Heuweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heuweiler
Heuweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heuweiler hervorgehoben
48.0457.9033333333333293Koordinaten: 48° 3′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 4,03 km²
Einwohner: 1086 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 269 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79194
Vorwahl: 07666
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 051
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 21
79194 Heuweiler
Webpräsenz: www.heuweiler.de
Bürgermeister: Dr. Reinhard Bentler
Lage der Gemeinde Heuweiler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild
Heuweiler, gesehen aus Richtung Denzlingen

Heuweiler ist eine Gemeinde des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald im Süden von Baden-Württemberg nahe Freiburg im Breisgau.

Der Ort hat seinen ursprünglichen, ländlichen Charakter weitgehend erhalten. Während viele Gemeinden in der Umgebung Freiburgs in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen sind, vollzog sich in Heuweiler ein langsamer, organischer Wandel.

Geografie[Bearbeiten]

Heuweiler liegt an der Einmündung des Glottertals in die Rheinebene. Zur Gemeinde gehören das Dorf Vorderheuweiler, der Weiler Hinterheuweiler, der Zinken Neuhäuser und die Höfe Berghäusle und Litzelstahlerhof.

Im Westen grenzt Gundelfingen an Heuweiler, im Osten die Gemeinde Glottertal, beide im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald; die nördliche Nachbargemeinde Denzlingen liegt im Landkreis Emmendingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit den Anfängen war die Geschichte des Dorfes mit der der Stadt Freiburg verbunden. So hatten etwa die Bauern von Heuweiler Spanndienste für den Transport des Tennenbacher Sandsteins zum Bau des Freiburger Münsters zu leisten. Als Freiburg habsburgisch wurde, ging die Herrschaft auf Österreich über. Heuweiler wurde zur Vogtei der Kameralschaft Kastelburg-Schwarzenberg. Bis heute erinnern alte Grenzsteine an den Gemarkungsgrenzen an diese Zeit.

Religionen[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche wird erstmals 1275 urkundlich erwähnt. Sie ist dem Heiligen Remigius geweiht. Heuweiler blieb bis in die jüngste Zeit ein vorwiegend katholisches Dorf. Erst seit dem Zuzug in den letzten Jahrzehnten sind im Dorf auch Einwohner mit anderen Bekenntnissen anzutreffen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1852 327 1970 698
1875 409 1980 806
1900 363 1987 817
1933 363 1990 932
1950 525 2000 1010
1960 612 2005 1006

Politik[Bearbeiten]

Heuweiler ist eine der kleinsten selbständigen Gemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Die Selbständigkeit konnte durch die Verwaltungsgemeinschaft mit der benachbarten Gemeinde Gundelfingen bewahrt werden. Dr. Reinhard Bentler ist in Personalunion Bürgermeister beider Gemeinden.

Heuweiler, im Hintergrund die Windräder auf dem Roßkopf
Kirche St. Remigius

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 69,0 % zu folgendem Ergebnis:[2]

FWG 43,1 % 4 Sitze − 1
Neue Liste 37,0 % 4 Sitze + 1
Frauenliste 19,9 % 2 Sitze ± 0

Wappen[Bearbeiten]

Das Ortswappen zeigt eine mit Rechen gekreuzte Heugabel. Dennoch hat der Ortsname nichts mit Heu zu tun, sondern ist die schriftdeutsche Form des alten Namens Hainwiller, also „Weiler im Hain“ oder „Hau“ (geschlagener Wald)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Heuweiler war ursprünglich vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Heute existieren nur noch wenige Vollerwerbsbetriebe und eine kleine Zahl selbständiger Handwerksbetriebe. Tourismus und Gastronomie konnten sich dagegen gut entwickeln. Ein Großteil der Einwohner pendelt jedoch nach Freiburg oder eine der Umlandgemeinden zur Arbeit.

Schulen[Bearbeiten]

Eine Grundschule ist vorhanden, allerdings gehen die Schüler Heuweilers in die Grundschule nach Gundelfingen, da die Grundschule nur sehr klein ist. Jedes Jahr werden aber zwei oder drei 3. Klassen der Johann-Peter-Hebel-Grundschule Gundelfingen nach Heuweiler ausgelagert. Weiterführende Schulen befinden sich in Denzlingen, Gundelfingen und Freiburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist die von weitem sichtbare Barock-Kirche St.Remigius mit ihren zwei wertvollen Altargemälden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Badische Zeitung online 25. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heuweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien