Hill GH1

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Hill HG1 war ein Formel-1-Rennwagen, gebaut und eingesetzt 1975 vom Team Hill.

Der Hill GH1 war ursprünglich der Lola T371, der noch von Lola entwickelt wurde. Der Designer Andy Smallman wurde von Lola zum Embassy Team von Graham Hill abgestellt, um die Weiterentwicklung des Wagens voranzutreiben.

Der GH1 war ein konventioneller Baukasten-Rennwagen mit dem bewährten V8-Motor von Cosworth im Heck. Der Wagen hatte vorne doppelte Dreiecksquerlenker sowie doppelte untere und einfache obere Lenker- und Längsstreben hinten. Dazu kamen außenliegende Federbeine. Der DFV-Motor bekam ein FGA-400-Getriebe von Hewland.

Das neue Team von Graham Hill hatte so gut wie keine Zeit sich zu etablieren. Rolf Stommelen hatte in einem GH1 beim Großen Preis von Spanien 1975 in Führung liegend einen schweren Unfall, als der Heckflügel brach. Drei Zuschauer und ein Streckenposten kamen ums Leben, als der GH1 hinter den Leitplanken zum Liegen kam. Der Ersatzmann von Stommelen, der spätere Formel-1-Weltmeister Alan Jones, erreichte beim Großen Preis von Großbritannien den fünften Rang, die beste Platzierung für den GH1 bei einem Lauf zur Weltmeisterschaft. Schon beim Großen Preis von Schweden schaffte der hochtalentierte Tony Brise mit einem sechsten Rang den ersten Punkt für das Team von Graham Hill. Auch der Franzose François Migault und der Australier Vern Schuppan fuhren 1975 den GH1. Hill selbst versuchte beim Großen Preis von Monaco den GH1 zu qualifizieren. Es sollte der Abschluss seiner langen Formel-1-Karriere als Fahrer werden – ein Start mit einem Fahrzeug, das seinen eigenen Namen trug. Der Versuch schlug fehl. Hill verpasste als 21. des Trainings die Startberechtigung nur um einen Platz. Im Konstrukteursbewerb gab es am Ende der Saison den elften Rang für das Team.

Das Nachfolgemodell des GH1 sollte der Hill GH2 werden. Durch den Flugzeugabsturz von Hill, Brise und Smallman im November 1975 kam das Projekt jedoch abrupt zu einem Ende.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-613-01477-7, S. 116 und 117.

Weblinks[Bearbeiten]