Hilarius (Papst)

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Hilarius, Darstellung in der Schedelschen Weltchronik von 1493.

Hilarius, auch Hilarus, († 28. Februar? 468), Heiliger, war Papst von 461 bis 468.

Leben und Verehrung[Bearbeiten]

Der Sarde Hilarius wurde wahrscheinlich am 17. November 461 zum Bischof gewählt, am 19. November geweiht und starb am 28. Februar (?) 468. Nach einer abweichenden Auffassung dauerte sein Pontifikat vom 13. November 461 bis zum 29. Februar 468. Sein Name bedeutet ‚der Heitere‘. Als Erzdiakon unter Leo I. bekämpfte er deutlich die Verdammung Flavianus von Konstantinopel auf dem Konzil von Ephesos 449.

Als Papst setzte er die Politik seines Vorgängers fort, indem er die Herrschaft des römischen Episkopats über das südliche Gallien forderte. Auch verordnete er der spanischen Kirche Gesetze. Der Liber Pontificalis preist ihn für seine Gaben an die römischen Kirchen und Klöster. Bezogen auf seinen Umgang mit der Ostkirche ist ein Dekretale erhalten, in dem er Häresien verurteilte, den Primat Roms betonte und die Beschlüsse der Konzilien von Nicäa im Jahre 325 und Chalkedon im Jahre 451 bekräftigte. In Italien richtete er sich gegen die Ausbreitung des Arianismus. In seine Amtszeit fällt eine Synode in der Basilika Santa Maria Maggiore im Jahre 465; es ist die erste römische Synode, von der umfassende Dokumente erhalten geblieben sind.

Sein Gedenktag ist in der katholischen Kirche der 29. Februar.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint Hilarius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Leo der Große Papst
461–468
Simplicius