Hieronymus Falkeisen

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Hieronymus Falkeisen auch Hieronymus Falkeisen-Hauser (* 29. Mai 1758 in Arisdorf; † 15. September 1838 in Basel, heimatberechtigt in Basel) war ein Schweizer reformierter Theologe.

Leben[Bearbeiten]

Hieronymus Falkeisen wurde am 29. Mai 1758 als Sohn des Pfarrers Theodor Falkeisen und der Esther geborene Bernoulli in Arisdorf geboren. Falkeisen, der ab 1772 Theologie in Basel studierte, wurde 1780 „Sancti Ministerii Candidatus“, gleichbedeutend wie Pfarramtskandidat.

Seinen ersten seelsorgerischen Dienst versah Hieronymus Falkeisen ab 1784 als Waisenhauspfarrer. Im Jahre 1791 wurde er Pfarrhelfer in der Theodorskirche und bereits zwei Jahre später Pfarrer der grossen Innerstadtgemeinde St. Leonhard. 1816, als 58-Jähriger, stieg Falkeisen zum Pfarrer und Antistes am Münster auf.

Hieronymus Falkeisen, der mit Maria Salome geborene Hauser verheiratet war, verstarb am 15. September 1838 wenige Monate nach Vollendung seines 80. Lebensjahres in Basel.

Wirken[Bearbeiten]

Hieronymus Falkeisen gründete 1785 eine Gesellschaft zur Bildung junger Politiker. 1811 präsidierte er die Bibelgesellschaft. Als aristokratisch Konservativer war er ein pietistischer Gegner der neueren Theologie. Zudem war Falkeisen, Spross einer Familie, die für ihre Sammeltätigkeiten und ihr Interesse an Geschichte bekannt war, ein bedeutender Sammler von kirchenhistorischen Dokumenten, so von Ansichten unter anderem von Emanuel Büchel, von Karten der Schweiz, Porträts, Büchern, Leichenreden, Münzen und Siegeln.

Ehrung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred R. Weber-Oeri: Antistes Hieronymus Falkeisen (1758–1838) und die Falkeisen-Sammlung, in: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, 56. Bd. (1957), S. 119-136 (Volltext)
  • Alfred R. Weber: Hieronymus Falkeisen, in: Der Reformation verpflichtet, 1979, S. 73-77

Weblinks[Bearbeiten]