Hilfe:Notensatz

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Die Darstellung von musikalischen Notationen ist mit Hilfe der Markup-Sprachen LilyPond (Voreinstellung) bzw. ABC möglich.

Die Kodierungen werden in <score>…</score> eingeschlossen.

Die Softwareerweiterung wurde im April 2013 in der deutschsprachigen Wikipedia aktiviert.

Tag-Attribute[Bearbeiten]

Das Tag <score> kann optional mit Attributen versehen werden.

Attribut Beschreibung
lang="ABC" Verwendung der ABC-Notation
lang="lilypond" Verwendung der LilyPond-Notation, die jedoch bereits standardmäßig aktiviert ist
midi="1" automatische Erstellung einer MIDI-Datei, auf die durch die Darstellung verlinkt wird
vorbis="1" automatische Erstellung einer Ogg-Vorbis-Datei und Anzeige eines Audioplayers für diese unter der Notendarstellung
raw="1" Verlangt ebenfalls lang="lilypond". Mit diesem Tag wird der Parser angewiesen, den Tag-Inhalt als vollständige LilyPond-Datei zu behandeln, wodurch komplexere Darstellungen möglich sind.
override_midi="…" die Darstellung verlinkt auf die angegebene MIDI-Datei
override_ogg="…" die Darstellung verlinkt auf die angegebene Ogg-Vorbis-Datei

Beispiele[Bearbeiten]

Einfach

<score>\relative c' { f d f a d f e d cis a cis e aes g f e } </score> ergibt

\relative c' { f d f a d f e d cis a cis e aes g f e }

Fortgeschritten

<score> { \key c \minor \time 3/4 \relative c' { f d f a d f e d( cis) a cis e aes g-. f-. e-- <c, e g>2 \fermata \bar "|." } } </score> ergibt

 { \key c \minor \time 3/4 \relative c' { f d f a d f e d( cis) a cis e aes g-. f-. e--  <c, e g>2 \fermata \bar "|." } }

ABC-Notation

<score lang="ABC">
X:1
M:C
L:1/4
K:C
C, D, E, F,|G, A, B, C|D E F G|A B c d|
e f g a|b c' d' e'|f' g' a' b'|]
</score>

ergibt: 
X:1
M:C
L:1/4
K:C
C, D, E, F,|G, A, B, C|D E F G|A B c d|
e f g a|b c' d' e'|f' g' a' b'|]

Syntax für LilyPond[Bearbeiten]

Um eine Note darzustellen, schreibt man den Tonnamen (a, b, c usw.). Das "b" steht dabei für den international so benannten Ton, also für das deutsche "h". Verschiedene Töne werden durch Leerzeichen getrennt. Erhöhte Töne werden mit dem Suffix -is gebildet (fis, cis, gis, dis, ais, eis), erniedrigte mit dem Suffix -es (bes, es, aes, des, ges). Dadurch ergeben sich zwei Abweichungen von den gebräuchlichen deutschen Tonnamen: "aes" statt "as" und "bes" statt "b" (siehe auch anderssprachige Tonbezeichnungen).

Standardmäßig referiert dabei jeder Tonname einen Ton der kleinen Oktave, also unterhalb des mittleren (eingestrichenen) c. Mit einem Apostroph (') transponiert man den Ton um jeweils eine Oktave nach oben, mit einem Komma (,) um jeweils eine Oktave nach unten.

<score>{a,, c, e, a, c e a c' e' a' c'' e'' a'' c''' e''' g''' \bar "||" aes'' bes'' gis'' dis''}</score> ergibt

{a,, c, e, a, c e a c' e' a' c'' e'' a'' c''' e''' g''' \bar "||" aes'' bes'' gis'' dis''}

Erheblich einfacher ist es, den Relative-Modus zu benutzen. Wenn der Befehl \relative vor dem Klammerausdruck eingefügt wird, referiert jeder Tonname zu demjenigen Ton, der dem vorangehenden Ton am nächsten liegt. Der erste Ton referiert die Note, die nach dem \relative-Befehl angeführt ist. (Bei der Bestimmung der „nächstliegenden“ Note werden Versetzungszeichen, also Kreuze und Bes, ignoriert.) Mit ' wird die Erhöhung um eine Oktave erzwungen, mit , entsprechend die Erniedigung.

Jede Note erhält standardmäßig dieselbe Länge wie die vorangehende, und die erste Note ist standardmäßig eine Viertelnote. Um andere Längen zu verwenden schreibt man eine 1 für eine Ganze Note, 2 für eine Halbe, 4 für eine Viertel, 8 für eine Achtel usw. hinter den Tonnamen. Punktierungen werden mit einem Punkt . dargestellt.

