Hillesheim (Rheinhessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hillesheim
Hillesheim (Rheinhessen)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hillesheim hervorgehoben
49.7763888888898.2561111111111181Koordinaten: 49° 47′ N, 8° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Rhein-Selz
Höhe: 181 m ü. NHN
Fläche: 5,54 km²
Einwohner: 619 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67586
Vorwahl: 06733
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 028
Adresse der Verbandsverwaltung: Sant' Ambrogio-Ring 33
55276 Oppenheim
Webpräsenz: www.hillesheim-rhh.de
Ortsbürgermeister: Helmut Schmitt (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Hillesheim im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück) Bacharach Manubach Oberdiebach Oberheimbach Niederheimbach Weiler bei Bingen Trechtingshausen Waldalgesheim Münster-Sarmsheim Bingen am Rhein Ingelheim am Rhein Budenheim Heidesheim am Rhein Wackernheim Grolsheim Gensingen Horrweiler Aspisheim Welgesheim Zotzenheim Badenheim Sprendlingen Sankt Johann (Rheinhessen) Wolfsheim (Gemeinde) Ockenheim Gau-Algesheim Appenheim Nieder-Hilbersheim Bubenheim (Rheinhessen) Ober-Hilbersheim Engelstadt Schwabenheim an der Selz Jugenheim in Rheinhessen Stadecken-Elsheim Essenheim Ober-Olm Klein-Winternheim Nieder-Olm Sörgenloch Zornheim Bodenheim Gau-Bischofsheim Harxheim Nackenheim Lörzweiler Mommenheim (Rheinhessen) Hahnheim Selzen Nierstein Oppenheim Dienheim Dexheim Dalheim (Rheinhessen) Köngernheim Friesenheim (Rheinhessen) Undenheim Uelversheim Uelversheim Ludwigshöhe Guntersblum Weinolsheim Dolgesheim Eimsheim Hillesheim (Rheinhessen) Wintersheim Dorn-Dürkheim Rhein-Lahn-Kreis Hessen Mainz Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Landkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
Evangelische Pfarrkirche
Das Weindorf Hillesheim

Hillesheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Selz an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Oppenheim hat.

Geographie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortskern mit Ortsteil Bahnhof. Im Ortsteil Bahnhof ist der Bahnhof der ehemaligen Bahnstrecke Osthofen–Gau Odernheim zu finden, der zusammen mit dem Nachbarort Dorn-Dürkheim genutzt wurde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, wird die Grundsteinlegung des Kirchturms jedoch bereits auf das Jahr 1204 datiert. 1387 wurden die Besitztümer am Dorf Hillesheim aufgeteilt.

Der „Kirchbergteil“ ging an das Kloster Rosenthal am Donnersberg und befand sich infolge seiner Säkularisierung (1651) zuletzt im Besitz der Grafen von Riaucour. Der „Haßlocher Teil“ verblieb als Exklavedorf der Grafschaft Falkenstein in kaiserlicher Hand und wurde 1667 an den Herzog von Lothringen verkauft. Hierdurch fiel diese Hälfte des Dorfes 1736, mit der Heirat des Lothringer Herzogs Franz Stephan und Maria Theresia von Habsburg, an Österreich und unterstand dem Oberamt Winnweiler des Reichsteils Vorderösterreich.[2]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts blieben beide Dorfteile politisch getrennt.

Im Jahr 1794 wurde Hillesheim von der französischen Revolutionsarmee besetzt, es kam 1798 an das französische Département Donnersberg. 1814 überquerten russische Streitkräfte den Rhein, um Kaiser Napoleon zu besiegen. Viele Soldaten starben an einer Seuche und wurden auf dem Hillesheimer Kirchberg begraben. 1816 fiel Hillesheim an das Großherzogtum Hessen und wurde 1832 dem Kreis Alzey, 1852 dem neu gebildeten Kreis Oppenheim zugeordnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Hillesheim mit ganz Rheinhessen zur Französischen Besatzungszone und von 1946 an zum neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz. Seit der Kreisreform von 1969 gehört Hillesheim zum Landkreis Mainz-Bingen, von 1972 bis 2014 außerdem zur Verbandsgemeinde Guntersblum, seither zur Verbandsgemeinde Rhein-Selz.

Name[Bearbeiten]

Neben der vorherrschenden Herleitung des Ortsnamens von ‚Higeliheim‘ bzw. ‚Hügelsheim‘ (wegen der hügeligen Landschaft) gibt es auch eine Erklärungsvariante von ‚Hültzheim‘ bzw. ‚Holtzheim‘, die sich auf die Holzvorkommen bezieht.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen symbolisiert die beiden ehemals getrennten Ortsteile bzw. deren Historie.

Rechts zeigt es in Gold das schräge, rote Gitter der Herren von Daun-Oberstein, als ehemaligen Besitzern der Grafschaft Falkenstein („Haßlocher Teil“).

Links trägt es die Ebersteiner Rose des ehemaligen Eigentümers, Kloster Rosenthal, die es von seinem Gründer Graf Eberhard II. von Eberstein übernahm („Kirchbergteil“).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hillesheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 5 12 Sitze
2009 7 3 2 12 Sitze
2004 6 4 2 12 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Helmut Schmitt (SPD).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hillesheim (Rheinhessen) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Besitzverhältnisse der rheinhessischen Ortschaften vor dem Übergang an Frankreich, Hillesheim als Nr. 1175
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen