Heuchlingen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Heuchlingen im Ostalbkreis; zu gleichnamigen Orten siehe Heuchlingen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heuchlingen
Heuchlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heuchlingen hervorgehoben
48.8505555555569.945402Koordinaten: 48° 51′ N, 9° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 402 m ü. NHN
Fläche: 9,04 km²
Einwohner: 1786 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73572
Vorwahl: 07174
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Küferstraße 3
73572 Heuchlingen
Webpräsenz: www.heuchlingen.de
Bürgermeister: Peter Lang
Lage der Gemeinde Heuchlingen im Ostalbkreis
Schwäbisch Gmünd Landkreis Heidenheim Landkreis Schwäbisch Hall Rems-Murr-Kreis Landkreis Göppingen Aalen Abtsgmünd Adelmannsfelden Bartholomä Böbingen an der Rems Bopfingen Durlangen Ellenberg (Württemberg) Ellwangen (Jagst) Eschach (bei Schwäbisch Gmünd) Essingen (Württemberg) Göggingen (Württemberg) Gschwend Heubach Heuchlingen Hüttlingen (Württemberg) Hüttlingen (Württemberg) Iggingen Jagstzell Kirchheim am Ries Lauchheim Leinzell Lorch (Württemberg) Mögglingen Mutlangen Neresheim Neuler Obergröningen Oberkochen Rainau Riesbürg Riesbürg Rosenberg (Württemberg) Ruppertshofen (Ostalbkreis) Schechingen Schwäbisch Gmünd Spraitbach Stödtlen Täferrot Tannhausen Tannhausen Unterschneidheim Waldstetten (Ostalbkreis) Waldstetten (Ostalbkreis) Westhausen (Württemberg) Wört BayernKarte
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Heuchlingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Heuchlingen liegt im Leintal am Rande der östlichen Schwäbischen Alb zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen. Die Lein trennt die Gemeinde Heuchlingen in zwei etwa gleich große Hälften.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Schechingen und den Ortsteil Laubach der Gemeinde Abtsgmünd, im Osten an die Kreisstadt Aalen und Essingen, im Süden an Mögglingen und Böbingen an der Rems und im Westen an Iggingen und den Ortsteil Horn der Gemeinde Göggingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Heuchlingen gehören der Ort Heuchlingen, der Teilort Holzleuten, die Weiler Brackwang und Mäderhöfe und die Höfe Kiart und Riedhof sowie die abgegangenen Ortschaften Holzleuter Schafhaus, Kleinmäderhof und Stöckich.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Heuchlingen wurde im Jahre 1236 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1603 gehörte die Gemeinde zur Fürstpropstei Ellwangen. Im Gegensatz zum Großteil der Fürstpropstei kam Heuchlingen 1803 zum Oberamt Aalen im Königreich Württemberg. Seit 1938 gehörte Heuchlingen zum Landkreis Schwäbisch Gmünd, mit dem es im Zuge der Kreisreform von 1973 im Ostalbkreis aufging.

Religionen[Bearbeiten]

Sankt-Vitus-Kirche

In Heuchlingen gibt es mit der Sankt-Vitus-Gemeinde eine römisch-katholische Kirchengemeinde. Die evangelischen Gläubigen werden von der Kirchengemeinde Oberböbingen geistlich versorgt.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist selbständig. Der Gemeinderat besteht aus 10 Gemeinderäten und dem Bürgermeister. Seit der Verwaltungsreform 1973 ist die Gemeinde Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein mit Sitz in Heubach. Weitere hier beteiligte Gemeinden sind Bartholomä, Böbingen, Heubach und Mögglingen.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1954–1986: Hans Hopfenzitz († 7. Oktober 2013)
  • 1986–2002: Manfred Pawlita
  • seit 2002: Peter Lang

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde Heuchlingen liegt im ländlichen Raum des Ostalbkreises zwischen den großen Städten Aalen (14 km) und Schwäbisch Gmünd (14 km). Die Gesamtfläche beträgt insgesamt 903 ha. Die Verkehrsmäßige Anbindung und die Versorgung durch den ÖPNV ist als gut zu bezeichnen. Der nächste Bahnhof befindet sich in nur 4 km Entfernung in Mögglingen. Bei der Gemeinde Heuchlingen handelt es sich vorwiegend um eine Wohngemeinde, die aufgrund der herrlichen Landschaft auch „Perle des Leintals“ genannt wird. In den letzten Jahren hat die Gemeinde eine Vielzahl von Preisen im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen.

Heuchlingen hat verschiedenste Handwerksbetriebe und kleinere Unternehmen. Große Industrieunternehmen sind nicht vorhanden. Die Gemeinde verfügt über eine sehr gute öffentliche Infrastruktur. Die öffentlichen Einrichtungen wie Schule, Sportanlagen und Verwaltung zeichnen sich durch einen guten Zustand und eine sehr zentrale Lage aus.

Bildung[Bearbeiten]

In Heuchlingen gibt es einen ausgestatteten Kindergarten, in dem Kinder ab 1 Jahr aufgenommen werden. Es gibt drei in Altersmischung und Betreuungszeiten unterschiedliche Gruppen.

Die vor kurzem generalsanierte Grundschule mit ca. 60 Schülern ist in der Ortsmitte. Die Sportanlagen (Gemeindehalle, Sportplatz, Spielplatz, Freifläche) grenzen direkt an die Schule und können als Pausen- und Freizeitfläche genutzt werden können.

Alle weiterführenden Schultypen (Werkrealschule, Realschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule) liegen im Umkreis von 10 Kilometern in Abtsgmünd, Böbingen, Heubach und Leinzell.

Vereine[Bearbeiten]

Bei 1.800 Einwohnern sind in den örtlichen Vereinen über 3.000 Vereinsmitgliedschaften zu verzeichnen. Der größte Verein ist der Turnverein Heuchlingen 1922 e. V. In den zehn Abteilungen des Vereins wird für die über 1.000 Vereinsmitglieder Breitensport, Gesundheitssport und Spitzensport angeboten. Weitere Vereine sind der Reit- und Fahrverein Heuchlingen (über 500 Mitglieder), Musikverein, Liederkranz, Obst- und Gartenbauverein, Helferkreis ASHA, Dorfgemeinschaft Holzleuten und die Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins und des VdK. Hinzu kommen noch Zusammenschlüsse wie die Fischereigemeinschaft, Gemeinschaft der Älteren und die Landfrauengruppe.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 730–731

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heuchlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien