Hexafluorpropen

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Strukturformel
Strukturformel von Hexafluorpropen
Allgemeines
Name Hexafluorpropen
Andere Namen
  • Perfluorpropylen
  • R 1216
  • Hexafluorpropylen
  • HFP
Summenformel C3F6
CAS-Nummer 116-15-4
Kurzbeschreibung

farb- und fast geruchloses, nicht brennbares Gas[1]

Eigenschaften
Molare Masse 150,02 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

6,91 g·cm−3 (0 °C)[1]

Schmelzpunkt

−156,5 °C[1]

Siedepunkt

−30,3 °C[1]

Dampfdruck

674 kPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

0,52 mol·l−1 in Wasser[2]

Brechungsindex

1,583 (−40 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 332​‐​335
P: 261​‐​410+403 [5]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [4]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 20​‐​37
S: (2)​‐​41
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexafluorpropen (C3F6) ist die vollständig fluorierte Form des Propens. Das Molekül weist eine Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen auf.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Hexafluorpropen kann durch thermische Behandlung von Tetrafluorethen, Octafluorcyclobutan oder Chlortetrafluorethan sowie durch gemeinsame Pyrolyse von Chlordifluormethan und 2-Chlor-1,1,1,2-tetrafluorethan gewonnen werden.[7] Es tritt auch bei extremer thermischer Belastung von Polytetrafluorethylen (PTFE) aus.[8]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das farblose Gas ist fast geruchlos. Hexafluorpropen reizt die Atemwege und ist gesundheitsschädlich beim Einatmen. Es besitzt eine kritische Temperatur von 124,6 °C, einen kritischen Druck von 54,95 bar und eine Tripelpunkt-Temperatur von −156,5 °C (Schmelztemperatur).[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Hexafluorpropen wird als Prozessgas in der Plasmatechnik eingesetzt, um PTFE ähnliche Schichten auf Oberflächen abzuscheiden. Es dient dabei als Comonomer für die technische Herstellung von Polymerisaten auf Basis von Tetrafluorethen (z.B. EFEP = Ethylen-TFE-HFP = Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropen).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 116-15-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 18. August 2007 (JavaScript erforderlich)
  2. E. Wilhelm, R. Battino, R.J. Wilcock: Low pressure solubility of gases in liquid water, Chemical Reviews 77 (2), S. 219–266 (1977).
  3. David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-420.
  4. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 116-15-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  5. Datenblatt Hexafluoropropene bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. April 2011 (PDF).
  6. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  7. Process for the preparation of hexafluor propene (freepatentsonline)
  8. Umweltrisiko Bratpfanne? (Berliner Zeitung)