen Jörg Neubauer (Mama Mia, We will Rock you), Tristan Pütter (Hilde), Britta Hammelstein (Der Baader Meinhof Komplex), Nathalie Schott (Um Himmels willen) und Jasna Fritzi Bauer (Ein Tick anders). Der Jugendclub hat sich in den über 20 Jahren seines Bestehens unter der Leitung von Frank Schuster (1988-1990), Reinhardt Friese (1990-2000) und Iris Limbarth (seit 2000) zur festen Institution in der Jugendtheaterszene entwickelt.

Das Jugendreferat am Staatstheater Wiesbaden Seit dem Jahr 2002 erreicht das Staatstheater immer mehr junge Menschen mit vielfältigen Angeboten im Bereich der Theaterpädagogik. Neben interaktiven Backstageführungen, Workshops in Schulklassen und Kindergärten, dem Spürnasenclub für Grundschulkinder und anderen kurzfristigen Angeboten gibt es immer wieder großangelegte stadtweite Projekte, die über mehrere Jahre viele Wiesbadener Bürger in den Schaffensprozess einbeziehen. So wurden in den Jahren 2006 und 2008 jeweils ca. 300 Schülerinnen und Schüler in einem Educationprojekt bis zur Bühnenreife gebracht, in verschiedenen Stadtteilprojekten wurden spezifische Lebenswelten szenisch beleuchtet, in einer großen Zusammenarbeit aller Sparten wurde 2011 die Bürgeroper "Gilgamesch- eine Stadt macht Musiktheater" von 70 Librettisten und 50 Komponisten geschrieben und von weiteren 100 Bürgern gemeinsam mit dem Staatsorchester, den Opernsängern und dem gesamten professionellen Stab aufgeführt. Im Juli 2014 kommt das aktuelle Projekt "move@2014" zum Abschluss und zur Aufführung im Großen Haus des Staatstheaters.

Bekannte Sänger und Schauspieler[Bearbeiten]

die dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden angehört haben oder angehören bzw. dort im Rahmen der Maifestspiele auftraten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesportal Hessen – Pressemitteilung vom 13. November 2012, abgerufen am 13. November 2012

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Cyperrek, Otto Laux, Hans-Peter Scholz: Geschichte eines Theatergebäudes 1860-1978. Hessisches Staatstheater, Wiesbaden 1978.
  • Peter Schabe: Hessisches Staatstheater Wiesbaden. Verlag Schnell & Steiner, München 1988 (Kunstführer; Bd. 1712).
  • Das neue kgl. Theater in Wiesbaden. In: Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereins. Jg. 51 (1899), Nr. 1, urn:nbn:de:kobv:co1-opus-18787, S. 1–4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hessisches Staatstheater Wiesbaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.0836111111118.2458333333333Koordinaten: 50° 5′ 1″ N, 8° 14′ 45″ O