Hibito-Cholón

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Hibito-Cholón ist der Name einer indigenen südamerikanischen Sprachfamilie, die nur aus den beiden Einzelsprachen Hibito und Cholón besteht. Diese wurden beide in Peru gesprochen und sind heute ausgestorben.

Das Hibito (auch: Jibito) war am Fluss Bobonaje verbreitet. Das Cholón, das im Tal des Río Huallaga gesprochen wurde, starb erst im Jahre 2000 aus, als die Sprecher vollständig zur lokalen Varietät des Quechua übergegangen waren.

Die Sprachcodes nach ISO 639-3 sind [hib] bzw. [cht].

Sprachliche Charakteristik[Bearbeiten]

Die freien Personalpronomen des Cholón lauten wie folgt (aus Alexander-Bakkerus 2005, S. 158):

Person Singular Plural
1. ok ki-ha
2. maskulin mi mi-na-ha
2. feminin pi mi-na-ha
3. sa či-ha

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Willem F. H. Adelaar u. Pieter Muysken: The languages of the Andes. Cambridge University Press, 2004. S. 460–475.
  • Astrid Alexander-Bakkerus: Eighteenth-century Cholón. Dissertation Universität Leiden, 2005.
  • Astrid Alexander-Bakkerus (Hrsg.): Pedro de la Mata: Arte de la lengua cholona (1748). Iberoamericana, Madrid u. Vervuert, Frankfurt 2007.

Weblinks[Bearbeiten]