Heti Válasz

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Heti Válasz
Beschreibung ungarische Wochenzeitung
Erstausgabe 2001
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(3. Quartal 2010)
17.255 [1] Exemplare
Verbreitete Auflage (3. Quartal 2010) 19.182[1] Exemplare
Chefredakteur Borókai Gábor
Herausgeber Szőnyi Szilárd
Weblink http://hetivalasz.hu (ungarisch) http://www.hetivalasz.com/ (englisch)

Heti Válasz („Wöchentliche Antwort“) ist eine rechtskonservative, regierungsnahe, ungarische Wochenzeitung.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitung wurde 2001 von der Mitte-rechts-Regierung von Viktor Orbán gegründet, als eine Alternative gegenüber den postkommunistischen Zeitungen. In den ersten Jahren übte István Elek, ein grüner Essayist und früherer Parlamentsabgeordneter des konservativen Ungarischen Demokratischen Forums, großen Einfluss auf die Redaktion aus. 2004 ging das Blatt fast pleite, wurde aber von anderen Unternehmern übernommen, die sich jedoch in das Redaktionsleben nicht einmischen wollen. Unter István Elek verstand sich das Blatt als ökologisch und konservativ.

Heutige Lage[Bearbeiten]

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Das Profil der Zeitung hat sich seit dem Abtreten von István Elek sehr verändert. Die Zeitung distanzierte sich von der Fidesz-Partei, die ehemals als Gründer galt, und betrat seine eigenen Wege. Ideologisch steht sie jedoch der bürgerlichen Opposition nahe, aber auch mit ihr geht sie kritisch um. Der neue Chefredakteur, Gábor Borókai will sein Blatt als ungarisches Pendant zu FOCUS positionieren. Die Heti Válasz ist die einzige Zeitung in Ungarn, deren Auflage jede Woche steigt. Zu den berühmtesten Journalisten der Zeitung zählen András Stumpf, Balázs Ablonczy, Szilárd Szönyi, Ágnes Osztovits, Anita Élő, Márton Devich oder István Dévényi. In dieser Zeitung publizieren die neokonservativen Intellektuellen Ungarns, wie der gegenwärtige Außenminister János Martonyi, der Philosoph András Lánczi oder der Ideenhistoriker Ferenc Horkay Hörcher. Neben diesen kommen auch grüne Intellektuellen zu Wort, wie der Soziologe András Lányi oder der fundamental-ökologische Philosoph János Sebeök. Dennoch gilt die Heti Válasz als Sprachrohr des neokonservativen Flügels der bürgerlichen Opposition, und daher unterscheidet sie sich von der antiglobalistischen Linie der übrigen oppositionellen Tages- und Wochenzeitungen Ungarns.

Internationales Aufsehen erregte die Zeitschrift 2010, als sie Paul Lendvai Spitzeltum für die ungarische Staatssicherheit vorwarf. [2] Lendvai konnte die Vorwürfe jedoch glaubwürdig entkräften.

Eine brisante Entdeckung machte die ungarische Wochenzeitung Magyar Narancs 2012, nämlich dass sich Fidesz-Lokalregierungen mit höheren Geldsummen bei Heti Válasz eine positive Berichterstattung erkauften. [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenveröffentlichung (ungarisch) MATESZ. Abgerufen am 17. Dezember 2008.
  2. Ungarisches Blatt wirft Paul Lendvai Spitzeltum vor, auf diepresse.com, 19. November 2010
  3. http://hvg.hu/itthon/20120615_magyar_narancs_masodik_kerulet Abgerufen am 18. Juni 2012