Für Pausen schreibt man r (für rest) statt des Tonnamens a–g.

<score> \relative c' {e f <c e g>2 a'4( b c) c, d8 e f16 g a b c4. a8 e' f g, f r \autoBeamOff e d c b4 a g b-> c2.-> r4 \bar "|." } </score> ergibt

\relative c' {e f <c e g>2 a'4( b c) c, d8 e f16 g a b c4. a8 e' f g, f r \autoBeamOff e d c b4 a g b-> c2.-> r4 \bar "|." }

Der Code \partial 4 erzeugt einen Auftakt von der Länge einer Viertelnote. Der Code \time 3/4 erzeugt die Taktangabe.

<score vorbis="1">\relative g' { \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." }
\addlyrics {Good mor -- ning to you, Good mor -- ning to you, Good mor -- ning dear chil -- dren, Good mor -- ning to all. }</score>
ergibt

\relative g' { \key g \major \time 3/4 \partial 4 d e d g fis2 d4 e d a' g2 d4 d' b g fis e c' b g a g2 \fermata \bar "|." }
\addlyrics {Good mor -- ning to you, Good mor -- ning to you, Good mor -- ning dear chil -- dren, Good mor -- ning to all. }

Wie man sieht werden bei längeren Notationen automatisch Zeilenumbrüche gesetzt und neue Zeilen mit der aktuellen Taktnummer annotiert (hier 5). Soll diese Taktnummerierung unterdrückt werden, kann am Anfang \new Score \with { \remove "Bar_number_engraver" } geschrieben werden.

Es gibt eine Reihe von Symbolen, die an Noten angefügt werden können, wie z. B. \fermata. Es gibt ferner die Symbole -> -- -+ -. -^ -_ -| zur Angabe der Artikulation: \relative c' {e-> e-- e-+ e-. e-^ e-_ e-|}.

Die Tonart wird mit \key g \major (für Dur) bzw. \key c \minor (für Moll) angegeben. (Sowohl die Takt- als auch die Tonartenangabe können jederzeit auch wieder geändert werden.) Beachte aber, dass auch mit einer vorgezeichneten Tonart die Tonhöhen der einzelnen Töne korrekt mit den jeweiligen Versetzungsangaben notiert werden müssen. Wird eines ausgelassen, wird die Note als aufgelöst interpretiert. Beispiel:

<score>\relative b {\key b \major \time 6/8 b8 cis dis e fis gis ais b c d e f \time 2/4 g a b \key aes \minor g f e d c b a g r}</score>

ergibt \relative b {\key b \major \time 6/8 b8 cis dis e fis gis ais b c d e f \time 2/4 g a b \key aes \minor g f e d c b a g r}

Das Beispiel zeigt, dass die Software oftmals Achtelnoten an Stellen verbalkt, die merkwürdig aussehen. Um das automatische Verbalken für eine einzelne Note auszuschalten verwendet man a b \nobeam c .... Um das automatische Verbalken für größere Abschnitte auszuschalten, verwendet man \ autoBeamOff und \autoBeamOn. Um einzelne Noten manuell zu verbalken, verwendet man a b[ c d e] f. Dies erzeugt einen Balken von der öffnenden bis zur schließenden eckigen Klammer, kombiniert in diesem Beispiel also die Noten b, c, d und e.

In Einzelfällen kann es wünschenswert sein, die Taktangabe zu unterdrücken. Hierfür kann der Code \remove "Time_signature_engraver" verwendet werden:

<score> { \new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" } <d' fis' a'>2 } </score> ergibt { \new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" } <d' fis' a'>2 }

Hinweis: Die Ausgabe besitzt eine vertikale Größenbeschränkung, d. h. bei längeren Melodien die über mehr als fünf Zeilen gehen oder mit Liedtext über mehr als vier Zeilen, wird ein Fehler geworfen.

Hinweise zur Verwendung[Bearbeiten]

Hinweis zum Urheberrecht

Von musikalischen Werken, die nicht gemeinfrei sind, können in der Wikipedia aus urheberrechtlichen Gründen nur Notenbeispiele als Kleinzitat geduldet werden. Näheres siehe bei Wikipedia:Musikrechte.

Die Verwendung von score in Wikipedia wird protokolliert unter:

Verwendungsbeispiele aus anderssprachigen Wikipedia Versionen lassen sich in gleicher Weise anzeigen:

Seiten mit fehlerhafter Verwendung von score werden in dieser Kategorie angezeigt:

Weitere Informationen[Bearbeiten]

 MediaWiki: Extension:Score – Technische Dokumentation (englisch)

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Der fehlende Namensraumfilter kann zumindest je Ergebnis-Seite durch ein Benutzerskript ausgeglichen werden:resultListSort