Heygendorf

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Wappen Deutschlandkarte
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Heygendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heygendorf hervorgehoben
51.3511.366666666667122Koordinaten: 51° 21′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mittelzentrum Artern
Höhe: 122 m ü. NHN
Fläche: 9,35 km²
Einwohner: 566 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 03466
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 035
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Westbahnhof
06556 Artern
Bürgermeister: Werner Herting (Kleingartenverein)
Lage der Gemeinde Heygendorf im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
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Dorfkirche

Heygendorf ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern im thüringischen Kyffhäuserkreis (Deutschland). Der Ort liegt rund 5 Kilometer östlich von Artern an der Helme, einem Nebenfluss der Unstrut, besteht aus den Ortsteilen Heygendorf und Schaafsdorf und erstreckt sich über 9,35 Quadratkilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis der Zehnten des Klosters Hersfeld wird Heygendorf als zehntpflichtiger Ort Hachendorpf im Friesenfeld urkundlich erwähnt.

Schaafsdorf wurde sicherlich zur gleichen Zeit wie Heygendorf gegründet, jedoch erstmals 1273 als Scafsdorp urkundlich erwähnt.

Im 13. und 14. Jahrhundert unterstand Heygendorf den Grafen von Mansfeld. Nachdem die Besitzverhältnisse unter verschiedenen Grafen in der darauffolgenden Zeit mehrmals wechselten, kam es 1422 an die Wettiner. Unter deren Herrschaft stand das Dorf bis 1918. Die beiden Brüder Ulrich und Balthasar von Geusau erhielten 1451 das Rittergut Heygendorf zum Lehen. Im Besitz derer von Geusau befand es sich 357 Jahre lang. Seit dem 15. Jahrhundert gehörten die Dörfer zum Amt Allstedt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Prominente Einwohnerin Heygendorfs war Caroline Jagemann, eine Weimarer Schauspielerin und Geliebte des Großherzogs Karl August, der ihr das Lehen Heygendorf 1809 schenkte. Damit endete die Herrschaft der von Geusau, die während ihrer Herrschaftszeit wegen ihrer Streitsucht oft eine Landplage waren. Ein Sohn von Caroline Jagemann, Wolfgang, erbte nach den Tod der Mutter das Gut. Erst 1930 verkauften dessen Nachkommen das Eigentum. Im Jahre 1830 endete auch die Zugehörigkeit Schaafsdorfs zum Rittergut Heygendorf.

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts bohrte man in der Heygendofer Flur nach Kalisalzen, gab aber bald darauf aus Wirtschaftlichkeitsgründen auf. Die Ruine des Kaliwerks Gewerkschaft Thüringen erhebt sich noch heute weithin sichtbar über Heygendorf.

1923 wurden die beiden Orte Schaafsdorf und Heygendorf zu einer Gemeinde zusammengelegt.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1945 wurde das bis dahin in Thüringen liegende Heygendorf dem Kreis Sangerhausen der Provinz Sachsen zugeordnet.

Mit der Gebietsreform kam das Dorf 1952 zum Kreis Artern im Bezirk Halle der DDR und gehört seit 1994 zum Nordthüringer Kyffhäuserkreis.

(Quelle: Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern Herausgeber und Redaktion: VG Mittelzentrum Artern)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 – 836
  • 1995 – 824
  • 1996 – 809
  • 1997 – 790
  • 1998 – 766
  • 1999 – 756
  • 2000 – 742
  • 2001 – 737
  • 2002 – 742
  • 2003 – 721
  • 2004 – 717
  • 2007 – 671
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heygendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)