Hexenagger

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Dieser Artikel behandelt den Ortsteil der Gemeinde Altmannstein im oberbayerischen Landkreis Eichstätt. Zum Bischof von Freising siehe Gottfried von Hexenagger.

48.92027777777811.683055555556375Koordinaten: 48° 55′ 13″ N, 11° 40′ 59″ O

Hexenagger
Höhe: 375 m ü. NN
Einwohner: 402 (15. Mrz. 2007)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 93336
Vorwahl: 09442
Schloss Hexenagger

Schloss Hexenagger

Hexenagger ist ein Ortsteil des Marktes Altmannstein im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Profanierte Barockkapelle der Gräfin von Topor Morawitzki und des Fürsten Porcia

Geschichte[Bearbeiten]

Hexenagger wird 982 erstmals urkundlich erwähnt. Ab diesem Zeitpunkt ist belegt, dass die Herren von Hexenagger bis ins Jahr 1480 den Ort regierten. In diesem Zeitraum entstand auch das gleichnamige Schloss Hexenagger. Danach waren Herzog Wilhelm von Bayern und Erhardt von Muggenthal Eigner des Schlosses, bis das Anwesen im Dreißigjährigen Krieg gebrandschatzt wurde. Danach waren Kurfürst Karl Albrecht, Maria Josepha Gräfin von Topor Morawitzki, Fürst Porcia, Anton von Kayserstein und die Edlen von Weidenbach Herrscher über das Schloss, bis es an die Familie Leichtfuß veräußert wurde. Die Schlosskapelle ging an den Markt Altmannstein.

1486–1986 gab es mit der Schlossbrauerei eine eigene Brauerei in Hexenagger.

Hexenagger besaß mit der gleichnamigen Station einen Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Ingolstadt–Riedenburg. Personenverkehr bestand zwischen dem 1. Mai 1903 und der endgültigen Betriebseinstellung am 28. Mai 1972. Heute führt auf der ehemaligen Bahntrasse der Schambachtalbahn-Radweg entlang.

Hexenagger wurde am 1. Januar 1972 in den Markt Altmannstein eingegliedert.[1]

1939 hatte Hexenagger 210 Einwohner. Zum 15. März 2007 betrug die Einwohnerzahl 402.

Bei dem Weiler Ottersdorf befinden sich die Reste der Burg Ottersdorf.

Namensgebung[Bearbeiten]

Der Name Hexenagger ist von den ersten Besitzern des Schlosses Hexenagger abgeleitet, den Hechsenaggern oder Hexenaggern.

Museum[Bearbeiten]

  • Eine Waffen-, Huf- und Hammer-Schmiede mit Fallhämmern von 1633 und der Hauptfeuerstelle von 1639 befindet sich an der Schambach, die den Ort durchfließt.

Naturdenkmal[Bearbeiten]

Etwa 500 Meter westlich vom Ort befindet sich eine Große Eiche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Gottfried von Hexenagger; zur Zeit des Bischofs Emicho als Magister, Archidiakon, Domherr und Domdekan in Freising; sein Nachfolger von 1311 bis 1314 als 29. Bischof von Freising[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 557.
  2. K. Meichelbeck, Historia Frisingensis II/1

Weblinks[Bearbeiten]