Heuerhaus
Als Heuerhaus/Heuerhäuser werden die zu einem Bauernhof gehörenden Wohngebäude für Bedienstete, insbesondere in den Heiden Nordwestdeutschlands bezeichnet.
Die Bediensteten ("Heuerleute", auch "Heuerlinge") waren oft spätergeborene Söhne des Bauern, die ihrem ältesten Bruder das Hoferbe überlassen mussten. Zum Heuerhaus gehörte regelmäßig auch ein Stück Land, das vom „Heuermann“ bearbeitet wurde und dessen Ertrag ihm zustand.
Das Heuerhaus war häufig wie eine kleine Ausfertigung des Bauernhauses. In der Heide-Region waren Heuerhäuser aus Eichen-Fachwerk vorherrschend, mit Backsteinen oder Lehm ausgemauert und auf Granit-Findlingen ruhend.
Gut erhaltende Heuerhäuser sind heute in zahlreichen Freilichtmuseen bzw. Museumshöfen der Heide-Region zu besichtigen.