Himmelberg
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Kärnten | |
| Politischer Bezirk | Feldkirchen (FE) | |
| Fläche | 56,85 km² | |
| Koordinaten | 46° 45′ N, 14° 2′ O46.75666666666714.030555555556672Koordinaten: 46° 45′ 24″ N, 14° 1′ 50″ O | |
| Höhe | 672 m ü. A. | |
| Einwohner | 2377 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 42 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 9562 | |
| Vorwahlen | 0 42 76 | |
| Gemeindekennziffer | 2 10 05 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Turracher Straße 27, 9562 Himmelberg | |
| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Heimo Rinösl (SPÖ) | |
| Gemeinderat (2009) (19 Mitglieder) |
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Himmelberg ist eine Gemeinde im Bezirk Feldkirchen in Kärnten.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Himmelberg liegt im Zentrum Kärntens nordwestlich von Feldkirchen. Der Hauptort des Gemeindegebietes, das den Großteil des Tiebeltals einnimmt, liegt in durchschnittlich 672 m Seehöhe. Höchste Erhebung ist der Hoferalmkopf (ca. 1600 m ü. A.) im Nordwesten, tiefstgelegener Punkt die Tiebel im Poitschacher Graben (625 m ü. A.) im Süden der Gemeinde.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Himmelberg ist in die sieben Katastralgemeinden Äußere Teuchen, Dragelsberg, Himmelberg, Hochegg, Pichlern, Saurachberg und Zedlitzberg gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 36 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):
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[Bearbeiten] Nachbargemeinden
| Gnesau | Steuerberg | |
| Arriach | ||
| Steindorf | Feldkirchen |
[Bearbeiten] Geschichte
Im heutigen Gemeindegebiet von Himmelberg wurden im 9. und 10. Jahrhundert durch Rodungen einige sonnseitige Hänge des oberen Gurktales, das zu dieser Zeit stark versumpft war, zur Besiedlung und Bewirtschaftung erschlossen. Als „Sulca“ wurde der Ort bzw. die Pfarrkirche Hl. Martin zwischen 1060 und 1076 als Eigenkirche der Eppensteiner erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg „Alt-Himmelberg“ wurde im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet. Das Geschlecht derer von Himmelberg, namentlich Wernher von Himmelberg, wurde erstmals 1196 urkundlich genannt. Ulrich von Liechtenstein nennt in seinem "Frauendienst" (um 1255) einen Zachäus von Himmelberg als einen der Sänger, die er im Sängerwettstreit zu Friesach besiegt habe.
1329 wurde das Landgericht Himmelberg um Gebiete bis nach Ossiach, Steuerberg und Reichenau erweitert, und auch die Herrschaft Himmelberg vergrößerte zu dieser Zeit ihren Besitz. Der Himmelberger Landrichter Marchward der Pibriacher ließ zwischen 1382 und 1396 das nach ihm benannte Schloss Biberstein errichten.
Entlang des Tiebels entwickelte sich ab dem 16. Jahrhundert die Eisenverarbeitung, und bis in das 20. Jahrhundert hinein war Himmelberg für seine Sensenschmieden bekannt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in Himmelberg bis zu 250.000 Sensen jährlich hergestellt. Nur wenige Sensenbetriebe überlebten jedoch die Jahrhundertwende und in der Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit wurde die Produktion fast vollständig eingestellt. Eines der letzten Sensen-Gewerke war die Zeilinger-Schmiede „an der Tratten“.
Die Gemeinde konstituierte sich im Jahr 1850. Vom ursprünglichen Gemeindegebiet wurden schon 1865 die Katastralgemeinden Zedlitzdorf und Mitteregg an Reichenau abgetreten, und 1895/96 wurden die Katastralgemeinden Gnesau und Gurk zur Bildung einer eigenen Ortsgemeinde Gnesau abgetrennt. 1921 wurde Innerteuchen an Arriach und 1973 kleinere Teile des Gemeindegebiets östlich der Gurktal Straße an Steuerberg angeschlossen.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Gemeinde Himmelberg hat 2.360 Einwohner (2001). 97,6 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Als Religionszugehörigkeit geben 66,5 % römisch-katholisch und 33,4 % evangelisch an. 3,9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Burgruine Himmelberg
- Schloss Biberstein: Von den Herren von Pibriach (Marchwart der Pibriacher) 1396 erbaut, wurde es 1571 von Georg Khevenhüller erworben und gelangte schließlich 1662 in den Besitz des Salzburger Fürstbischofs Paris Lodron. Es war seither Mittelpunkt eines Fideikommisses der Grafen von Lodron und befindet sich bis heute in Privatbesitz dieser Familie.
- Pfarrkirche Hl. Martin: urkundlich um 1060 erstmals erwähnt, wurde sie nach einem Brand 1711 im barocken Stil wieder aufgebaut und enthält barocke Wandmalereien.
[Bearbeiten] Tiebelquellen
Die Tiebelquellen im Gemeindegebiet von Himmelberg sind das zweitgrößte Wasserquellgebiet Österreichs. 60 bis 100 Quellen mit hervorragender Qualität bilden die Grundlage des Natur- und Erlebniswanderweges.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:
Direkt gewählter Bürgermeister ist Heimo Rinösl (SPÖ).
[Bearbeiten] Wappen
Als Wappenschild wurde dasjenige der Herren von Himmelberg ausgewählt, deren Geschlecht mit Wernher von Himmelberg 1196 erstmals erwähnt wurde. Das Schild mit dem Adler im Spalt und dem Schrägrechtsbalken ist für Offo von Himmelberg an einer Urkunde vom 4. Juli 1322 bezeugt. Der Adler dürfte die Vasallität zum Heiligen Römischen Reich bzw. dem deutschen König zum Ausdruck bringen, die Wurzel des Schrägrechtsbalkens ist unbekannt.
Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 11. Juli 1960 verliehen. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: Von Gold und Rot gespaltener Dreiecksschild, vorn mit dem halben schwarzen Reichsadler, hinten mit einem silbernen Schrägrechtsbalken.[1]
Die Fahne ist Rot-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.
[Bearbeiten] Partnergemeinden
- Chiusaforte, Italien, seit 26. Oktober 1996
- Bad Saulgau, Deutschland, seit Juli 2005
[Bearbeiten] Literatur
- Wolfgang Putzinger: Von den Nockbergen zum Ossiacher See. Alte und neue Ansichten aus dem Bezirk Feldkirchen. Eigenverlag, Feldkirchen i. K. 2008, o. ISBN
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, S. 138. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1
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